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Avionik Unteroffizier Tornado Fachrichtung Kommunikationselektronik

An einem Tornado zu arbeiten, hätte ich mir als Kind nicht träumen lassen. Mein Arbeitsplatz ist nie Routine und jeden Tag erlebe ich Dinge, die ich „draußen“ in einem zivilen Arbeitsverhältnis nie vorfinden würde...

Wartungsarbeiten an der Antenne

Wartungsarbeiten an der Antenne (Quelle: Luftwaffe/Katja Nickel)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Marco Post. Ich bin 24 Jahre alt und zur Zeit Stabsunteroffizier und Feldwebelanwärter. Im Januar 2006 trat ich der Bundeswehr bei, seit April 2006 bin ich in der Elektronikstaffel beim Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ in Jagel/Schleswig eingesetzt. Mein Job: Avionik Unteroffizier Tornado Fachrichtung Kommunikationselektronik (Funkgeräte). Alles klar? Keine Bange. Ich erkläre Euch gleich, was das ist. Doch zunächst lege ich noch schnell dar, wie ich zu dieser außerordentlichen Tätigkeit gekommen bin...

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Traumberuf gefunden

Traumberuf gefunden (Quelle: Luftwaffe/Katja Nickel)Größere Abbildung anzeigen

Kein Meister fällt vom Himmel

Nach meinem Realschulabschluss absolvierte ich eine Lehre zum Energieelektroniker, Fachrichtung Anlagentechnik. Im Januar 2006 trat ich der Bundeswehr bei, da mich die Arbeit an Flugzeugen nicht nur sehr interessierte, sondern auch eine Erweiterung meiner Erstausbildung darstellte: Die nichtalltägliche Arbeit, Möglichkeiten zur zivil-beruflichen als auch militärischen Aus- und Weiterbildung und sportlichen Aktivitäten sind ein weiterer Entscheidungsgrund gewesen der Bundeswehr beizutreten, was ich bis heute nicht bereut habe. Zur Vorbereitung auf meine jetzige Tätigkeit habe ich eine Vielzahl von Lehrgängen durchlaufen, wodurch ich schließlich in die Lage versetzt wurde, meine Tätigkeit nicht nur vor Ort, sondern auch im Einsatz ausüben zu dürfen: Von Juni bis Oktober 2008 und April bis Juni 2009 kümmerte ich mich um die deutschen Tornados in Afghanistan.

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Im Cockpit sitzen war schon immer der Traum

Im Cockpit sitzen war schon immer der Traum (Quelle: Luftwaffe/Katja Nickel)Größere Abbildung anzeigen

Ein wahrer Spezialist

Meine alltäglichen Aufgaben umfassen unter anderem die Störbehebung am Funksystem des Tornados mittels der dazugehörigen Mess- und Testsysteme sowie die schnelle Störbehebung während der Start- und Landungsphasen. Mittels Funkchecks kann ich den Fehler schnell auffinden und das betreffende Baugruppenteil auswechseln. Zusätzlich führe ich Arbeiten im Rahmen der planbaren Instandsetzung und von Sonderinspektionen durch, kümmere mich beispielsweise auch um die Funktionstüchtigkeit des Headsets des Piloten.

An verschiedensten Geräten zu arbeiten macht Spaß und fordert

An verschiedensten Geräten zu arbeiten macht Spaß und fordert (Quelle: Luftwaffe/Katja Nickel)Größere Abbildung anzeigen

Des Weiteren umfasst meine Arbeit die vorgeschriebene Dokumentation (man könnte auch sagen: Betriebsanleitung des Tornado), die Pflege und Kontrolle von Werkzeugsätzen und den Umgang mit Kryptodatenträgern sowie den dazugehörigen Daten, also alle verschlüsselten Informationen, mit denen das komplexe Waffensystem Tornado arbeitet. Dazu muß man wissen, dass der Tornado nicht nur ein Jagdbomber ist, sondern in seiner Rolle als Aufklärer ständig Daten aus seinem Aufklärungsbehälter an die Bodenstation sendet: Je nach Sichtweise kann man auch von einem fliegenden Rechner oder einer fliegenden Aufklärungsplattform sprechen. Zum Schluß wirke ich bei der Schlepp-Crew als Einweiser und Bremser für den Tornado mit. Einseitig wird der Beruf also nie. Und so soll es auch bleiben...

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Andreas Neas; Marco Post


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