Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Luftwaffe leistet 17.000 Stunden Flüchtlingshilfe in Rostock

Luftwaffe leistet 17.000 Stunden Flüchtlingshilfe in Rostock

Bad Sülze, 07.03.2016.
Die Flugabwehrraketengruppe 24 unterstützte die Hansestadt Rostock von Beginn an bei der Flüchtlingshilfe. Dadurch sind inzwischen knapp 17.000 Arbeitsstunden zusammengekommen. Die Soldaten aus Bad Sülze werden überwiegend in den Notunterkünften der Hansestadt Rostock eingesetzt.

Schraube für Schraube, Bett für Bett. In mühevoller Kleinarbeit bauen die Soldaten die Notunterkünfte auf.

Schraube für Schraube, Bett für Bett. In mühevoller Kleinarbeit bauen die Soldaten die Notunterkünfte auf. (Quelle: Luftwaffe/Steffen Zilling)Größere Abbildung anzeigen

Die Flüchtlingsproblematik ist seit mehreren Monaten präsent. Seitdem die Bundesregierung den Einsatz der Bundeswehr beschlossen hatte, beteiligte sich die Flugabwehrraketengruppe 24 (FlaRakGrp 24) aus Bad Sülze aktiv an der Flüchtlingshilfe. Um den Personaleinsatz und alle Maßnahmen zu koordinieren, wurde eigens ein Lagezentrum eingerichtet. Das arbeitet eng mit dem Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern und den Verantwortlichen der Stadt Rostock zusammen.

Abhängig von der Flüchtlingszahl werden die Soldaten der FlaRakGrp 24 im Schichtbetrieb eingesetzt. Derzeit gibt es Zehn-Stunden-Dienste. Anfangs waren die Soldaten an sieben Tagen, 24 Stunden im Schichtdienst. Wenn es die Umstände erfordern, kann der Dienst auch wieder aufgestockt werden. Allein im Bereich der Hansestadt Rostock haben die Soldaten inzwischen knapp 17.000 Stunden Flüchtlingshilfe geleistet. Die Helfer in Uniform zeigen den Schutzsuchenden die nächste Steckdose, unterstützen das Deutsche Rote Kreuz zum Beispiel bei der Essensausgabe und richten Unterkünfte ein. Dadurch, dass immer Ansprechpartner vor Ort sind, gibt es auch deutlich weniger Konflikte in den Unterkünften.

Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 24 mit dem Fachberater Flüchtlingsangelegenheiten vom LKdo MV Oberstleutnant Helge S.

Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 24 mit dem Fachberater Flüchtlingsangelegenheiten vom LKdo MV Oberstleutnant Helge S. (Quelle: Luftwaffe/Lars Koch)Größere Abbildung anzeigen

Parallel zum Einsatz bei den Flüchtlingen, geht der normale Dienstbetrieb in der FlaRakGrp 24 weiter. Deshalb müssen verschiedene Aufgaben durch die Kameraden in Bad Sülze aufgefangen werden. Das bringt die Flugabwehrraketengruppe aber nicht an ihre Grenzen.

Neben der Arbeit in den Notunterkünften der Hansestadt Rostock sind einzelne Soldaten auch andernorts eingesetzt. Beispielsweise beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg, um bei der Registrierung der ankommenden Flüchtlinge zu helfen. Aber auch in Passau wurden FlaRak-Soldaten als Fahrer von Bundeswehrbussen von September 2015 bis Januar 2016 eingesetzt. So summiert sich der Arbeitseinsatz der FlaRakGrp 24 jetzt bereits auf rund 30.000 Stunden.

„Viele Hände – schnelles Ende.“ Das altbewährte Sprichwort bewährt sich immer wieder.

„Viele Hände – schnelles Ende.“ Das altbewährte Sprichwort bewährt sich immer wieder. (Quelle: Luftwaffe/Steffen Zilling)Größere Abbildung anzeigen

Die Hansestadt Rostock ist zwar die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, stößt bei der Flüchtlingsbetreuung aber mittlerweile an ihre Grenzen. Darum wurde die organisatorische und logistische Unterstützung der Flugabwehrraketengruppe 24 angefordert. Die Bad Sülzener Truppe ist vor Ort sehr willkommen. Die Patriot-Soldaten unterstützen ihre Region gern und sind mit dem Herzen bei der Sache. Denn ungeachtet der derzeitigen Diskussionen in den Medien zu dem Thema, stehen Menschen „vor der Tür“, die Hilfe brauchen. Soweit es notwendig und machbar ist, werden die Soldaten der FlaRakGrp 24 auch weiterhin Hilfe leisten. Getreu dem Motto des Kommandeurs des Landeskommando M-V, General Munzlinger: „Wir dienen Deutschland – besonders gerne in Mecklenburg-Vorpommern“.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 07.03.16 | Autor: Lars Koch


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7CA7TA2S421DIBR