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Gedenken an das Attentat vom 20. Juli 1944 an historischer Stelle

Zollernalb-Kaserne Meßstetten, 20.07.2011.
„Am 20. Juli 1944 wollten mutige Männer einen Plan vollenden, den sie über Monate und teils über Jahre angedacht und geplant hatten“. Im Rahmen einer Gedenkfeier zum Jahrestag des Hitler-Attentats gedachte der Einsatzführungsbereich 1 der heroischen Tat der Brüder Berthold und Claus Schenk Graf von Stauffenberg am Schloss derer zu Stauffenberg.

Ehrenposten an der Gedächtniskappelle

Ehrenposten an der Gedächtniskappelle (Quelle: Reinhard Wagenbauer)Größere Abbildung anzeigen

"Viele Menschen seien damals, der Propaganda Hitlers und seiner Helfer folgend, einen nur schwerlich umkehrbaren Schritt gegangen", erinnerte Oberstleutnant Volker Engelmann, Standortältester in Meßstetten und Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 1 in seiner Ansprache.

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Familiengrab der Stauffenbergs

Familiengrab der Stauffenbergs (Quelle: Reinhard Wagenbauer)Größere Abbildung anzeigen

Gegen das System, die Erziehung und den Eid

Einmal im System gefangen, habe der Auftrag im „Dritten Reich“ in der jeweiligen Funktion im Vordergrund gestanden. Um so bemerkenswerter sei es gewesen, dass Menschen, die selbst über Jahre systemkonform gelebt hätten - ihrem Gewissen folgend - sich zu Widerstandskämpfern entwickelten und die Operation „Walküre“ unterstützten. Der Eid, den sie auf Adolf Hitler persönlich geleistet hatten, habe es ihnen im Hinblick auf ihre Erziehung und ihre Einstellung so schwer gemacht diesen Schritt zu gehen. Oberstleutnant Engelmann schloss daraus, dass man aus der Geschichte sehr wohl - anders als manchmal behauptet - gelernt habe: Heute wird der Eid auf das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes und die Bundesrepublik Deutschland abgelegt. Ein solcher Eid läßt keinen Spielraum für Tyrannen und Diktatoren.

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Große Anteilnahme bei der Gedenkfeier

Große Anteilnahme bei der Gedenkfeier (Quelle: Reinhard Wagenbauer)Größere Abbildung anzeigen

Dienst an der Allgemeinheit

Unter den Gästen befanden sich unter anderem der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß, der stellvertretende Landrat Matthias Frankenberg, der Oberbürgermeister der Stadt Albstadt, Dr. Jürgen Gneveckow, sowie General a.D. Wolfgang Schneiderhan, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr.

Zur Gedenkveranstaltung war auch die Familie der Stauffenbergs angereist.
Dr. Gneveckow erinnerte in seiner Rede daran, dass von Stauffenberg während seiner Genesung nach seiner schweren Verwundung im Afrika-Feldzug den Plan zum Attentat hier in Lautlingen vollendete. Für die Familie war die Tat des 20. Juli ein Dienst an der Allgemeinheit, für den sie aber teuer bezahlte. Doch ohne das Attentat vom 20 Juli würde der Bundeswehr ein Stück Tradition und Demokratieverständnis fehlen, an das mittlerweile schon einige Generationen von jungen Soldaten der Bundeswehr erinnert wurden. Damit geht auch der Name der Stauffenbergs in die Geschichte ein, als Erinnerung an einen Grundpfeiler des Selbstverständnisses heutiger Streitkräfte.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Reinhard Wagenbauer


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