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Die neue Konzeption der Reserve

Berlin, 11.11.2011.
Reservisten bleiben ein wesentlicher Bestandteil der Bundeswehr und unverzichtbar für die Sicherheitsvorsorge der Bundesrepublik Deutschland. Die derzeitige Neuausrichtung der Bundeswehr erweitert nun die Aufgaben- und Verantwortungsbereiche für Reservisten.

Reservisten sind zugleich Soldat und Zivilist

Reservisten sind zugleich Soldat und Zivilist (Quelle: Bundeswehr/Jessica Leopold)Größere Abbildung anzeigen

Dazu wurde die bisher gültige Konzeption vom September 2003 zur neuen „Konzeption der Reserve“ (KdR) weiterentwickelt. Abgeleitet aus den Verteidigungspolitischen Richtlinien vom Mai 2011 setzt die KdR den Rahmen für eine effektive Einbindung der Reserve in die Aufgabenerfüllung der Bundeswehr und liegt nun als ministeriell gebilligter Entwurf vor.

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Reservisten bilden aus

Reservisten bilden aus (Quelle: Luftwaffe/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Neue Kräfte, wachsende Bedeutung

Neben der Rolle der Reserve für die Personalergänzung und -verstärkung sowie ihrer Mittlerfunktion für die Bundeswehr in der Gesellschaft wird der Heimatschutz als wesentliche Aufgabe der Reserve gestärkt. Neu aufzustellende regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte bieten allen interessierten und geeigneten Reservisten Chancen des Engagements. Diese Kräfte schließen damit eine Lücke der bisherigen Konzeption für die Reservisten und Reservistinnen der Bundeswehr.

Die Reserve ergänzt und verstärkt außerdem personell alle Organisationsbereiche der Bundeswehr und das Verteidigungsministerium, sodass diese ihre Aufgaben im gesamten Einsatzspektrum erfüllen können. Reservisten werden dazu – abhängig von ihrer Ausbildung und Verfügbarkeit – in allen Aufgabengebieten der Bundeswehr eingesetzt. Sie tragen durch ihre zivilen Qualifikationen auch zum Aufbau neuer Fähigkeiten bei.

Zudem gewinnt die Reserve durch das Aussetzen der Wehrpflicht an Bedeutung für einen der jeweiligen Lage angepassten Aufwuchs der Streitkräfte. Durch ihre Präsenz in der gesamten Bundesrepublik Deutschland wächst schließlich ihre Bedeutung als Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft.

Künftig soll die Reserve in drei Kategorien gegliedert sein:

• Die Truppenreserve verstärkt die aktiven Verbände im gesamten Einsatzspektrum. Sie umfasst einzelne Dienstposten und Ergänzungstruppenteile, die bei Bedarf aktiviert werden.
• Die Territoriale Reserve entlastet die aktive Truppe im Heimatschutz. Sie besteht aus den Verbindungskommandos zu den Kreisen und Bezirken in Deutschland, den Stützpunkten für die Zivil-Militärische-Zusammenarbeit (ZMZ) sowie den neuen Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräften.
• Die Allgemeine Reserve umfasst alle nicht beorderten Reservisten und steht für einen möglichen, langfristigen Aufwuchs der Bundeswehr bereit. Sie ist auch Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft.

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Heute schon an die Reserve von morgen denken

Heute schon an die Reserve von morgen denken (Quelle: PIZ Marine/Ricarda Schönbrodt)Größere Abbildung anzeigen

Fazit und Ausblick

Entscheidend ist es, interessierte und geeignete Reservisten sowie qualifizierte Ungediente für die Bundeswehr zu gewinnen beziehungsweise sie an die Bundeswehr zu binden. Weiterhin sind die Voraussetzungen zu verbessern, um eine breite Akzeptanz bei den Reservisten sowie ihren Arbeitgebern für den Dienst in der Bundeswehr zu erreichen. Die Konzeption der Reserve wurde von Verteidigungsminister Thomas de Maizère nun im Entwurf gebilligt. Durch das eingeleitete Beteiligungsverfahren können sich noch Änderungen ergeben. Entscheidungen über Art, Anzahl und Stationierung von Organisationselementen der Reserve werden im Rahmen der laufenden Feinausplanung getroffen.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Frank Bötel


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