Penzing und der Fliegerhorst

Der Name Penzing wird erstmalig im Jahre 1070 in der damals üblichen Schreibweise (Pancinga) in einer Urkunde aus der Gründungsgeschichte des Klosters Benediktbeuern erwähnt. Daraus geht hervor, dass die Ansiedlung bereits bei Gründung dieses Klosters um 740 n. Chr. bestand. Somit ist Penzing eine der ältesten Pfarreien im Landkreis Landsberg am Lech.
Einen weiteren Namen machte sich Penzing durch den im Jahre 1935/36 auf dieser Gemarkung entstandenen Flugplatz. Im März 1937 wurde der Flugplatz durch Soldaten des ehemaligen Kampfgeschwaders 153 "Merseburg" mit dem Flugzeugtyp DO 23 übernommen. Später erfolgte die Umbenennung der Einheit in Kampfgeschwader 51 "Edelweiß".
Von 1945 bis 1955 wurde der Fliegerhorst von den Amerikanern wieder aufgebaut und erweitert. Auf diesem von der deutschen Bundeswehr im Jahre 1957 übernommenen Flugplatz wurde zuerst die Flugzeugführerschule A (Düsentrainer Fouga-Magister sowie Propellerflugzeug Mark IV T6), anschließend das Hubschraubertransportgeschwader 64 und das Lufttransportgeschwader 61 heute mit dem Transportflugzeug "Transall C 160" sowie dem Hubschrauber Bell UH-1D stationiert. Auch die SAR-Hubschrauber, für die Rettung aus Bergnot bekannt, haben hier ihren Standort. Die Transall-Maschinen konnten schon vielfältige Hilfe im Ausland leisten.
Für die Flugabwehrraketengruppe 22 ist der Fliegerhorst Penzing seit der Verlegung von Burbach im Jahr 1989 Stationierungsort und militärische Heimat geworden.
