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Flugabwehrraketen-Übung "Joint Projekt Optic Windmill" erfolgreich beendet

De Peel, Niederlande, 19.07.2010.
Größte multinationale Flugabwehrraketen-Übung geht zu Ende – Joint Project Optic Windmill (JPOW) 2010 ein Erfolg.

Zufahrt zur Luftwaffenbasis De Peel
Zufahrt zur Luftwaffenbasis De Peel (Quelle: Luftwaffe/Andre van der Schüür)Größere Abbildung anzeigen

Vom 28. Juni bis 17. Juli 2010 wurde zum elften Mal die Übung „Joint Project Optic Windmill 2010“ (JPOW 2010) in den Niederlanden durchgeführt. Schwerpunkt dieser Übung ist die Abwehr und Bekämpfung anfliegender taktisch-ballistischer Flugkörper (Tactical Balistic Missile – TBM), Raketen mit kurzer bis mittlerer Reichweite, unbemannte Flugkörper (Unmanned Aerial System – UAS) und Marschflugkörper (Cruise Missile – CM). Die Übung ist von höchster Bedeutung für die Zusammenarbeit der beteiligten Nationen bei der Weiterentwicklung von Flugabwehrsystemen der Zukunft.

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Die Antennenmastanlage mit den Nationalflaggen
Die Antennenmastanlage mit den Nationalflaggen (Quelle: Luftwaffe/Andre van der Schüür)Größere Abbildung anzeigen

NATO-Netzwerk verbindet weltweit

In diesem Jahr beteiligten sich Streitkräfte aus 16 Nationen an der Übung. Neben den niederländischen Streitkräften stellte die Bundeswehr mit nahezu 250 Soldaten aus allen Teilstreitkräften das größte Kontingent der etwa 1.100 Übungsteilnehmer. Bereits zum zweiten Mal wurde die Übung nicht nur auf einen Standort beschränkt - in Zeiten weltweiter Vernetzung konnten weitere Verbände jederzeit zugeschaltet werden. So wurde beispielsweise das Taktische Aus- und Weiterbildungszentrum Flugabwehrraketen der deutschen Luftwaffe (TAWZ FlaRakLw) aus Fort/Bliss Texas, USA durch ein NATO-Netzwerk angebunden. Die Luftwaffeneinheit nahm mit ihrem Simulations-, Ausbildungs-, Analyse-, Planungs- und Experimentalsystem (SAAPES) online an JPOW 2010 teil.

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Der Eingangsbereich der niederländischen Luftwaffenbasis De Peel
Der Eingangsbereich der niederländischen Luftwaffenbasis De Peel (Quelle: Luftwaffe/Andre van der Schüür)Größere Abbildung anzeigen

Virtuelle Erprobung

Auf Basis der hierfür erfolgten Vernetzung der Kommandostäbe aller beteiligten Waffensysteme ermöglicht die Übungsanlage auch die virtuelle Erprobung und Einbindung neu entwickelter oder künftiger Waffen. Außerdem wurde ein niederländisches, verlegefähiges Steuerungs- und Meldezentrum (Deployable Control and Reporting Center – DCRC) zum Einsatz gebracht, das teilweise auch mit deutschem Luftwaffenpersonal bestückt wurde. Es dient der Luftraumüberwachung, Luftraumordnung sowie Einsatzführung von Luftstreitkräften auf operativer und taktischer Ebene und kann sogar maritime Einheiten im Lagebild berücksichtigen. Generell haben leistungsstarke Computersimulationen den betroffenen Verbänden realitätsnahe Szenarien aller denkbaren Gefechtssituationen in Echtzeit ermöglicht.

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Die Kabinen des Gefechtsstandes (SAMOC)
Die Kabinen des Gefechtsstandes (SAMOC) (Quelle: Luftwaffe/Andre van der Schüür)Größere Abbildung anzeigen

Flugabwehr ist Kernfähigkeit der Luftwaffe

Luftstreitkräfte sind und bleiben im Fall eines Einsatzes Kräfte der „ersten Stunde“. Bei dem erforderlichen Wandel in der Ausstattung werden die Verbände mit zukunftsfähigen Waffen und Technik neuester Generation ausgestattet. Die Streitkräfte gewinnen damit in allen Bereichen an Wirksamkeit, Durchhaltefähigkeit und operativer Flexibilität. Insbesondere die teilstreitkraftübergreifende Zusammenarbeit mit Streitkräften anderer Nationen ist von größter Bedeutung und bilden einen Übungsschwerpunkt in der Luftwaffe.

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Stand vom: 20.06.11 | Autor: Andre van der Schüür


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