Brücke zwischen Hörsaal und Luftwaffe
Köln-Wahn, 10.10.2007.
Praktische Erfahrungen sammeln. Das war mein primäres Ziel, als ich mich auf ein Studentenpraktikum im Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe Köln-Wahn bewarb. Schon nach wenigen Tagen erhielt ich die Zusage für ein fünfwöchiges Praktikum in den Semesterferien.
Mit zunächst gemischten Gefühlen begann der erste Tag für mich, voller unbekannter Dienstgrade, Uniformen und militärischem Fachjargon.
"Ob ich das packe?", fragte ich mich. Aber schon nach der ersten Woche konnte ich mir kaum einen besseren Praktikumsplatz vorstellen. Umgeben von hilfsbereiten und sympathischen Kollegen konnte ich mich schnell einarbeiten und fand statt entnervter Reaktionen auf Fragen meinerseits immer ein offenes Ohr. Auch Kaffee trinken und das freitägliche Frühstück gehörten ebenso zu meinem Alltag, wie das Schreiben von Artikeln, Recherchearbeit und Redaktionskonferenzen.
Schon nach vier Tagen erwartete mich eines meiner persönlichen Highlights: Ein Eurofighter landete zum ersten Mal in Köln-Wahn. Begleitet von Kollegen war es meine Aufgabe, einen Artikel zu schreiben. Ziemlich nervös wagte ich erste Schritte auf unbekanntem Terrain.

50 Jahre Luftwaffenkaserne Köln-Wahn
Schon wenige Tage später folgte der Tag der offenen Tür anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn. Das hieß nicht nur Stress pur im Vorfeld, sondern auch Arbeit am Sonntag.
Herumlaufen, fotografieren, Artikel schreiben und Bilder aussuchen, online stellen. Der immer wiederkehrende Ablauf an diesem Tag. Zwar schmerzten die Füße am Abend sehr, doch war es die schönste Belohnung, die eigenen Artikel am Ende des Tages veröffentlicht zu sehen und seinen Namen darunter zu lesen.

Recherche ist die halbe Miete
Es folgten viele weitere spannende Aufgaben. Von der eigenen Reportage, bis zur Teilnahme an Pressekonferenzen, wilden Terminalsuchen und der Erkenntnis, dass gute Recherche im Vorfeld eines Artikels bereits die halbe Miete ist.

Über den Tellerrand blicken
Ich hatte während des Praktikums die Möglichkeit selbstständig zu arbeiten und vielfältige Erfahrungen im journalistischen Bereich zu sammeln. Trotz meiner anfänglichen Zweifel gegenüber dem militärischen Rahmen, habe ich festgestellt, dass es sich lohnt auch einmal über den Tellerrand zu blicken und sich auf Unbekanntes einzulassen.
Dieses Praktikum war für mich eine Bereicherung auf menschlicher ebenso wie auf praktischer Ebene und hat mich meinem Berufswunsch noch ein Stück näher gebracht und gezeigt, wie wertvoll es ist, praktische Erfahrungen neben einem relativ theoretischen Studium wie der Germanistik, zu machen.
