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Der Job, der Kommunikation schafft

Penzing, 20.10.2011.
Hauptfeldwebel Hans-Christian Renner arbeitet als Netzwerk-Administrations-Feldwebel in der Teileinheit Fernmelde-Instandsetzung der Versorgungsstaffel der Flugabwehrraketengruppe 22 auf dem Fliegerhorst in Penzing. Er ist verantwortlich für die Sicherstellung der materiellen Einsatzbereitschaft des Fernmelde-Gerätes des PATRIOT-Verbandes. Für den Einsatz des Luftverteidigungssystems sind die telefonischen und datentechnischen Verbindungen zwischen den zahlreichen Einzel-Komponenten von elementarer Bedeutung.

Renner gibt Daten in den Konfigurationsrechner ein

Renner gibt Daten in den Konfigurationsrechner ein (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Hauptfeldwebel Renner ist ständiger Begleiter und stets in Bereitschaft, wenn das PATRIOT-System im Einsatz ist. Er sitzt entspannt und aufmerksam auf seinem Stuhl in einer Fernmeldekabine, als ihn die Information erreicht, dass der Kommandeur in seiner mobilen Führungskomponente durch Ausfall von Kommunikationsverbindungen seinen unterstellten Bereich nur eingeschränkt leiten kann. Mit ruhigen und sicheren Handgriffen legt er seine Ausrüstung an, nimmt seine Waffe auf und greift den Reparatur- und Messwerkzeugkoffer. In seinem Gesicht kann man ablesen, dass Hauptfeldwebel Renner in Gedanken schon die ersten Fehleranalysen betreibt. Konzentriert und eiligen Schrittes macht er sich auf den Weg zur Störungsstelle.

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Renner ersetzt Bauelemente auf einer Systemplatine

Renner ersetzt Bauelemente auf einer Systemplatine (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Abwechslungsreicher Alltag

Hauptfeldwebel Renners Hauptaufgaben im täglichen, allgemeinen Dienstbetrieb sind die regelmäßigen Überprüfungen und Materialinstandhaltungsmaßnahmen aller Kommunikationsmittel sowie bei Notwendigkeit deren Instandsetzung und Reparatur. Dafür nutzt er modernste digitale Messgeräte und spezielle, auf die Systeme abgestimmte Computer. Seine Arbeit an der Technik wird durch sportliche und allgemeinmilitärische Aus- und Weiterbildung abgerundet.

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Renner beim Aufbau der Antennenmastgruppe

Renner beim Aufbau der Antennenmastgruppe (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Über den Horizont hinaus

Das Besondere an seinem Beruf beschreibt Renner mit folgenden Worten: „Jeden Tag was Neues erleben, kein Tag ist wie der andere.“ Durch die Mannigfaltigkeit der ihm unterstellten Soldaten mit ihren ganz eigenen Persönlichkeiten ist jeder Tag eine neue Herausforderung. Das Team arbeitet Hand in Hand, ohne ihn und seine Kameraden würde die Funktionalität des Luftverteidigungssystems PATRIOT in Frage gestellt. Ohne Kommunikation in der heutigen Welt gelingt ein Job nur unzureichend. Das Schöne und Interessante ist aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Teileinheiten. Wie muss der Generator richtig eingeschaltet werden, damit der Netzwerkadministrator den Strom für seine Netzwerke bereit gestellt bekommt. Des weiteren trifft Hauptfeldwebel Renner bei Übungen auf andere Einheiten der Bundeswehr und auch im internationalen Rahmen auf die Bündnispartner der vereinten Streitkräfte. Bei dieser Zusammenarbeit ist der Erfahrungsaustausch eine wertvolle Quelle für die eigene Arbeit.

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Renner in der Freizeit beim Beach-Volleyball spielen

Renner in der Freizeit beim Beach-Volleyball spielen (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Der private Hauptfeldwebel Renner

Hans-Christian Renners Interessen liegen im Bereich der Computer und, wie könnte es anders sein, natürlich in der Verbindung und Vernetzung dieser. Die Verknüpfung von Beruf und Hobby ist für ihn ein in Erfüllung gegangener Traum. Aber auch der aktive Part seiner Freizeit hat einen hohen Stellenwert. Seine Leidenschaft gilt hier dem Beach-Volleyball und Motorsport. Er ist ledig und hat auch noch keine Kinder.

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Renner testet eine Fernmeldeverbindung

Renner testet eine Fernmeldeverbindung (Quelle: Luftwaffe/Steffen Göllnitz)Größere Abbildung anzeigen

Die Karriere vom Grundwehrdienstleistenden zum Berufssoldaten

Hauptfeldwebel Renner trat direkt nach erfolgreichem Abschluss seines Fachabiturs am 1. November als Grundwehrdienstleistender in die Bundeswehr ein. Seine zweimonatige allgemeine Grundausbildung absolvierte er beim 4. Luftwaffenausbildungsregiment in Pfullendorf. Im Anschluss wurde er bei der 2. Staffel der Flugabwehrraketengruppe 22 als Fernmeldesoldat eingesetzt. Das Interesse an seinem neuen Job war groß. Deshalb verpflichtete sich Hans-Christian Renner im April 2000 als Soldat auf Zeit für vier Jahre. Somit konnte er Unteroffizier werden und besetzte die Stelle des Fernmeldesystemunteroffiziers in seiner Staffel. Dafür wurde er auf den Unteroffizierslehrgang der Luftwaffe nach Appen kommandiert. Im Anschluss erhielt Hauptfeldwebel Renner seine Fachausbildung auf dem Fachlehrgang für Fernmeldsystemunteroffiziere an der Technischen Schule der Luftwaffe 1 in Lagerlechfeld. Für den Einsatz als Unterführer in seiner Teileinheit ist das Fahren von Kraftfahrzeugen notwendig. Die Prüfung für den militärischen Führerschein bestand er 2001. Anschließend erwarb er an der Sportschule der Bundeswehr die Erlaubnis, als Übungsleiter bei der Bundeswehr den Dienstsport zu leiten. Die Übernahme von Verantwortung über Personal und Material, die Freude am Soldatenberuf, ließ Hauptfeldwebel Renner 2002 zum Entschluss kommen, sich auf Soldat auf Zeit für 12 Jahre zu verpflichten und somit Feldwebel werden zu können. Im gleichen Jahr konnte er erfolgreich auf dem Feldwebellehrgang an der Unteroffiziersschule der Luftwaffe in Appen seine Qualifikation nachweisen, als Feldwebel bei der Bundeswehr zu dienen.
Im Oktober 2002 begann für ihn in Leipheim die 21-monatige zivil anerkannte Weiterbildung mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer zum Kommunikationselektroniker Fachrichtung Funktechnik. Nach erfolgreichem Bestehen dieser Ausbildung schloss sich die Fachausbildung zum Netzwerkadministrator-Feldwebel an der Technischen Schule der Luftwaffe 1 im Lechfeld an. Hervorragend ausgebildet übernahm Hauptfeldwebel Renner den Fernmelde-Trupp. Durch die tägliche Arbeit mit Kommunikationsmitteln und deren Vernetzungen und seinem ausgesprochenen Interesse für Computer im Privaten, war eine intensive Verbindung zwischen Beruf und Hobby entstanden. Mit der Bewerbung und in 2008 die Ernennung zum Berufssoldat, konnte er sein Hobby zum Beruf machen.
Ende 2009 wurde er in die Versorgungsstaffel der Flugabwehrraketengruppe 22 versetzt. So kann er auf einer höheren Instandsetzungsebene sein fundiertes Fachwissen und großen Erfahrungsschatz für den PATRIOT- Einsatzverband einbringen. Dieses stellt er auch dieses Mal erneut unter Beweis. Nach kurzer Begutachtung der Störung sind nur wenige Handgriffe von Nöten, um dem Kommandeur melden zu können, dass die Schadstelle instantgesetzt wurde, die volle Führungsfähigkeit hergestellt ist und er den Verband wieder auf allen Kommunikationsebenen befehligen kann. Hauptfeldwebel Renners erklärtes Ziel ist die oberste Stufe der Feldwebellaufbahn zu erreichen: Oberstabsfeldwebel.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Steffen Göllnitz


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