Gelöbnis in familiärer Athmosphäre
Mengen/Hohentengen - Binzwangen, 09.09.2011.
56 freiwillig Wehrdienstleistende und vier Soldaten auf Zeit der 2. Kompanie des Mengener Ausbildungsbataillons legten am 9. September im Ertinger Ortsteil Binzwangen das Treuebekenntnis ab.

Das hervorragende Miteinander und die Verwurzelung der Bundeswehr in der Region wurde durch die Teilnahme von über 50 Reservisten aus zahlreichen Verbänden der Region unterstrichen. „Ein Markenzeichen von zuverlässiger Kameradschaft,“ wie es General a.D. Wolfgang Schneiderhan in seiner Rede bezeichnete.

In Mengen bestens aufgehoben
Bereits am Vormittag hatten die Angehörigen der Rekruten Gelegenheit, den seit 4. Juli diesen Jahres bezogenen “zweiten Wohnsitz“, die Mengen/Hohentengener Oberschwabenkaserne, näher kennenzulernen. Eine perfekte Infrastruktur und moderne Unterkunftsblocks sollten bei den Angehörigen einen positiven Eindruck hinterlassen - und damit die Gewissheit, dass ihre Kinder in Mengen bestens aufgehoben sind. Mit einem Gelöbnisgottesdienst in der Binzwager St. Lambertus Kirche, zelebriert vom katholischen Militärpfarrer Bernd Schaller und bester kulinarischer Versorgung durch den Binzwanger Sportverein begann der gemeinsame Nachmittag im Ertinger Ortsteil.

Ein würdevoller Rahmen
Als eine „Wertschätzung für unsere Ortschaft“ bezeichnete Ertingens Bürgermeister Alexander Leitz das heutige Gelöbnis im Ortsteil Binzwangen. Oberstleutnant Peter Feldmeier, Kommandeur des Mengener Ausbildungsbataillons, dankte den anwesenden Angehörigen, dass sie den heutigen Tag gemeinsam mit ihren Söhnen begehen und somit die Bedeutung ihres Dienstes für unser deutsches Vaterland unterstreichen. Auch den zahlreich erschienenen Ehrengästen und Bürgern um die soldatenfreundliche Region in Oberschwaben dankte Feldmeier: „Ich bin froh über ihre Anwesenheit und danke Ihnen, dass Sie heute unsere Gäste sind und somit den Hauptakteuren, unseren Rekruten, für ihr öffentliches Bekenntnis zu unserem Staat einen würdevollen Rahmen geben“.

Höchstes und teuerstes Gut an
General a.D. Wolfgang Schneiderhan fühlte sich „ausgezeichnet“, um in seiner engeren Heimat Oberschwaben eine Gelöbnisrede halten zu dürfen. „Die Bundeswehr als Instrument einer umfassenden Sicherheits- und Verteidigungspolitik hat als ersten Auftrag, den Schutz Deutschlands und seiner Staatsbürger zu gewährleisten. Das klingt einfach, fordert aber ein gewaltiges Leistungsprofil im globalen Rahmen für die Krisenvorsorge, Krisenbeherrschung und Krisennachsorge und ist zudem eine gewaltige Herausforderung“. Diese weltweite Aufklärungs- und Verlegungsfähigkeit sind aber auch Anforderungsprofile an die Menschen. „Und deshalb sind wir stolz, dass Sie, liebe Rekruten, unserem Land, für das es sich auch unter den neuen Bedingungen lohnt, dienen“. Zu den Eltern sprach Schneiderhan: „Wir wissen, dass Sie mit Ihren Söhnen unserem Land das höchste und teuerste Gut anvertrauen, das Sie haben. Und dieses Gut zu schützen, ist unser aller Auftrag und Verpflichtung“.

Altniederländisches Dankgebet leitete feierlichen Akt ein
Eine Abordnung von vier Soldaten trat stellvertretend für ihre Kameraden vor die Truppenfahne und legte dort das Treuebekenntnis ab. Mit der abschließenden Feststellung des Kommandeurs und der Bekräftigung per Handschlag durch General a.D. Schneiderhan, Bürgermeister Leitz, Oberstleutnant Prestele in Vertretung des Regimentskommandeurs und Oberstleutnant Feldmeier wurden die Soldaten symbolisch ins „Team Luftwaffe“ aufgenommen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch das Luftwaffenmusikkorps 2 aus Karlsruhe unter der Stabführung von Major Florian Wehn.

