ISAF - International Security Assitance Force
Die Luftwaffe beteiligt sich an der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) mit dem Strategischen Lufttransportstützpunkt Termez/Usbekistan (Strat LTStp Termez) und dem Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif (EinsG MeS) im Norden Afghanistans.

Beide Verbände sind Bestandteil des Deutschen ISAF-Einsatzkontingentes mit Sitz in Mazar-e Sharif. Das Kontingent ist auch zuständig für die Führung von fünf Regionalen Aufbauteams (PRT - Provinical Reconstruction Team) im Norden Afghanistans. Damit das gesamte ISAF-Kontingent der Bundeswehr versorgt und Personalwechsel vorgenommen werden können, fliegt die Luftwaffe überwiegend mit Airbus A-310 von Deutschland nach Termez. Von dort erfolgt der Weitertransport mit acht Transall C-160D des Einsatzgeschwaders Mazar-e Sharif, die speziell mit Selbstschutzeinrichtungen ausgestattet sind, nach Kabul, Kunduz, Mazar-e Sharif sowie gelegentlich nach Bagram und Herat.
Seit Beginn der Flüge am 27. Dezember 2001, flog die Luftwaffe im Rahmen von ISAF:
| 48.471 | Flugstunden |
|---|---|
| 58.411 | Tonnen Material |
| 659.016 | Passagiere |
Am 22. September 2010 hat Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg in Absprache und in voller Übereinstimmung mit Außenminister Guido Westerwelle entschieden, die beim Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif stationierten Aufklärungs-Tornados aus Afghanistan abzuziehen. Planmäßig sind die Recce-Tornados der Luftwaffe am Dienstag den 30. November 2010 nach rund dreieinhalbjährigem Einsatz in Afghanistan ins winterliche Jagel/Schleswig-Holstein zu ihrem Heimatverband dem Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ zurückgekehrt. Die deutschen Aufklärungs-Tornados waren in den vergangenen Jahren nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ eines der über ganz Afghanistan eingesetzten wesentlichen Aufklärungsmittel der International Security Assistance Force (ISAF).





