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MedEvac transportiert libysche Verletzte nach Deutschland

Köln-Wahn, 18.10.2011.
Sie wurden im Kampf um die Freiheit verwundet und verletzt: 39 schwerverletzte Libyer wurden am 18. Oktober 2011 mit einem Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe zum militärischen Teil des Flughafen Köln-Bonn geflogen. Ihre weitere Versorgung wird in den Krankenhäusern der Bundeswehr sichergestellt.

Die Patienten werden in Großraumkrankenwagen gebracht

Die Patienten werden in Großraumkrankenwagen gebracht (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Die Verletzten und Verwundeten wurden am 18. Oktober 2011 aus Tunesien, einem Nachbarland Libyens, mit einem Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe abgeholt. Die speziell für den Kranken- und Verwundetentransport konzipierte Maschine brachte die Hilfsbedürftigen in den rund 2.000 Kilometer entfernten militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn. Der Airbus hält in dieser MedEvac-Konfiguration sechs Patiententransporteinheiten (PTE) zur Versorgung von Intensivpatienten und 38 Patientenliegeplätze (PLP) für weniger lebensbedrohliche Verletzungen bereit. Daneben verfügt er über umfangreiches medizinisches Gerät, dass in Ausstattung und Stand einer Intensivstation ähnelt.

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Die Transall C-160 bringt die Verletzten nach Berlin

Die Transall C-160 bringt die Verletzten nach Berlin (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Die strategische Rettungskette der Luftwaffe greift

Von Köln aus wurden die Patienten in verschiedene Bundeswehrkrankenhäuser überführt. Der Airbus A310 MedEvac brachte einige Patienten nach der Landung in Köln direkt weiter nach Hamburg, wo ihre Weiterbehandlung in den Bundeswehrkrankenhäusern Westerstede und Hamburg sichergestellt wird. Eine Transportmaschine Transall C-160 startete mit dem Zielort Berlin. Im Laderaum dieses Flugzeugs wurden drei Schwerverletzte -bei Ihnen war eine durchgehende Intensivbehandlung erforderlich- auf Patienten-Transport-Einheiten sog. PTEs und weitere Verletzte auf Tragen, zum dortigen Bundeswehrkrankenhaus transportiert. Ferner wurden hilfsbedürftige Libyer mit einem Hubschrauber vom Typ CH-53 in das Bundeswehrkrankenhaus Ulm geflogen. Die übrigen Patienten beförderte man mit zivilen Großraumkrankenwagen des „Feuerwehr und Katastrophenschutzes Rheinland-Pfalz“ zur medizinischen Weiterbehandlung in das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz.

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Bild für die Zukunft? Minister Rösler hat weitere Hilfe zugesagt

Bild für die Zukunft? Minister Rösler hat weitere Hilfe zugesagt (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Weiter Unterstützung geplant

Hintergrund dieser Hilfsaktion war die Zusicherung der Bundesregierung gegenüber dem „Libyschen Nationalen Übergangsrat“ bei der Versorgung Verwundeter und Verletzter zu unterstützen. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hatte die Unterstützung bei seinem Besuch in Tripolis vergangenen Donnerstag angekündigt. Insgesamt will man 150 Menschen versorgen. Der Schwerpunkt der Behandlungen wird auf der Behandlung von Splitter-, Schuss- und Amputationsverletzungen liegen. Diese Schädigungen können in Deutschland besonderes gut weiterbehandelt werden.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Timo Braam


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