Im Zeichen des Taurus – Letzter Verschuß erfolgreich
Overberg/Südafrika, 25.11.2011.
Das Qualitätssicherungs- und Systemschießen Taurus 2011 auf der südafrikanischen Luftwaffenbasis Overberg ist erfolgreich zu Ende gegangen. Neben den letzten beiden taktischen Verschüssen Taurus konnten auch einige gemeinsame Einsätze mit dortigen Luftwaffenverbänden geflogen werden.

Zum ersten Mal seit Einführung des Serienlenkflugkörpers Taurus bei der Luftwaffe im Jahre 2005, konnte das System unter Einsatzbedingungen verschossen werden. Insgesamt vier Lenkflugkörper Taurus wurden auf dem Schießstand „Denel Overberg Test Range“ erfolgreich gegen verbunkerte Ziele eingesetzt. Zudem wurde ein Teil der Test's unter taktischen Bedingungen -beispielsweise Ziele mit Vorschädigung und Störfaktoren durch Explosionen im Endanflug simuliert- durchgeführt. Auch wurde die Durchsetzungsfähigkeit des Taurus gegenüber Ein-Mann Boden-Luft Lenkwaffen – sogenannten Man-Pads- überprüft.
Für das Jagdbombergeschwader aus Büchel war der Einsatz auf dem zweitgrößten Kontinent der Welt ein wichtiger Meilenstein zur Fähigkeitsübertragung der “Schnellen Eingreiftruppe“ (NATO Response Forces 2012) und sehr wertvoll für die weitere Nutzung des Flugkörpers durch die Luftwaffe.

Gemeinsame Einsätze
Neben den Schießeinsätzen mit dem Taurus-System konnten in der letzten Woche auch mehrere Missionen mit zwei Staffeln der südafrikanischen Luftwaffe (SAAF) geflogen werden. Mit jeweils sechs Maschinen vom Typ JAS-39 Gripen und HAWK Mk 120 waren die zweite und 85. Fliegende Staffel der „Combat Flying School“, beheimatet auf dem Luftwaffenstützpunkt Makhado im äußersten Norden Südafrikas, eingeflogen. Nach diversen, einführenden Briefings der Fliegenden Besatzungen wurden mehrere gemeinsame Luftkampfeinsätze geflogen. Beide Seiten konnten bei den grundlegenden Luftkampfmanövern sowie den taktischen Luftkampfmissionen (Basic Fighter Maneuvers / Dissimilar Air Combat Tactics) über den jeweils anderen Luftfahrzeugtyp dazulernen und profitieren. Schon bei den vergangenen vier Übungen „Good Hope“ hatte man gemeinsam erfolgreich geübt.

Rücküberführung
Nach Abschluss des Flugbetriebs werden die Maschinen vom technischen Personal des JaboG 33 für die Rücküberführung nach Deutschland vorbereitet. Dies umfasst den Anbau zusätzlicher Außentanks sowie die genaue Prüfung aller Luftfahrzeugsysteme. Die geplante Route wird die drei Tornados über Ascension Island im Südatlantik und Gando auf Gran Canaria wieder zurück zu ihrer Heimatbasis nach Büchel in der Eifel führen. Begleitet werden die Jets von einem Boeing KC-10 Tankflugzeug der amerikanischen Luftwaffe (US Air Force), der das Auftanken in der Luft auf den jeweils rund sechs Stunden dauernden Flügen sicherstellt, begleitet.
Lesen Sie dazu mehr nächste Woche im Abschlussbericht TAURUS.
Bilder
Lenkflugkörper TAURUS auf dem Weg zum Ziel (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenSüdafrikanische und deutsche Piloten beim Mission-Briefing (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenTornado über der Overberg Airbase / Südafrika (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenDeutsche Besatzung erklärt Süfafrikanischen Aircrews das Tor … (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenDeutsche und Südafrikanische Jets nebeneinander (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenTechniker des JaboG 33 mit Campingsitz in südafrikanischen L … (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenJAS-39D Gripen vor startendem Tornado (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenSüdafrikanischer Pilot in seiner Hawk Mk 120 (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenHawk 120 der 85th Combat Flying School aus Makhado (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenTornado des JaboG 33 beladen mit zwei TAURUS (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
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