Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Zukunftsfelder der Luftwaffe > Unmanned Aircraft System > Unbemannte Systeme im Einsatzspektrum der Luftwaffe (Teil 2)

Unbemannte Systeme im Einsatzspektrum der Luftwaffe (Teil 2)

Mazar-e Sharif/Jagel, 28.06.2011.
Mit dem Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen (UAS) hat sich das Erscheinungsbild militärischer Operationen nachhaltig verändert.
Welche Systeme kommen dabei heute und künftig zum Tragen?

Der Heron ist rund um die Uhr im Einsatz

Der Heron ist rund um die Uhr im Einsatz (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Bereits Mitte des letzten Jahrzehnts wurden die streitkräftegemeinsamen Fähigkeitsforderungen für ein System der Bundeswehr zur abbildenden Aufklärung bis in die Tiefe des Einsatzgebietes (SAATEG) aufgestellt, mit dem die Fähigkeitslücke in diesem Bereich geschlossen werden sollte.

nach oben

Der Heron 1 über dem Einsatzgebiet

Der Heron 1 über dem Einsatzgebiet (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Vorlage für die Zwischenlösung Heron 1

Nachdem erkennbar wurde, dass der Zeitbedarf für die Beschaffung einer Anfangsausstattung nicht dem dringenden Einsatzbedarf entsprach, wurde im Jahr 2009 entschieden, die im deutschen Verantwortungsbereich Regionalkommando Nord in Afghanistan dringend benötigten Aufklärungsfähigkeiten im Rahmen einer Zwischenlösung bereitzustellen. Das auf Grundlage eines mit dem deutschen Generalauftragnehmer Rheinmetall Defence Electronics (RDE) geschlossenen Leasingvertrags eingeführte UAS Heron 1 befindet sich seit März 2010 in Masar-e-Sharif und hat seither über 17.000 (Stand November 2013) Flugstunden absolviert.

Blick in ein Bodensegment des UAS Heron

Blick in ein Bodensegment des UAS Heron (Quelle: Bernd Berns)Größere Abbildung anzeigen

Der Heron ist mit optischen Kameras und Infrarotsensoren ausgerüstet und kann bei Bedarf ein Synthetic Aperture Radar (SAR) mitführen, das neben der Erzeugung von hochauflösenden Radarbildern auch die Verfolgung von sich in Bewegung befindlichen Bodenzielen auf mittlere Entfernung ermöglicht. Dabei reicht das Leistungsspektrum von der klassischen Luftbildauswertung durch Personal der Luftwaffe bis hin zur Übermittlung des Full Motion Video (FMV) des Sensors an den taktischen Führer vor Ort und die übergeordneten Gefechtsstände in Echtzeit. Die Verfügbarkeit von Heron 1 hat die Präsenz in der Fläche erhöht, das Netz der Informationsgewinnung enger gezogen und nicht zuletzt durch aktuelle Lageinformationen einen Beitrag zum Schutz der Soldaten in Afghanistan geleistet. So ist es nicht verwunderlich, dass die tägliche Einsatzbereitschaft des Systems mittlerweile zu einem entscheidenden Kriterium für die Durchführung von Operationen wurde.

nach oben

Verteilung der Aufklärungssysteme im Luftraum

Verteilung der Aufklärungssysteme im Luftraum (Quelle: Kompetenzzentrum UAV)Größere Abbildung anzeigen

Nachfolgesysteme

Während die an eine Zwischenlösung gestellten Anforderungen mit Heron 1 erfüllt werden, können die umfassenderen Fähigkeitsforderungen an ein künftiges unbemanntes System zur Unterstützung der Kräfte im Einsatz nur mit einem leistungsfähigeren System durchgeführt werden. Die Streitkräfte verfolgen weiterhin die Beschaffung eines leistungsstärkeren Systems, das den Heron 1 in Afghanistan ablösen soll. Mit einer zu erwartenden, deutlich verbesserten Qualität der Aufklärungsergebnisse durch leistungsstärkere Sensorik und einem dem System inhärenten Wachstumspotential wird nicht nur die Effektivität im laufenden Einsatz gesteigert, sondern das System auch zukunftssicher im Hinblick auf die Anforderungen möglicher anderer Einsatzszenarien gestaltet. Insgesamt ist die Beschaffung von 16 Systemen für mittlere Flughöhen (sogenannte MALE) in den nächsten zehn Jahren nis zwölf geplant.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 26.11.13 | Autor: Jürgen Geiß, Martin Schulz, Werner Theisen


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw.team.2020plus.uas&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7C8J8C62562DIBR