Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Zukunftsfelder der Luftwaffe > Unmanned Aircraft System > Neue Konturen am Himmel - Der Euro Hawk kommt

Neue Konturen am Himmel - Der Euro Hawk kommt

Jagel/Manching, 16.06.2011.
Auch in der Bundeswehr sind unbemannte Luftfahrzeuge (UAS) als Aufklärungsmittel im Nah- und Nächstbereich längst Realität. Vor dem Hintergrund aktueller und wahrscheinlicher zukünftiger Einsätze der Bundeswehr gewinnt die Nutzung von unbemannten Luftfahrzeugsystemen zudem erheblich an Bedeutung. Mit der anstehenden Überführung und Einführung des Euro Hawks macht die Bundeswehr in Sachen Aufklärung einen deutlichen Schritt nach vorn.

Euro Hawk im Flug

Euro Hawk im Flug (Quelle: Luftwaffe/Northrop Grumman)Größere Abbildung anzeigen

Mit der vorgesehenen Beschaffung des UAS Euro Hawk, einem hochfliegenden unbemannten Luftfahrzeug mit großer Reichweite, schließt die Bundeswehr die durch die Außerdienststellung des Seefernaufklärers Breguet BR-1150 Atlantic entstandene Fähigkeitslücke zur weiträumigen signalerfassenden Aufklärung aus der Luft.

nach oben

Der Euro Hawk beim Roll-Out

Der Euro Hawk beim Roll-Out (Quelle: Luftwaffe/Northrop Grumman)Größere Abbildung anzeigen

Investition in den Euro Hawk

Die Luftwaffe als Betreiber und die Streitkräftebasis als Nutzer/Kunde werden im Verbund durch den Betrieb des UAS Euro Hawk im Bereich der signalerfassenden Aufklärung einen wichtigen Beitrag in der weiträumigen Aufklärung für die Bundeswehr leisten und damit zum Einsatzlagebild entscheidend beitragen.
Der Bundesminister der Verteidigung hat am 12. April 2005 entschieden, die unbemannten Systeme ausschließlich beim Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ (AufklG 51 „I“) Schleswig/Jagel in der hierzu neu geschaffenen UAS-Staffel (2. Fliegende Staffel) zu stationieren.
Die Fachkompetenz für UAS in der Luftwaffe wurde in einem Kompetenzzentrum der Höheren Kommandobehörden in Köln/Wahn gebündelt.

nach oben

Piloten stehen bereit: Im AG 51 gibt es auch schon die Piloten, die einen Euro Hawk ab Mitte 2012 fliegen dürfen

Piloten stehen bereit (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Die anstehende Erprobung nimmt Konturen an

Ein erster Erprobungsträger (Full Scale Demonstrator/FSD) vom Typ Euro Hawk absolvierte am 29. Juni 2010 erfolgreich seinen Erstflug in den USA.
Die Luftwaffe bereitet sich nun darauf vor, dieses Luftfahrzeug ab Frühsommer 2012 beim AufklG 51 „I“ in einer Truppenerprobung zu betreiben. Langfristig ist die Stationierung von bis zu 9 Systemen für die signalerfassende und abbildende Aufklärung - beginnend ab dem Jahr 2015 - beabsichtigt. Derzeit durchläuft der Euro Hawk weitere Testflüge in den USA, um noch im Sommer nach Manching überführt zu werden, wo die Einrüstung der Sensorik und weitere Testflüge erfolgen. Nach Abschluß der Erprobung bei der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrtzeuge (WTD 61) in Manching wird der FSD geplant im Frühsommer 2012 offiziell an die Luftwaffe übergeben.

Deutsche Soldaten üben am Global Hawk, aus welchem heraus der Euro Hawk abgeleitet wurde

Deutsche Soldaten üben am Global Hawk (Quelle: Luftwaffe/Northrop Grumman)Größere Abbildung anzeigen

Für die Flugvorhaben an den Flugplätzen Manching und Schleswig werden spezielle Flugbeschränkungsgebiete eingerichtet. Die spiralförmigen Steig- und Sinkflugphasen finden hier in reservierten Lufträumen statt. Der weitere Flugverlauf wird im oberen, kontrollierten Luftraum nach Instrumentenflugregeln erfolgen.
Der FSD ist primär ein Erprobungsträger für die Sensorik und wird für die Entwicklung und Erprobung taktischer Verfahren herangezogen, um Erkenntnisse für die geplanten Serienluftfahrzeuge des Euro Hawks zu sammeln. Die fliegende Plattform entspricht im wesentlichen dem einsatzerprobten Global Hawk RQ 4b der US-amerikanischen Streitkräfte.

nach oben

Euro Hawk im Flug

Euro Hawk im Flug (Quelle: Luftwaffe/Northrop Grumman)Größere Abbildung anzeigen

Ein neues Mitglied im Luftverkehr

Die Luftwaffe hat zur Feststellung der Auswirkungen der Integration des Euro Hawks in die bestehende Luftraumstruktur in Zusammenarbeit mit der Deutschen Flugsicherung, den zuständigen Ministerien sowie der Industrie eine DIN- und EU- verordnungskonforme Sicherheitsbewertung erstellt. Die Nutzung des Euro Hawk FSD im deutschen wie europäischen Luftraum ist insbesondere durch die genaue Risikoanalyse und die erarbeitete Sicherheitskonzeption genauso sicher wie bei einem bemannten Luftfahrzeug.

Das Team Luftwaffe und Streitkräftebasis leisten mit der Einführung des Euro Hawks einen entscheidenden Beitrag zur Auftragserfüllung der Bundeswehr. Mit der neuen, fliegenden Aufklärungsplattform Euro Hawk gelingt der technologisch zukunftsweisende Einstieg in die unbemannte Luftfahrt auch im deutschen Luftraum.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 26.11.13 | Autor: Norbert Thomas, Eike Kraft


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw.team.2020plus.uas&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7C8HVFGC736INFO