Die Luftwaffe übergibt den militärischen Such- und Rettungsdienst an das Heer
Landsberg, 20.12.2012.
Mit einem Übergabeappell im Fliegerhorst Penzing ging eine mehr als 40-jährige Ära des Hubschraubermusters Bell UH-1 D in der Luftwaffe zu Ende. Der Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos, Generalleutnant Peter Schelzig, stellte dabei die 2. Fliegende Staffel des Lufttransportgeschwaders 61 (LTG 61) außer Dienst und übergab Hubschrauber sowie den Auftrag des militärischen Such- und Rettungsdienstes (SAR- search and rescue) an den General der Heeresfliegertruppe, Brigadegeneral Reinhard Wolski.

Unter dem Kommando des Heeres werden die bisherigen SAR-Besatzungen ihre Aufgabe im Rahmen einer zunächst über zwei Jahre laufenden Leistungsvereinbarung weiterhin an den bisherigen Standorten in Penzing, Nörvenich und Schönewalde/Holzdorf weiterführen.

Bündelung von Fähigkeiten und Ressourcen
Angetreten waren Abordnungen von Heer und Luftwaffe, um diesen außergewöhnlichen Akt zu vollziehen. „Dies ist ein Meilenstein in der Luftwaffe um im Rahmen der Neuausrichtung, Fähigkeiten und Ressourcen zu konzentrieren“ erklärte General Schelzig, in seiner Ansprache.

Hand in Hand
Der General der Heerefliegertruppe, Brigadegeneral Reinhard Wolski, betonte in seiner Rede die gute Zusammenarbeit mit der Luftwaffe die sich jahrelang auf der Luftlandebasis in Toplicane/Kosovo bewährt hat. „Human Resources“ zu nutzen sind gerade bei anspruchsvollen SAR- und MEDEVAC-Hilfseinsätzen unverzichtbar.

Unter dem Kommando des Transporthubschrauberregiment 30 Niederstetten, werden die bisherigen SAR-Besatzungen ihren Auftrag weiter ausführen. Für die Luftwaffe endet damit am 31. Dezember 2012 die Nutzung des Waffensystems Bell UH-1D.


