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„Missile Away“

Kreta, Griechenland, 27.10.2011.
Der Donner einer startenden Patriot-Rakete hallt von den Bergen auf der Halbinsel Akrotiri wider. Mit einem hellen Feuerschweif rast der rote Lenkflugkörper mit Überschallgeschwindigkeit in den blauen Himmel:

Patriot-Rakete beim Start

Patriot-Rakete beim Start (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Das Flugabwehrraketengeschwader 1 aus dem Norden Schleswig Holsteins hat beim alljährlich stattfindenden Taktischen Schießen auf der griechischen Insel Kreta mit Professionalität und Engagement seine ausgesprochene Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.

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Patriot-Staffel wird in Stellung gebracht

Patriot-Staffel wird in Stellung gebracht (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Bilaterales Schießen

Besondere Aufmerksamkeit schenkte das Geschwader in diesem Jahr auch der Integration von zehn niederländischen Patriot-Soldaten. Sie wurden in die Bravo-Staffel eingegliedert und konnten in der deutschen Einheit im Feuerleit- und Abschussbereich ihr eigenes Taktisches Schießen vorbereiten und durchführen. Welch Bedeutung dieses multinationale Schießens für die niederländischen Streitkräfte hat, unterstrich der Besuch des niederländischen Luftwaffeninspekteurs Lieutant General (Generalleutnant) Jac Jansen auf der kretanischen Halbinsel, der sich persönlich von den Leistungen seiner Soldaten überzeugte.

Niederländische Soldaten im Bild

Niederländische Soldaten im Bild (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Das alles reibungslos funktionierte, begründet der niederländische Chef wie folgt (frei übersetzt): „Im Vorgriff auf das Schießen haben wir drei Wochen in Husum trainiert. Die dabei entstandenen Kontakte und Erfahrungen haben einen wertvollen Beitrag für das erfolgreiche Schießen hier geleistet“, wobei er sich ausdrücklich für die Kameradschaft der deutschen Seite bedankte und dabei unterstrich, dass die im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten Erkenntnisse auch für die niederländische Seite von großem Wert sind.

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Abschuß einer Stinger-Rakete

Abschuß einer Stinger-Rakete (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Stinger schützt Patriot

Und dazu bekam der niederländische General auch ausreichend Gelegenheit: In diesem Jahr wurde zudem der Schutz von Patriot-Staffeln während der Verlegung von der Theorie in die Praxis umgesetzt. Ein Kontingent von 30 Soldaten aus dem Objektschutzregiment Luftwaffe, ausgerüstet mit der Luftabwehrrakete Stinger, schützte die FlaRak-Staffeln während des Anmarsches und auch während des Zeitraums, wo diese ihre Gerätschaften in die Stellung einbrachtenwirkungsvoll vor tief anfliegenden Drohnen.

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Gedenken an getötete Kameraden: Geschwaderkommodore Oberstleutnant Ellermann und zwei Kameraden verlesen die 42 Namen der verunglückten Soldaten am HAWK-Ehrenmal

Gedenken an getötete Kameraden (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Stilles Gedenken

Am Abend des ersten Schießtages gedachten die Angehörigen des Flugabwehrgeschwaders 1 „Schleswig Holstein“ am Hawk-Ehrenmal auf der NAMFI-Schießbahn den 42 Opfern des ehemaligen Flugabwehrraketenbataillons 39 sowie des Lufttransportgeschwaders 63, die 1975 beim Anflug auf Kreta mit einer Transall C-160 abstürzten und ums Leben kamen. Mit dem Verlesen aller 42 Namen und einer Kranzniederlegung durch den Divisionskommandeur und den Husumer Kommodore wahrten sie das Andenken an diese Tragödie.

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Drohnenstart

Drohnenstart (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Schießen immer wieder ein Erlebnis

Auch der Kommandeur der 4. Luftwaffendivision, Generalmajor Volker Zimmer, war dem Schießenden Kommando auf Kreta zugegen und ließ sich unter anderem - nach Ausführungen von Dipl.- Ing. Günter Schaub der Firma Cassidian - die Wirkungsweiße der Zieldarstellungdrohnen für das jeweilige Schießen erläutern.

Patriot-Rakete beim Start

Patriot-Rakete beim Start (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Schließlich darf auch die Politik nicht fehlen: Bürgermeister Werner Klingebiel aus Stadum, einer Gemeinde, in der die FlaRak beheimatet ist, war als Gast des Schießkommandos Beobachter der Szenerie. „Ich war tief beeindruckt, mit welcher Disziplin und Präzision der gesamte Ablauf durchgeführt wurde. Für einen Außenstehenden ist es schon ein Erlebnis, die Wirkung eines solchen Waffensystems live zu erleben.“ gestand Klingebiel nach dem Schießen.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Steffen Göllnitz


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