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Ein emotionales Ende nach mehr als 55 Jahren

Lechfeld, 21.03.2013.
Mit dem heutigen Appell tragen wir der politischen Entscheidung zur Neuausrichtung der Luftwaffe und damit einhergehend der Außerdienststellung des Jagbombergeschwaders 32 zum 31. März 2013 Rechnung.“ Mit diesen Worten beendete der Kommandeur der 1. Luftwaffendivision, Generalmajor Robert Löwenstein, am 20. März die Ära des Verbands. Ein feierlicher Akt der vielen Soldatinnen und Soldaten sowie zahlreich erschienenen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft nahe ging.

Oberstleutnant Dohler vor der sonderlackierten Maschine

Oberstleutnant Dohler vor der sonderlackierten Maschine (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Die Sonne schien als der Kommandeur der 1. Luftwaffendivision, Generalmajor Robert Löwenstein, und der Kommodore des Jagdbombergeschwader 32, Oberstleutnant Thomas Dohler, die angetretene Formation von Soldaten und zivilen Angehörigen der Lechfeldkaserne begrüßten. Unter den angereisten Ehrengästen waren auch der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, sowie der Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos, Generalleutnant Peter Schelzig. „Die Außerdienststellung eines so traditionsreichen, leistungsstarken und einsatzerfahrenen Verbandes ist nicht dazu angetan, gute Gefühle auszulösen“, begann Generalmajor Löwenstein seine Rede zur Auflösung des Verbandes in der er vor allem die besonderen Leistungen der Soldaten betonte.

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Static Display lockte viele Besucher

Static Display lockte viele Besucher (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Static Display lockte viele Besucher

In der vorbereiteten Ausstellung standen zwei Tornado-Kampfjets des Geschwaders, sowie ein Starfighter F-104 zur Besichtigung bereit. Die zahlreichen Fragen der Gäste beantworteten die Soldaten des Verbands bereitwillig und professionell. Auf großes Interesse bei den Besuchern traf dabei die sonderlackierte „Last Call“ –Maschine, die anlässlich der Auflösung des Verbands entworfen und lackiert worden war.

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General Löwenstein und Oberstleutnant Dohler beim Einrollen der Truppenfahne

General Löwenstein und Oberstleutnant Dohler beim Einrollen der Truppenfahne (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Melancholischer Schlussakkord

Es waren bewegende Minuten, als die Truppenfahne letztmalig an den Soldaten vorbeimarschierte und ihren Platz neben der angetretenen Formation einnahm. Nach dem Absenken, Einrollen und Verhüllen der Truppenfahne endete die Ära des bayrischen Jagdbomberverbands unter den Klängen der Nationalhymne. Das Luftwaffenmusikkorps 1 aus Neubiberg begleitete den feierlichen Akt.

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Flyout der Tornados

Flyout der Tornados (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Flyout der Tornados

Dieser Last Call heute ist nun die letzte Gelegenheit, noch einmal mit aktiven und ehemaligen Angehörigen in diesem Verband zusammenkommen. Daher freue ich mich, dass sich so viele Ehemalige zu dieser Veranstaltung angemeldet haben“, so Oberstleutnant Thomas Dohler in seiner Ansprache. Um 14:25 Uhr starteten drei Tornados des Verbands in ihre neue Heimat, zum Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ zum Standort Jagel in Schleswig-Holstein. Den Höhepunkt und eindrucksvollen Abschluss der Zeremonie bildete die Zusammenführung aller drei gestarteten Jets. Sie stiegen steil in Formation auf und flogen beim Erreichen der Vertikalen gleichermaßen in drei Richtungen auseinander. Diese sinnbildliche Formationsauflösung bescherte den Zuschauern ein letztes fantastisches Bild.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Fabian Stoll, Boris Kinetz


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