Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Ein historischer Tag

Ein historischer Tag

Bonn, 30.03.2012.
Am 30. März des Jahres 2012 endete die Ära des Führungsstabes der Luftwaffe. Das Instrument des Inspekteurs der Luftwaffe wurde aufgelöst und wird seine Aufgaben sowohl auf andere Kommandobehörden übertragen, als auch unter der neuen Bezeichnung „Stab des Inspekteurs der Luftwaffe“ die Aufgaben und Aspekte der Neuausrichtung vorantreiben und etablieren.

Ende einer Ära

Ende einer Ära (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Führung, Ausbildung, logistische Projekte und Realisierungsmodelle, Rüstungsmanagement sowie Grundsatzangelegenheiten aller Verbände und Einsätze - jede Menge Aufgaben, die der Führungsstab der Luftwaffe (FüL) zu bewältigen hatte. Der Chef des Stabes, Generalmajor Erich Staudacher, brachte es auf den Punkt. „ Weder Trauer, noch Freude kursieren. Es ist wohl eher eine Mischung aus Wehmut und Ehrfurcht. Das Gefühl, ’Man kann etwas Neues starten’.“ Eine 55-Jährige Ära geht damit zu Ende.

nach oben

Generalleutnant finster während seiner Rede

Generalleutnant finster während seiner Rede (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Stellvertretender Inspekteur der Luftwaffe vor Ort

Der stellvertretende Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Norbert Finster, leitete das Zusammenkommen des Führungsstabes der Luftwaffe ein. In seinen Augen habe der FüL eine „große Geschichte“ hinter sich und er wird immer ein wichtiger Teil in der Historie der Bundeswehr – und ganz besonders der Luftwaffe – darstellen. Mit einem reflektierenden Resümee, großem Lob für das Geleistete und großer Wehmut verabschiedete sich Generalleutnant Norbert Finster vom FüL.
Mit den Dresdener Erlassen vom 21. März 2012 werden der jetzige und die künftigen Inspekteure ihre militärischen Organisationsbereiche außerhalb des Ministeriums führen. Die Identität und Eigenständigkeit der militärischen Kommandos sollen geprägt und weiter ausgebaut werden.

nach oben

Generalmajor Staudacher bei seiner Rede

Generalmajor Staudacher bei seiner Rede (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Juni 1957 bis März 2012

Insgesamt 14 Inspekteure, 17 Stellvertreter sowie 25 Chefs der Stäbe hatte der FüL inne. Zu Anfang lag das Hauptaugenmerk noch auf „Luftverteidigung“ und „Luftangriff“ sowie die Unterstützung von Landkriegsoperationen. Die Relevanz dieser Themen ist nicht gesunken, jedoch fallen diese mittlerweile unter den Begriff „operationelle Kernfähigkeiten“, so Staudacher.
Dank des ausgeprägten „Pioniergeistes“ der ehemaligen „höchsten Luftwaffensoldaten“ hat diese Teilstreitkraft herausfordernde Etappen durchlaufen. Die ersten Kooperationsmodelle mit anderen Nationen, neue Luftverteidigungssysteme, Bewältigung internationaler Krisen und die Zusammenführung der NATO und der damit einhergehenden, erfolgreichen Bündnisse.
2918 Mitarbeiter seit Entstehung des FüL haben dort gearbeitet und gedient. Der Chef des Stabes sprach sein Lob und Dank aus. Wie die Angehörigen des FüL, hat auch Generalmajor Staudacher im Laufe seiner Dienstzeit den Stab „zu Schätzen und zu Lieben gelernt“. Zuversicht, Neugierde für Neues und Motivation zur Realisierung der Umstrukturierung sind Leitmotive der großen Veränderung, die durch die Auflösung des Führungsstabes der Luftwaffe deutlich werden und eine vielversprechende Zukunft suggerieren.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 26.11.13 | Autor: Eugen Shkolnikov


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7C8T39Y2579DIBR