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Sehen und gesehen werden

Visselhövede, 05.04.2011.
Mit dem Liebsten in Afghanistan zu telefonieren, ist schon lange kein Problem mehr. Doch die Möglichkeit der Videotelefonie eröffnet ganz neue Dimensionen. Oberfeldwebel Christian Frey vom Führungsunterstützungsbataillon (FüUstgBtl) 285 in Visselhövede ist verantwortlich für die Videokonferenzanlage (VKA) der Bundeswehr und bringt damit die Soldaten im Einsatz ihren Angehörigen zu Hause ein kleines Stückchen näher.

Oberfeldwebel Frey an seiner mobilen Arbeitsstation

Oberfeldwebel Frey an seiner mobilen Arbeitsstation (Quelle: Luftwaffe/Hendrik Niermann)Größere Abbildung anzeigen

Das Problem mit der Kommunikation nach Hause kennen die meisten Soldaten, die sich im Einsatz befinden. Entweder man schreibt einen Brief oder man nutzt die Möglichkeit eines Telefonanrufes. Zu sehen bekam man seinen Gegenüber bisher allerdings nicht. Mit der VKA können die Soldaten über eine verschlüsselte Videoverbindung zu ihren Angehörigen und Freunden Kontakt aufnehmen, sich dabei in die Augen sehen und so die Distanz zwischen Einsatzland und Heimat zumindest gefühlt überbrücken.

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Die erste telefonische Verbindung dank kleinster Technik ist vor allem für Patrouillenfahrten im Einsatz wichtig

Die erste telefonische Verbindung (Quelle: Luftwaffe/Hendrik Niermann)Größere Abbildung anzeigen

Stabile Verbindung in den Einsatz

Oberfeldwebel Christian Frey ist der verantwortliche Ansprechpartner, wenn es heißt, es wird eine Videokonferenz benötigt. Als IT-Administrator für das System Satellitenkommunikation Einzelkanal (SATCOM EK) sorgt er für eine stabile Bewegtbildverbindung in die Einsatzgebiete. Die Resonanz auf seine Arbeit ist durchweg positiv: Immer, wenn er an Tagen der offenen Tür oder Veranstaltungen für Angehörige der Soldaten im Einsatz teilnimmt und eine Videoverbindung möglich macht, blickt er hinterher in glückliche und zufriedene Gesichter. „Wir bieten den Angehörigen die Möglichkeit zu sehen, dass es den Soldaten im Einsatz auch wirklich gut geht“, so Frey. Obwohl schon so manche Träne geflossen ist … mit seinen Videokonferenzen sorgt er immer auch für Begeisterung und Dankbarkeit bei den Beteiligten.

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Die mobile Variante der VKA

Die mobile Variante der VKA (Quelle: Luftwaffe/Hendrik Niermann)Größere Abbildung anzeigen

In der freien Wirtschaft nutzbar

Kontakt zur Bundeswehr hatte Oberfeldwebel Frey schon bevor er Soldat wurde. Ein Bekannter machte ihn auf die Möglichkeit einer zivilen Ausbildung bei der Bundeswehr im Bundeswehrdepot Weener aufmerksam. Kurz vor Abschluss dieser Ausbildung zum Energieelektroniker Fachrichtung Betriebstechnik ließ er sich durch einen Wehrdienstberater auf die Stelle als IT-Systemadministrator vermitteln. Nach erfolgreicher Ausbildung und zahlreichen Lehrgängen ist er nun IT-Administrator für die SATCOM EK und betreut die VKA der Bundeswehr. Die Lehrgänge und die Ausbildung sind nicht nur innerhalb der Bundeswehr, sondern auch zivil anerkannt und somit für eine spätere Laufbahn in der freien Wirtschaft bestens nutzbar.

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Stets gut gelaunt

Stets gut gelaunt (Quelle: Luftwaffe/Hendrik Niermann)Größere Abbildung anzeigen

Freudestrahlende Gesichter

In seiner Freizeit treibt der 28-jährige viel Sport. Neben Schwimmen, Laufen und dem wöchentlichen Training im Kraftraum widmet er sich seit neustem einer anderen Sportart: Dem Boxen. Und nicht nur hier zeigt er besonderen Ehrgeiz. Getreu seinem Lebensmotto „Ganz oder gar nicht“, versucht Frey sowohl privat wie auch in seinem Beruf alles zu geben. Denn er erfährt immer wieder, wofür sich das lohnt: Glänzende Augen der Angehörigen nach einer Videokonferenz mit ihren Liebsten im Einsatz.

 

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Hendrik Niermann


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