Flugsicherung
Im Januar 2000 begann Oberleutnant Alexander Weber seine Bundeswehrkarriere im Jagdgeschwader 74 bei der Luftwaffe. Als der damalige Stabsunteroffizier während eines Auslandskommandos in Goose Bay / Kanada den örtlichen Tower besucht, war für ihn klar: Er wollte Flugsicherungsoffizier werden.
„Den nehm` ich noch davor“, sagt Hauptmann Thomas Brückner zu seinem Kameraden im Tower. Brückner ist heute der A-Lotse und er gibt damit die Landereihenfolge auf dem Platz in Wunstorf bei Hannover vor.
„Schon im Alter von fünf oder sechs Jahren begann ich mein Hobby, den Flugmodellbau, auszuüben. Mein Vater war „Spieß“ in einer Radarführungskompanie und mein Onkel war Jägerleitoffizier, ebenfalls bei der Luftwaffe. Mein Hobby, meine Verwandtschaft sowie ein Zufall ließen keinen anderen Schluss zu, als militärischer Flugverkehrskontrolloffizier zu werden...“
Oberleutnant Michael Fritzsche sitzt an seinem Arbeitsplatz im Kontrollturm und überblickt das gesamte Flugfeld. Über Funk melden sich zwei Luftfahrzeuge vom Typ Tornado, die sich am Anfang der Startbahn befinden. Oberleutnant Fritzsche prüft kurz ihren Standort, dann erteilt er die Starterlaubnis. Die beiden Tornados starten, heben ab und sind schon bald nur noch als kleine Punkte am Horizont zu sehen. Oberleutnant Fritzsche ist Militärischer Flugverkehrskontrolloffizier am deutschen Luftwaffenstandort in Decimomannu/Sardinien in Italien.
Das „Follow-Me“ Auto möchte noch schnell die Piste kreuzen. Eine Formation Tornados steht abflugbereit auf der Startbahn. Ein Iljushin 76-Transportflugzeug meldet sich zeitgleich im Endanflug zur Landung auf den Flugplatz Trollenhagen. Jetzt muss es schnell gehen, bis es heißt „Cleared for Take off“.
Hauptmann Thomas Schuh ist Lehroffizier für den Flugverkehrskontrolldienst der Bundeswehr an der Technischen Schule der Luftwaffe 1 in Kaufbeuren. Er ist Ausbilder für einen der verantwortungsvollsten Berufe, die es bei der Luftwaffe und auch auf jedem Flugplatz gibt.
Als sich Hauptmann Udo Weißflog während seines letzten Abiturschuljahres 1997 bei der Bundeswehr für den „Fliegerischen Dienst“ beworben hat, konnte er sich nicht vorstellen, einmal auf einem Tower oder am Radarschirm zu sitzen und den Piloten Anweisungen zu erteilen. Doch es sollte anders kommen…