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Transall C-160 erfliegt eine Millionste Flugstunde

Hohn, 05.10.2011.
Nach 43 Jahren im Dienste der Luftwaffe erflog die Transall C-160 ihre eine Millionste Flugstunde. Zu diesem Anlass veranstaltete die Luftwaffe am 4. Oktober 2011 auf dem Flugplatz Hohn eine Jubiläumsveranstaltung. Dieses besondere Ereignis wurde mit der traditionsreichsten Transportmaschine gefeiert.

Die Feierlichkeiten zu Ehren der Transall

Die Feierlichkeiten zu Ehren der Transall (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Am 30. April 1968 erhielt die Luftwaffe das erste Flugzeug vom Typ Transall C – 160. Dieses traditionsreiche Flugzeug, heute mit der Kennung 50+06 unterwegs, erflog ein außerordentliches Jubiläum - die eine Millionste Flugstunde. Im Beisein des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Kreuzinger-Janik, wurde dieses bedeutsame Ereignis mit einem Appell gefeiert. Hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Militär fanden sich zu diesem Festakt beim Lufttransportgeschwader 63 in Hohn ein.

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Meldung an den Inspekteur der Luftwaffe

Meldung an den Inspekteur der Luftwaffe (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

„Melde eine Millionste Flugstunde beendet“

Nachdem die Jubiläumsmaschine gelandet war, meldete der Pilot, Stabshauptmann Gerd Zink, erfolgreich: „Eine Millionste Flugstunde beendet“. Der Inspekteur versicherte: „Solch ein Jubiläum kommt in der Geschichte der Luftfahrt nicht sehr häufig vor“. Ob Erdbebenhilfe in Italien oder der Türkei, Hungerkatastrophen in Äthiopien, Sudan oder Somalia, die Luftbrücke von Sarajevo, ob Evakuierungsoperationen von deutschen Staatsbürgern aus Liberia oder zuletzt Libyen: die Transall ist immer dabei. Sie hat maßgeblich und zuverlässig den weltweiten und flexiblen Lufttransport der Bundeswehr sichergestellt und dabei bis heute 700.000 Tonnen Ladung und etwa 5 Millionen Passagiere transportiert. Der General bedankte sich besonders bei den Luftfahrtangehörigen, den zivilen Mitarbeitern und der Betreuungsindustrie. Diese haben „durch unermüdlichen Einsatz unsere Transall zu einem Erfolgsmodell in Lufttransport gemacht“

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Der Pilot der Jubiläums-Transall

Der Pilot der Jubiläums-Transall (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Was Transallfliegen einmalig macht

Für den Jubiläumspiloten Gerd Zink ist jeder Flug mit einer Transall etwas Besonderes. „Diese Millionste Stunde zu erfliegen ist natürlich eine Ehre“, resümierte der Transportflugzeugführer. Eine große Herausforderung war der Flug für den Piloten allerdings nicht denn mit über 9.000 Flugstunden und 32 Jahren Flugerfahrung hat Zink reichlich Routine. „Ein Markenzeichen des Fliegers ist die Robustheit; da macht es Spaß sie zu fliegen“, betonte Zink und meinte weiter: „Das Fahrwerk, das stabil und handfest ist, ermöglichte erst viele Einsätze“. Der Pilot nennt ferner einen großen Unterschied zum Nachfolgemodell der Transall, dem Airbus A400M: „Transall-Fliegerei heißt Fliegen mit Gefühl, was bei dem A400M eben der Computer übernimmt“. Die Transall soll 2014 beginnend durch den modernen Transportflieger A400M ersetzt werden. Die Transall-Maschinen, die über die besondere Fähigkeit einer Selbstschutzanlage verfügen, werden als letztes ausgesondert, um diese Fähigkeit bis zur vollständigen Übernahme des A400M zu erhalten.

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In der Luft: Hier erfliegt die Transall die eine Millionste Flugstunde

In der Luft: Hier erfliegt die Transall die eine Millionste Flugstunde (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Allroundtalent Transall

Das Flugzeug Transall ist flexibel einsetzbar. Neben dem normalen Materialtransport, ist man mit der „Transall“ in der Lage, Lasten aus der Luft abzusetzen (Airdrop-Verfahren), bis zu 93 Passagiere zu transportieren oder auch Fallschirmspringer abzusetzen. In der Medical Evacuation-Version, einer Art Rettungsflieger, können auch bis zu 62 Verletzte liegend transportiert werden. Ihre Fähigkeiten machen die „Transall“ auch zur ersten Wahl bei humanitären Hilfseinsätzen und brachten dem Flugzeug den Beinamen „Engel der Lüfte“ ein. „In Afghanistan stellt dieses Flugzeug mit ihren Besatzungen 50% des inner-afghanischen Flugbetriebes dar. Das ist schon einen Hinweis wert, wie belastbar und einsatzstark dieses Flugzeug sich entwickelt hat“, resümiert General Kreuzinger-Janik. Ein Beweis, dass die Dienste der Transall bis heute von größter Wichtigkeit sind.

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Auch in Mazar-e Sharif wurde das Ereignis gefeiert

Auch in Mazar-e Sharif wurde das Ereignis gefeiert (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Auch im Einsatz nicht vergessen

Gleichzeitig zu den Feierlichkeiten in Hohn beging auch das Einsatzgeschwader im 5.000 Kilometer entfernten nordafghanischen Mazar-e Sharif das runde Jubiläum der Transall. Unter musikalischer Untermalung durch das Heeresmusikkorps 1 verlas der Kommodore des Geschwaders, Oberst Christian Leitges, im Rahmen eines feierlichen Geschwaderappells das Grußwort des Inspekteurs der Luftwaffe. "Bitte richten Sie in ihrem Geschwader allen Angehörigen meinen ganz besonderen Dank für die ausgezeichneten Leistungen im ISAF Einsatz aus", würdigte der Inspekteur das gemeinsame Team aus Luftwaffe und Heeresfliegern. Dem Transall-Anteil sprach er seinen besonderen Dank und seine Anerkennung für den unter harten Bedingungen erbrachten Anteil an der runden Flugstundensumme aus.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Timo Braam, Alexander Brätuigam, Informationsfeldwebel Mazar-e Sharif


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