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Flugsicherheit im Stresstest

Wunstorf, 13.10.2011.
Seit Monaten prägen gelbe und weiße Baufahrzeuge den Fliegerhorst Wunstorf. Die Erneuerung der Startbahn schreitet voran. Als nächstes steht der Bau der östlichen Enteisungsfläche an. Der Flugbetrieb geht allerdings weiter.

Gelb statt oliv-grün. LKW und Baumaschinen bei der Erneuerung der Startbahn

Gelb statt oliv-grün. LKW und Baumaschinen bei der Erneuerung der Startbahn (Quelle: Luftwaffe/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Wie beim Bau einer Autobahntrasse sieht es auf der Ost-West-Bahn aus. Die Maschinen, die sich langsamer als in Schrittgeschwindigkeit voran wälzen, sind deshalb bekannte Begleiterscheinungen im Verband. Allerdings reicht es hier nicht den Weg einmal zurück zu legen. Vier Fahrten von Ost nach West sind zu bewältigen um den Beton für die 40 Meter breite Bahn aufzutragen. Auch ist die beim Autobahnbau erforderliche Präzision hier nicht ausreichend.

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Die Landebahn wird aufgeraut um den Widerstand beim Bremsen während der Landung zu vergrößern

Die Landebahn wird aufgeraut um den Widerstand beim Bremsen während der Landung zu vergrößern (Quelle: Luftwaffe/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Der Bau der Start- und Landebahn

Die Betonfläche darf nicht wellig sein und, um den Abfluss von problematischen Flüssigkeiten zu gewährleisten, eine leichte Neigung zu den Seiten haben“, erklärte der Infrastrukturoffizier Hauptmann Phillip Gleichmar und meinte weiter „zu diesen Flüssigkeiten gehört unter anderem auch Enteisungsmittel. Diese Chemikalien setzen Beton normalerweise arg zu. Die Mischung wird direkt „angerührt“ und mit Kippern auf der Startbahn aufgebracht. Das spart Zeit. Aber vor allem entsteht kein zusätzlicher Verkehr und damit auch keine Belästigung für die Anwohner“. Verwundert ist der Laie, wenn die zuvor mühevoll geglättete Oberfläche durch Stahlbürsten wieder aufgerissen wird. Die raue Fläche ist aufgrund eines verbesserten Bremswiderstandes erforderlich.
Für die zurzeit größte Baustelle der Bundeswehr wurden 375 Millionen Euro bewilligt und davon bereits 34 Millionen Euro verbaut. Gleichmar ist intensiv in die größte Veränderung eingebunden, die der Flugplatz Wunstorf jemals erfahren hat: „Aktuell stehen fast 50 einzelne Baumaßnahmen auf der Agenda, bei denen Neubauten der Luftfahrzeughallen ebenfalls Berechtigung finden“, so der Luftwaffenoffizier.

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Der Flugbetrieb läuft während der gesamten Baumaßnahmen weiter

Der Flugbetrieb läuft während der gesamten Baumaßnahmen weiter (Quelle: Luftwaffe/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Zentrale Planungseinsätze

Unser Planungsansatz war es den Flugbetrieb während der gesamten Zeit der Baumaßnahmen unvermindert aufrecht zu erhalten“, betont der stellvertretende Kommodore und S3 Stabsoffizier, Oberstleutnant Roland Radrich. Intensive Absprachen und enge Zusammenarbeit waren dafür in der Vergangenheit erforderlich und werden es auch zukünftig sein. Dieter Mertensotto, Bauleiter der Firma Papenburg, ist für viele Soldaten mittlerweile ein bekanntes Gesicht und kennt sich nach Projekten in Bosnien-Herzegowina mit den militärischen Besonderheiten aus. Dass die Durchführung des militärischen Auftrags nicht aus dem Auge verloren werden darf, ist auch für ihn selbstverständlich, wenn auch nicht immer leicht.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Rothermel


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