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Rettungsübung auf dem Fliegerhorst Laage

Laage, 31.01.2012.
Eine ungewöhnliche Weiterbildungsveranstaltung für Feuerwehrpersonal der Luftwaffe aus den Standorten Laage und Neubrandenburg wurde am 31. Januar auf dem Flugplatz Laage durchgeführt. Zusammen mit Feuerwehrspezialisten der belgischen Luftwaffe wurden Kabinendächer von F-16-Kampfflugzeugen zersägt und das Retten von Piloten und technischem Personal aus einem Flugzeugcockpit geübt.

Oberbrandmeister Jörg Kelm demonstriert das deutsche Verfahren

Oberbrandmeister Jörg Kelm demonstriert das deutsche Verfahren (Quelle: Luftwaffe/Cornelia Koch)Größere Abbildung anzeigen

Der Leiter der Feuerwehr des Jagdgeschwader 73 “Steinhoff“ (JG 73 “S“), Brandamtmann Toralf Nöske, hatte diese besondere Übung vorbereitet weil Notverfahren bei den Waffensystemen Phantom und Tornado am Eurofighter nicht in allen Bereichen angewandt werden können.

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Probleme bei Triebwerktest

So werden Triebwerksprobeläufe in der Regel aus Lärmschutzgründen in einer so genannten Lärmschutzhalle bei geschlossenem Kabinendach (bei den Waffensystemen Phantom bzw. Tornado mit geöffnetem Dach) durchgeführt. Im Cockpit sitzt dann immer ein besonders ausgebildeter Luftfahrzeugtechniker der die Triebwerke entsprechend dem jeweiligen Prüfprogramm hochfährt und steuert. In der Regel inklusive Nachbrennerbetrieb bis zum kompletten Leistungsvermögen der Triebwerke. Das Luftfahrzeug wird dabei mit einem Spezialgeschirr angekettet um ein unbeabsichtigtes Losrollen zu verhindern. Im Freien wird im Notfall das Kabinendach des Eurofighter abgesprengt und der Pilot durch Rettungskräfte aus der Maschine evakuiert. Dieses Absprengen ist in einem geschlossenen Gebäude nicht möglich, hier müssen andere Verfahren geübt werden.

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Eurofighter vor einem Triebwerksprobelauf in der Lärmschutzhalle des JG 73 “S“

Eurofighter vor einem Triebwerksprobelauf in der Lärmschutzhalle des JG 73 “S“ (Quelle: Luftwaffe/Bildstelle JG 73)Größere Abbildung anzeigen

Wichtiger Erfahrungsaustausch

Die belgische Feuerwehr sägt bei ihren F-16-Kamfflugzeugen im Notfall die Kabinendächer einfach auf. Brandamtmann Toralf Nöske hatte deshalb Feuerwehrkameraden der belgischen Luftwaffe aus Kleine Brogel eingeladen um seinen Leuten entsprechendes Know-how vermittelt zu bekommen. Außerdem brachte dieses belgische Team Cockpitdächer des Waffensystem F-16 zum Üben mit. Diese wurden dann in der Fahrzeughalle der Fliegerhorstfeuerwehr zersägt. Die Belgier konnten hierbei einiges an Erfahrung weitergeben. In der Ausrüstung der Laager Feuerwehr befinden sich zwei Akku-betriebene Handkreissägen für diese Zwecke, wobei für unsere belgischen Nachbarn zusätzlich Bohrmaschine und Stichsäge und weiteres Spezialwerkzeug speziell für diese Aufgabe angefertigt wurde. In Belgien wurde dieses Notverfahren bereits zweimal erfolgreich angewandt.

17 mm Plexiglas trennen den Piloten in der F-16 von der Außenwelt

17 mm Plexiglas trennen den Piloten in der F-16 von der Außenwelt (Quelle: Luftwaffe/Cornelia Koch)Größere Abbildung anzeigen

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Alfons Hütten


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