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Alles richtig gemacht

Köln-Wahn, 28.02.2011.
Hauptfeldwebel Peer Kirsten arbeitet als Luftfahrzeugmechanikermeister in der Wartungs- und Instandsetzungsstaffel A-310 der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung in Köln-Wahn. Rund um die Uhr im Einsatz tragen Soldaten wie er dafür Sorge, dass der Flugbetrieb der Flugbereitschaft jederzeit einsatzbereit ist.

Hauptfeldwebel Kirsten an Bord des Airbus A310

Hauptfeldwebel Kirsten an Bord des Airbus A310 (Quelle: Luftwaffe/Larissa Funke)Größere Abbildung anzeigen

Hauptfeldwebel Kirsten repariert, schraubt, installiert und dokumentiert alles, was in Zusammenhang mit dem Airbus A-310 und seiner konkreten Tätigkeit im Bereich Maschinenbau anfällt.
Und es gibt auch genug zu tun: Ein Passagierflugzeug besteht aus tausenden von Einzelteilen und das Zusammenspiel der Komponenten muss immerwieder überprüft und sichergestellt werden. Dazu bedarf es eines Spezialisten. Kirsten ist einer von ihnen.

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Kirsten in seinem Metier

Kirsten in seinem Metier (Quelle: Luftwaffe/Larissa Funke)Größere Abbildung anzeigen

Ein Mann für alle Fälle

Hauptfeldwebel Kirsten deckt praktisch alle Bereiche der Wartungs- und Inspektionsarbeiten am Airbus A-310 ab. Viele seiner Fachaufgaben, wie das Durchführen einer Vorflug- Zwischenflug- und Nachfluginspektion, sind vordefiniert, damit er bei der Vielzahl von Einzelteilen nur noch die entsprechenden Wartungsintervalle im Auge behalten muss.
So hangelt er sich von einer Checkliste zur nächsten und kann sicher sein, alle notwendigen Arbeiten am Airbus richtig ausgeführt zu haben. Nichtsdestotrotz muss er auch ein Auge für alles haben, was er dort jeweils repariert, denn eine Liste nimmt ihm per se keine Verantwortung ab. Alle Handgriffe, die er tätigt oder tätigen lässt, erfordern seine Kompetenz als Meister: Viereinhalb Jahre Ausbildung hat er hinter sich, um sich diese Kompetenz und die Kenntnisse über die vielfältigen Arbeitsbereich an einem Airbus anzueignen. Bei der Auswahl der Ersatzeile orientiert er sich an den Richtlinien der Lufthansa: Zubehör sowie elektronische Geräte zur Abarbeitung seiner Checklisten werden über die Lufthansa Aktiengesellschaft bestellt, denn die Lufthansa Technik arbeitet – technisch gesehen – mit den gleichen Maschinen wie die Luftwaffe, nur dass letztere für ihren speziellen militärischen Einsatz eine bestimmte Spezialisierung in verschiedenen Rüstvarianten erfahren. Dass heißt im Kern nichts anderes, als dass Kirsten ohne weiteres auch bei der Lufthansa arbeiten könnte.

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Der Arbeitsplatz unseres Protagonisten: Ein VIP Airbus

Der Arbeitsplatz unseres Protagonisten (Quelle: Luftwaffe/Larissa Funke)Größere Abbildung anzeigen

Arbeiten im Team

Kirsten trägt die volle Verantwortung für das, was er im Rahmen der Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an luftfahrzeugtechnischen Veränderungen an- und umsetzt. Sein Beruf verlangt ein hohes Maß an Konzentration, Fingerspitzengefühl und Abstraktionsvermögen. Schon der kleinste Fehler kann schwerwiegende Folgen haben.
Damit die Flugbereitschaft BMVg rund um die Uhr einsatzbereit ist, arbeiten die Mechanikern auch rund um die Uhr – in der Wartungs- und Instandsetzungsstaffel A-310 der Flugbereitschaft BMVg wird im Drei-Schichtbetrieb gearbeitet, sowie am Wochenende und Feiertagen. Auch Bereitschaftszeiten zum kurzfristigen Einsatz des MedEvac-Airbus bei Notfällen gehören dazu. Nichtsdestotrotz gibt es feste Termine: Ein wichtiger Tagespunkt ist die morgendliche Besprechung mit dem gesamten Personal der Staffel. Hierbei werden die Tagesaufgaben festgelegt und das verfügbare Personal auf die Maschinen eingeteilt. Und hin und wieder fällt dabei auch eine Tätigkeit ab, die aus dem Rahmen fällt: Neben den alltäglichen Fachaufgaben die Begleitung der A-310 als mitfliegender Techniker.

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Vielfältige Berufsalternativen in Köln -Wahn: Die Flugbereitschaft und ihr Standort sind ein Mikrokosmos in sich

Vielfältige Berufsalternativen in Köln -Wahn (Quelle: Luftwaffe/Norbert Thomas)Größere Abbildung anzeigen

Immer das Ziel im Auge behalten

Die Vita von Hauptfeldwebel Kirsten trägt schon eine gewisse Ironie in sich. Ursprünglich wollte der Berufsschüler Peer Kirsten - damals noch Industriemechaniker im dritten Lehrjahr - im Kreiswehrersatzamt nachfragen, wann er denn mit einer Einberufung rechnen könne: Alle Mitschüler seiner Klasse waren bereits gemustert – nur Peer Kirsten nicht. Die Lösung des Problems entpuppte sich als Missgeschick der Behörde, die den jungen Mann versehentlich als Kirsten Peer in ihrem Datenbestand geführt hatte. Und unter dieser Voraussetzung wäre wahrscheinlich nie Post vom Kreiswehrersatzamt bei dem jungen Mann - respektive jungen Frau - angekommen.
Ungewöhnlich ging die Karriere unseres Protagonisten dann auch weiter: Zunächst wurde er als Grundwehrdienstleistender und Funker bei der Teilstreitkraft Heer eingesetzt und machte als Soldat in einer Wartung - konkret einer Instandsetzungskompanie beim Heer - mehrere Führerscheine, unter anderem auch für die Panzerhaubitze 2000.
Nachdem sich eine Erstbewerbung beim Heer nicht realisieren ließ, wandte sich Kirsten wieder im Kreiswehrersatzamt an den Wehrdienstberater, der ihm den Tipp gab, sich als Wiedereinsteller für die Flugbereitschaft BMVg bei der Luftwaffe zu bewerben: Das ließ sich Kirsten nicht zweimal sagen, denn für den in Leverkusen aufgewachsenen Industriemechaniker Kirsten lag Köln-Wahn nicht nur räumlich, sondern auch fachlich in seinem Metier. Nach bestandenem Test im Zentrum für Nachwuchsgewinnung wurde Kirsten mit dem Dienstrad Stabsunteroffizier bei der Luftwaffe eingestellt und schlug die Feldwebellaufbahn ein. Heute ist er Berufsoldat und befindet sich gerade in der Vorbereitung zur Ausbildung zum „Freigabeberechtigten“ am AIRBUS A-310, was einem Nachprüfer in den anderen fliegenden Verbänden der Luftwaffe vergleichbar ist.Ergo: Bis heute hat er beruflich alles richtig gemacht.

 

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Boris Kinetz, Norbert Thomas


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