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50 Jahre – Eine ereignisreiche Geschichte

Leck, 23.09.2011.
Ein halbes Jahrhundert besteht die Flugabwehrraketengruppe 25 am Standort Stadum/Leck. Anlässlich des runden Jubiläums veranstaltete der Verband am 23. September 2011 einen Gruppenappell mit anschließender Waffensystemschau vor dem Rathaus in Leck.

Beeindruckend. Die angetretene Flugabwehrraketengruppe 25

Auf dem Fliegerhorst in Diepholz begann vor 50 Jahren die Geschichte der Flugabwehrraketengruppe 25. Eine Verbandsgeschichte, die durch stetige Veränderungen und Weiterentwicklungen geprägt wurde. Die Flugabwehrraketengruppe 25 war und ist, ebenso wie all die anderen Flugabwehrraketengruppen der Luftwaffe, an unzähligen Übungen und Einsätzen im In- und Ausland beteiligt und leistet, damals wie heute, einen Beitrag zur Sicherheit in Europa und der Welt. Die Gruppe ist an ihrem heutigen Standort Stadum/Leck, aus dem Personal der ehemaligen Flugabwehrraketengruppen 39, 41, 11 und der Jubiläums-dienststelle hervorgegangen. Ausgestattet ist der Verband mit dem Waffensystem Patriot, dass bereits in den 80er Jahren eingeführt wurde.

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Oberstleutnant Alt würdigt die Leistungen seiner Truppe

Oberstleutnant Alt würdigt die Leistungen seiner Truppe (Quelle: Sebastian Reker)Größere Abbildung anzeigen

Höhepunkte – Das Feuer in 50 Jahren

Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche“, zitierte Oberstleutnant Josef Alt Kommandeur der Flugabwehrraketengruppe 25, in seiner Eingangsrede den österreichischen Komponisten Gustav Mahler. In diesem Sinn hat sich der Kommandeur in seiner Ansprache auch auf die Höhepunkte der Geschichte konzentriert. Eine abwechslungsreiche und von vielen Veränderungen geprägte Zeit, auf welche die Flugabwehrraketengruppe 25 stolz zurück blicken kann. Aber auch in der jüngeren Vergangenheit hat es viele Herausforderungen gegeben; sind neue Aufgaben an die Soldaten gestellt worden. Nach der Einführung des Waffensystems Patriot in den 80er Jahren folgte eine Reihe von internationalen Übungen. „Roving Sands“ im Südwesten der Vereinigten Staaten von Amerika, bei Eis und Schnee im kalten Nordnorwegen und an den östlichen Rand Europas, während der Übung „Dynamic Guard“, wurden Mensch und Material gefordert.

Allerdings waren auch Auswirkungen von Geschehnissen auf der „großen“ politischen Bühne zu spüren. Die Unterstützung der Amerikaner, unter anderem während des Einsatzes „Enduring Freedom“ bei der Bewachung ihrer Liegenschaften in Deutschland, bis hin zu etlichen Personalabstellungen in die zurzeit laufenden Auslandseinsätze der Bundeswehr, prägten Kompetenzen der Dienststelle. 2010 stellte die Dienststelle erstmals einen Sicherungszug für das Kosovo ab und bildet ebenfalls seit Juli dieses Jahres Soldaten aus, die als Operational Mentoring & Liaision Team (OMLT) Anfang 2012 nach Afghanistan verlegen, um dort afghanische Sicherheitskräfte nach internationalen Richtlinien auszubilden. Der Alltag der Soldaten ist somit durch aktuelle Einsätze der Bundeswehr geprägt, was nicht vom Kernauftrag - der Bekämpfung und Abwehr von Marschflugkörpern und Langstreckenraketen einer Flugabwehrraketengruppe- ablenken soll.

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Bürgermeister Langbehn übergibt einen Scheck für das Soldatenhilfswerk

Bürgermeister Langbehn übergibt einen Scheck für das Soldatenhilfswerk (Quelle: Sebastian Reker)Größere Abbildung anzeigen

Fest verwurzelt in der neuen Heimat

Aber nicht nur das Waffensystem Patriot beeindruckte die Bevölkerung. Zudem wurde auch die Bereitschaft der Soldatinnen und Soldaten, sich in Vereinen zu betätigen, oder sich ehrenamtlich zu engagieren deutlich gewürdigt. Dieses Lob galt aber nicht nur den Soldaten selbst. Auch ihre Angehörigen haben in Nordfriesland eine neue Heimat gefunden und sind als Mitbürger voll integriert. Das wusste auch der Bürgermeister der Gemeinde Leck, Rüdiger Skule Langbehn, zu schätzen. So hob er die Bereitschaft der Soldaten und ihrer Angehörigen, sich einzubringen, besonders hervor. „Dieses große Engagement der Neubürger, war und ist bis heute eine enorme Bereicherung für unsere gesamte Region in allen Bereichen und wir sind daher froh mit Ihnen in einer Gemeinschaft zu leben“.

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Andrang vor der beliebten Erbsensuppe

Andrang vor der beliebten Erbsensuppe (Quelle: Sebastian Reker)Größere Abbildung anzeigen

Waffensystem zum Anfassen

Über den Kernauftrag der Flugabwehrraketengruppe 25 konnten sich die Besucher vor Ort persönlich ein Bild machen. Im Anschluss an den Appell bestand für Interessierte die Möglichkeit, sich das Waffensystem Patriot im Rahmen einer Waffensystemschau aus der Nähe anzusehen. Viele Fragen wurden gestellt und selbstverständlich auch beantwortet. Abschließend trug auch das Angebot „Erbsensuppe aus der Gulaschkanone“ zum guten Gelingen der Feierlichkeiten bei.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Sebastian Reker


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