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MANTIS besteht Feuertaufe

Husum / Todendorf, 05.09.2012.
Lange haben die Angehörigen der Flugabwehrgruppe aus Husum darauf hingearbeitet. Am 5. September 2012 war es soweit. Sie schossen mit dem stationären Luft-Nahbereich-Flugabwehrsystem MANTIS erstmals in Eigenverantwortung.

Ein Geschütz in Aktion -Feuer frei-

Ein Geschütz in Aktion -Feuer frei- (Quelle: Luftwaffe/Dirk Hansemann)Größere Abbildung anzeigen

Bisher ist der scharfe Schuss nur in federführender Verantwortung des Herstellers oder einer Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) erprobt und durchgeführt worden. Der eigenverantwortliche Erstschuss durch die im April 2011 in Dienst gestellte Flugabwehrgruppe fand auf dem Truppenübungsplatz Todendorf/Panker an der Ostsee statt.

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Vermessungsflüge ohne Beschuss, eine Pilatus PC-9/B im Anflug auf das Waffensystem MANTIS

Vermessungsflüge ohne Beschuss, eine Pilatus PC-9/B im Anflug auf das Waffensystem MANTIS (Quelle: Luftwaffe/Dirk Hansemann)Größere Abbildung anzeigen

Vorbereitungen für den Schuss

Das Flugabwehrwaffensystem MANTIS (Modular, Automatic and Network capable Targeting and Interception System), dass zum Schutz von Einsatzliegenschaften betrieben werden soll, absolvierte bereits Mitte August vorbereitende Tests ohne Schussabgabe. Am Husumer Heimatstandort der FlaGrp fanden sogenannte “Vermessungsflüge ohne Beschuss“ statt. Durch die anfliegenden Luftfahrzeuge vom Typ PILATUS PC-9/B wurden Flugziele dargestellt, deren Flugprofile den Bediencrews wichtige Erkenntnisse für das Schießen an der Ostsee geben sollten. Bereits Tage vor dem ersten scharfen Schuss wurde das Waffensystem MANTIS von der Nordsee an den Zielort verlegt, um dort zeitgerecht die Einsatzbereitschaft herzustellen. Während die ersten zwei Tage noch im Zeichen der Flugzieldarstellung ohne Beschuss standen, wurde es erstmals am 5. September Ernst.

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Das getroffene Flugziel wurde geborgen und an Land gebracht

Das getroffene Flugziel wurde geborgen und an Land gebracht (Quelle: Luftwaffe/Olaf Kyeck)Größere Abbildung anzeigen

Der erste Beschuss

Unter den Augen der anwesenden Beobachter kam mit dem Signal “Äußere Sicherheit hergestellt“ auch der Befehl zum Beladen der Geschütze. Sowohl Geschützbediener als auch die Crew in der Bedien- und Feuerzentrale arbeiteten ihre vorgegebenen Prozeduren professionell ab, so dass der Start des ersten unbemannten Flugziels unmittelbar folgte. Nachdem die ersten Anflüge zu Vermessungszwecken noch einmal ohne Beschuss erfolgten, kam es dann zur ersten Schussabgabe. „Die von allen mit Spannung erwartete erste Schussabgabe und das Ergebnis selber haben unsere Erwartungen erfüllt“, resümierte der Leitende des Schießens, Major Marco Körting. An drei weiteren Tagen folgten Flüge verschiedener Flugprofile mit unterschiedlichen Flugzielen. Die eingespielten Szenarien forderten die Bediencrews stets auf ein Neues in ihrer Kampfführung.

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Fertiggeladen und auf seinen Einsatz wartend, das Geschütz 2-4

Fertiggeladen und auf seinen Einsatz wartend, das Geschütz 2-4 (Quelle: Luftwaffe/Dirk Hansemann)Größere Abbildung anzeigen

Konstruiert für den Einsatz

Die Soldaten der Flugabwehrgruppe haben, durch den professionellen Umgang mit ihrem Waffensystem, die Befähigung zum eigenständigen Betrieb bewiesen. In einem Einsatzscenario soll MANTIS zur Neutralisierung asymmetrischer Angriffe mit RAM-Waffen (Raketen, Artillerie- und Mörsergeschosse) zum Feldlagerschutz eingesetzt werden. Hierzu verschießt die automatische Flugabwehrkanone, deren Schwenkbereich praktisch alle Himmelsrichtungen abdeckt, bis zu 1000 35mm Projektile pro Minute. Wann und wo die Husumer Soldaten mit ihrem System zum Einsatz kommen werden, steht noch nicht fest. Den Angehörigen der Husumer Einheit ist allerdings klar: „Nach dem Schießen ist vor dem Einsatz“.

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Video: MANTIS das neue Flugabwehrwaffensystem

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Video: MANTIS schießt

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Dirk Hansemann


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