Die letzten Tage sind gezählt
Germersheim, 30.09.2011.
Mittlerweile sind nun schon fast drei Monate vergangen, als Luftwaffe.de zum ersten Mal über Andreas Kleemann berichtet hat. Das Ende der Grundausbildung steht vor der Tür. Mit gemischten Gefühlen verpacken die Rekruten ihre militärische Ausrüstung. „Was erwartet mich in meiner neuen Einheit?“

Kleemann selbst wird zum Standort Siegburg versetzt. „Das wird sicher eine verdammt lange Zugfahrt dorthin, bei so vielen Gedanken die einem durch den Kopf schwirren. Immerhin hatte man sich an seine Kameraden gewöhnt“, so der junge Soldat. „Aber wenigstens wurde unsere Ausrüstung vorab verschickt, so muss ich nicht alles bei mir tragen.“
Der 86. Tag:
8:04 Uhr: Verpacken der Ausrüstung
„Wo soll das alles hin?“
80 Kilogramm militärisches Gepäck! Wie soll man das nur halbwegs geordnet und sortiert verpacken? Dass aber eine „Verlegetasche“ oder auch ein „Seesack“ für jedes Ausrüstungsteil einen Platz bietet, stellten auch Kleemann und seine Kameraden schnell fest. „Das ist ja der Wahnsinn, was da alles rein passt. Wir dachten schon, wir müssten noch einen zusätzlichen Koffer mitnehmen“, so ein Flieger. Und wieder fällt auf, das durch ordentliches falten und Ordnung beim Verpacken das „A und O“ ist.

Der 88. Tag:
8.06 Uhr: Verlassen der Kaserne
„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“
Der Tag der Abschleusung ist da. Jetzt heißt es „Marschbereitschaft“ herstellen und ab zum Bahnhof. Aber vorher wird ein letztes Mal das „Stuben- und Revierreinigen“ kontrolliert. Soll doch für das nächste Quartal wieder alles in einem einwandfreien Zustand sein. Sind restlos alle Sachen verpackt, die Spinde leer, die Betten gemacht? Aber danach heißt es endlich: „Ich melde mich ab“, zur neuen Stammeinheit. Mit gemischten Gefühlen steigen die Rekruten in die bereitstehenden Busse, mit dem Ziel Germersheimer Bahnhof. Die Grundausbildungszeit wird ihnen ja doch ein wenig fehlen. Allerdings freuen sich auch alle um Kleemann auf die künftigen Dienstellen, auch Stammeinheiten genannt.

8:20 Uhr: Einsteigen in den Zug
Abschied nehmen ist schon schwer
Ein letzter Blick auf den Bahnhof, an dem man jeden Freitag nach Hause fuhr und Sonntag wieder ankam, um die neue Woche in der Kaserne anzutreten. Drei Monate mit so einigen Bahnfahrten liegen nun hinter den Rekruten. Für Flieger Kleemann hat das stundenlange sitzen in Zügen nun ein Ende, denn für die nächsten Monate ist er in Siegburg, in der Nähe seiner Heimatstadt eingeplant. „Ich bin froh, dann noch mal wieder in der Nähe meiner Freunde zu sein und Nachts zu Hause in meinem eigenen Bett schlafen zu können“, so Kleemann. Innerhalb der dreimonatigen Grundausbildung haben die Rekruten Kasernenpflicht, müssen somit die Woche über in der Kaserne verweilen.

Wer steckt dahinter?
Die vielen Wochen sind für die Rekruten schneller vorbei gegangen, als sie erwartet hatten. Doch wer steckt eigentlich hinter der Ausbildung der Rekruten? Nahezu wöchentlich berichtete Luftwaffe.de über die allgemeinen Ausbildungsinhalte, erweiterte Ausbildungen in der Krisen- und Konfliktbewältigung oder auch dem Gelöbnis. Die Männer und Frauen im Hintergrund wurden nur selten erwähnt. Durch das Ausbilderteam um „Chef“ Oberleutnant Cliff Ellenberger und „Spieß“ Frank Gehrke wurden die Rekruten um Flieger Kleemann zu Soldaten. Neben den Rechten und Pflichten eines Staatsbürgers in Uniform lernten die jungen Menschen auch Disziplin, Fleiß sowie wichtige militärische Grundkenntnisse. Eine präzise Vorbereitung auf ihre weitere Zeit im „Team Luftwaffe.“ Wir, von Luftwaffe.de, sagen „Danke“ an alle Soldaten der 11. Kompanie des Luftwaffenausbildungsregimentes aus Germersheim für die über Wochen beispielhafte Ausbildung und die kameradschaftliche Unterstützung unseres Teams.






