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Aufklärungsplattform Euro Hawk vorgestellt

Manching, 12.10.2011.
Am 12. Oktober 2011 wurde das unbemannte Aufklärungssystem Euro Hawk bei der Wehrtechnischen Dienststelle 61 in Manching der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Leitung des Verteidigungsministeriums war durch Staatssekretär Stéphane Beemelmans vertreten.

Der Euro Hawk vor dem Tower

Der Euro Hawk vor dem Tower (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Das Unmanned Aircraft System (UAS) vom Typ Euro Hawk wurde am 12. Oktober 2011 während einer Roll-Out-Zeremonie in Manching vor Regierungsvertretern, Wirtschaftsrepräsentanten und Medien vorgestellt.

Ausmaße wie eine Boeing B737: Euro Hawk auf der Landebahn

Ausmaße wie eine Boeing B737: Euro Hawk auf der Landebahn (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Die Maschine war am 21. Juli 2011 nach einem Nonstop-Überführungsflug von der kalifornischen Edwards Air Force Base kommend bei der Wehrtechnischen Dienststelle 61 in Manching gelandet. Das UAS wurde hier mit einem Missionssystem zur Signalaufklärung (SIGnals INTelligence – SIGINT), respektive dem ISIS (Integrated Signals Intelligence System) ausgerüstet. Der Euro Hawk ist die erste, international konfigurierte Version eines ferngesteuerten Luftfahrzeugs zur Signal-erfassenden Aufklärung, eine sogenannte HALE (High Altitude Long Endurance – große Flughöhe, große Reichweite), die aus der Ursprungsversion RQ-4 Global Hawk der amerikanischen Firma Northrop Grumman abgeleitet wurde, welche aber für einen anderen Aufklärungszweck ausgestattet ist. In Deutschland wurde aus dem Joint Venture von Cassidian und Northrop Grumman die EuroHawk GmbH eingerichtet, die damit konkret für das Projekt seitens der Industrie verantwortlich zeichnet.

Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Stéphane Beemelmans bei seiner Ansprache zur Veranstaltung

Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Stéphane Beemelmans bei seiner Ansprache zur Veranstaltung (Quelle: EuroHawk GmbH/)Größere Abbildung anzeigen

Das Euro Hawk-System, dass aus einem RPA als unbemanntem Luftfahrzeug und einer Bodenkontrollstation mit mehreren Komponenten besteht, soll 2012 an die deutsche Luftwaffe und das Kommando Strategische Aufklärung (KSA) ausgeliefert werden. Der Vertreter von Cassidian, Dr. Stefan Zoller, sagte hierzu: „Der heutige Roll-Out des Euro Hawks markiert für die Bundeswehr einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zur Beschaffung einer hochleistungsfähigen SIGINT-Fähigkeit.“
Neben dem voll einsetzbaren Erprobungsträger (Full Scale Demonstrator) ist ab 2015 die Beschaffung von vier Seriensystemen geplant. Das Aufklärungssystem wird arbeitsteilig von der Streitkräftebasis (für die Aufklärungssensorik und deren Auswertung) und der Luftwaffe (für den Träger und dessen Betrieb) genutzt.

Gruppenbild

Gruppenbild (Quelle: EuroHawk GmbH)Größere Abbildung anzeigen

Die integrierte Sensorik ist in der Lage, militärisch relevante Signale - und damit Aufklärungsergebnisse - in einem weiten, elektromagnetischen Spektrum zu erfassen, die für die Fernmelde- und elektronische Aufklärung der Bundeswehr neue Maßstäbe setzen wird, denn der Euro Hawk ist mit einer bereits nachgewiesenen Reichwerte von über 20.000 Kilometern und mit knapp 30 Stunden ununterbrochener Flugdauer in der Lage, wie ein „riesiger Datenstaubsauger“ ein hohes Maß aufgenommener Daten aus einem Einsatzraum über Satellit nach Deutschland (und zurück) zu transportieren.

Der Euro Hawk in Manching

Der Euro Hawk in Manching (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Der Euro Hawk schließt nicht nur die mit der Außerdienststellung des Aufklärungsflugzeugs Breguet 1150 Atlantique im letzten Jahr entstandene Fähigkeitslücke im Bereich der Signalerfassenden Aufklärung, sondern stellt auch einen erheblichen Fähigkeitszuwachs mit Blick auf die Unterstützung der Einsätze und die Informationsbereitstellung für die Entscheidungsträger dar.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Norbert Thomas


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