Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Zukunftsfelder der Luftwaffe > Air Surface Integration > Zukunftsfeld Air Surface Integration

Zukunftsfeld Air Surface Integration

Köln-Wahn, 14.07.2011.
Im Sinne einer streitkräftegemeinsamen Operationsführung werden in der Luftwaffe sowohl national als auch im multinationalen Rahmen vielfältigste konzeptionelle Überlegungen angestellt, um das synergetische Zusammenwirken von Land-, Luft- und Seestreitkräften im Einsatzraum zu optimieren. Für die Weiterentwicklung der Luftwaffe werden diese Anstrengungen unter dem Begriff „Air Surface Integration“ (A-S-I) zusammengefasst.

RecceLite Pod unter einem Aufklärungstornado

RecceLite Pod unter einem Aufklärungstornado (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)Größere Abbildung anzeigen

A-S-I stellt dabei die umfassende, vernetzte und koordinierte Planung, Synchronisation und Integration der in einem Einsatzraum vorhandenen luftstreitkräftespezifischen Fähigkeiten mit Land- und Seestreitkräften dar.

nach oben

Laser-Zielbeleuchter an einem Tornado

Laser-Zielbeleuchter an einem Tornado (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Warum A-S-I

Internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung, einschließlich des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus, stellen auf absehbare Zeit die wahrscheinlicheren Einsatzaufgaben der Bundeswehr dar. Die hieraus abgeleiteten möglichen Einsatzerfordernisse reichen dabei von Unterstützungsleistungen bei Hilfs- und Katastropheneinsätzen über teils ressortübergreifend zu erbringende Schutz- und Unterstützungsleistungen zum Aufbau ziviler Strukturen bei stabilisierenden Einsätzen bis hin zu robusten Kampfeinsätzen. Sie bedingen für die Streitkräfte den Vorhalt eines breites Fähigkeitsspektrums.

Startbereiter Tornado IDS in der Wüste: Im Rahmen der Luftnahunterstützung eng mit Bodentruppen verknüpft

Startbereiter Tornado IDS in der Wüste (Quelle: Luftwaffe/Ingo Bicker)Größere Abbildung anzeigen

Zudem kann davon ausgegangen, dass in zukünftigen Einsätzen die gesamte Bandbreite des geforderten Fähigkeitsspektrums auch parallel zum Einsatz kommen kann, also nicht in getrennten Kampfszenarien, sondern eher - wie auch heute schon in Afghanistan praktiziert - agieren Kräfte zeitgleich, vernetzt und koordiniert im gleichen Einsatzraum.
In Wechselwirkung mit den sich abzeichnenden technologisch bedingten Möglichkeiten der Vernetzten Operationsführung werden zudem rein prozedural immer engere Formen eines streitkräftegemeinsamen und ressortübergreifenden Zusammenwirkens auch im multinationalen Rahmen möglich – aber auch notwendig, um die verschiedenen Hard- und Softwarelösungen innerhalb der NATO zu standardisieren oder zumindest kompatibel zu machen.

Wohl eines der besten Beispiele für Air Surface Intergration: Heron 1 startet zum nächtlichen Einsatz

Heron 1 startet zum nächtlichen Einsatz (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)Größere Abbildung anzeigen

Die Notwendigkeit des Vorhalts eines breiten Fähigkeitsspektrums, bei dem eine Vielzahl von Fähigkeiten auch parallel und unmittelbar gefordert sein können sowie die technischen Entwicklungen im Bereich der Vernetzten Operationsführung bedingen für die Streitkräfte eine Orientierung hin zu noch engeren Formen des streitkräftegemeinsamen Zusammenwirkens – technisch, operationell und langfristig auch konzeptionell.
Vor diesem Hintergrund gewinnt für die Teilstreitkraft Luftwaffe die Notwendigkeit, ihre Fähigkeiten strikt an den Erfordernissen dieser immer weiterreichenden Integration zu orientieren, stark an Bedeutung.

nach oben

Ein Beispiel für die Zusammenarbeit im Bereich Air Surface Integration: Aufklärungstornados lieferten Bilder für die gesamte ISAF

Aufklärungstornados lieferten Bilder für die gesamte ISAF (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)Größere Abbildung anzeigen

Vom Einsatz her denken

Für andere Teilstreitkräfte, militärische Organisationsbereiche, Ressorts oder Organisationen bietet A-S-I die Möglichkeit, ihre Forderungen gegenüber der Luftwaffe einzubringen.
Desweiteren bietet das für A-S-I zugrunde gelegte Vorgehen anderen Kompetenzträgern (Land- oder Seestreitkräften) die Gelegenheit, eine analoge, übergreifende Konzeptidee zu verfolgen. Insgesamt ein Vorgehen, das Synergiepotentiale für die gesamten Streitkräfte birgt.
Die Luftwaffe versteht sich hierbei als Dienstleister für die Bundeswehr, bestrebt für das jeweilige Szenario dem jeweiligen Nutzer - hier eine andere Teilstreitkraft oder internationale Streitmacht - die bestmögliche Technik für den gegebenen Auftrag zur Verfügung zu stellen.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 26.11.13 | Autor: Norbert Thomas


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw.team.2020plus.asi&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7C8JJCF6977DIBR