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Die rechte Hand des Truppenarztes

Köln-Wahn, 10.06.2011.
Stabsunteroffizier Sirka H. arbeitet als Arzthelferin im Fachsanitätszentrum Köln-Wahn. Und wie in einer zivilen Arztpraxis auch trifft sie als Sanitätsunteroffizier – quasi militärische Arzthelferin – alle Vorbereitungen, damit der Arzt im Behandlungszimmer optimal tätig werden kann.

Arzthelferin Stabsunteroffizier Sirka H.

Arzthelferin Stabsunteroffizier Sirka H. (Quelle: Roger de Castro)Größere Abbildung anzeigen

Sirka H. trat, nachdem sie ihre Ausbildung zur Arzthelferin abgeschlossen hatte, in die Bundeswehr ein. Mit ihrer Ausbildung in der Tasche und nach einigen Gesprächen mit Freunden stand für sie der Entschluss, in den Sanitätsdienst der Bundeswehr zu wechseln, fest. „ Meine Cousine ist Oberfeldwebel beim Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich. Durch Gespräche mit ihr habe ich einiges über den Dienst als Soldatin erfahren und sie hat schließlich auch mein Interesse, zur Bundeswehr zu gehen, geweckt. Der nächste Schritt war dann ein persönliches Gespräch mit dem Wehrdienstberater an meinem Wohnort. Nach dem Gespräch habe ich direkt mit seiner Hilfe die Bewerbungsunterlagen ausgefüllt und mich als Zeitsoldat auf acht Jahre beworben“.

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Einladung zur Eignungsfeststellung

Kurze Zeit später bekam H. Post vom Zentrum für Nachwuchsgewinnung West in Düsseldorf. Sie wurde zur Eignungsfeststellung eingeladen. „In dem Einladungsschreiben wurde alles gut erklärt. Beim Zentrum wurden wir am ersten Tag der insgesamt dreitägigen Eignungsfeststellung auf die Unterkünfte verteilt. Danach wurden wir ärztlich untersucht – im Prinzip ein Komplettcheck analog der Musterungsuntersuchung und umfangreiche Tests am Computer. Am zweiten Tag folgte dann ein umfangreicher Sporttest. Am letzten Tag wurden Gespräche geführt und man bekam seine Einplanung, dass heißt, uns wurde die Einheit genannt, wo wir eingesetzt werden sollten", erklärt H.

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Sirka H. legt Hand an den Patienten

Sirka H. legt Hand an den Patienten (Quelle: Roger de Castro)Größere Abbildung anzeigen

Tätigkeit als Arzthelferin

Nach bestandener Grundausbildung bei einem Sanitätsregiment in Hamm wurde H. nach einer kurzen Verwendung beim Jagdbombergeschwader 31 zum Fachsanitätszentrum nach Köln-Wahn versetzt. „Die fachliche Tätigkeit als Arzthelferin unterscheidet sich grundsätzlich nicht von meiner zivil erlernten Tätigkeit. Ich terminiere Patienten, gebe nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt Medikamente aus, lege Infusionen oder nehme Blut ab – alles wie man es von Zivilärzten auch kennt. Meine Patienten tragen halt Uniform. Der entscheidende Unterschied ist, dass ich neben meinem Fachtätigkeit auch Soldat bin, da gehört dann eben auch die militärische Aus- und Weiterbildung wie Schießen, Marsch oder ABC/Se-Ausbildung dazu und ich empfinde gerade das als willkommene Abwechslung zum täglichen Routinedienst", erklärt Stabsunteroffizier H.

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Spritzen setzen - Kein Problem für die gelernte Arzthelferin

Spritzen setzen - Kein Problem für die gelernte Arzthelferin (Quelle: Roger de Castro)Größere Abbildung anzeigen

Eine Menge Verantwortung

Auch die körperliche Leistungsfähigkeit ist für H. ein wichtiges Thema. Neben dem dienstlichen Sportangebot hält sich die Mutter einer zweijährigen Tochter in ihrer Freizeit mit Fußball spielen, Leichtathletik und Volleyball fit. Stabsunteroffizier H. sind in ihrem Behandlungszimmer vier Mannschaftsdienstgrade unterstellt, die sie ausbildet und in die verschiedenen Tätigkeiten einweist. „Die Ausbildung meiner Soldaten macht mir sehr viel Spaß. Ich bleibe so auch immer aktuell im Stoff und weiß nach der Ausbildung, dass der Laden läuft", erklärt H.
Sirka H. gefällt es sogar so gut in ihrer Funktion, dass sie schon darüber nachdenkt, länger bei der Bundeswehr zu bleiben: “Ich werde versuchen, zum Feldwebel im Sanitätsdienst übernommen zu werden und kann mir dann auch vorstellen, einen Antrag auf Übernahme zum Berufssoldaten zu stellen.“

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Roger de Castro


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