Ein erfolgreicher Tag
Hohn, 17.09.2011.
15.000 Besucher beim Familien- und Freundestag des Lufttransportgeschwaders in Hohn. Ein erfolgreicher Tag ist zu Ende. Neben der Jubiläumsmaschine des Geschwaders präsentierte der Verband "Luftwaffe zum Anfassen".


Engagement wird geschätzt
„Ich finde es toll, dass die Bundeswehr so einen Tag der Offenen Tür für die zivile Bevölkerung veranstaltet. Die Soldaten investieren viel Zeit, damit es uns Spaß macht und dass wir hier viele Informationen mitnehmen können“, sagte Wolfgang Ewald aus Kropp. Der neunjährige Eyrile Hirschmann freut sich auf den heutigen Tag und erzählt: „Ich sehe gerne zu, wie die Flugzeuge starten und in den Himmel fliegen. Wenn ich kann, möchte ich heute gerne in so einem großen Flieger sitzen, um zu sehen, wie so ein großes Flugzeug von innen aussieht.“

In der Wartungshalle sitzen Jan und Erik in einer DO-28. Die Geschwister finden den ehemaligen Seeaufklärer der Luftwaffe ziemlich cool. "Einmal auf dem Chefsessel eines Flugzeuges sitzen macht schon Laune", so die beiden Jungs, die durch Stabsunteroffizier Bienwald den "Vogel" erklärt bekommen. Bienwald hat mit vier weiteren Soldaten des 3./Wartungszuges des LTG 63 die alte Maschine restauriert und mit viel Liebe zum Detail "fit" gemacht.

Die Präsentation der verschiedenen Pionierfahrzeuge zieht den technisch versierten Horst Bredehost aus Büdelsdorf bei Rendsburg magisch an. Aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Instandhalter solcher Fahrezeuge sieht er die Ausstellung mit ganz anderen Augen. "Die gesammelten Eindrücke von heute erinnern mich an meine damalige Arbeit, als ich an ähnlichen Maschinen Wartungsarbeiten oder Reparaturen durchführte. Es sind einfach schöne Momente, an die ich mich durch diese Ausstellung erinnere. Es ist ein schöner und gelungener Tag für mich", so Horst Bredehost.

Vater und Sohn
Vater Michael und Sohn Thade Bot genießen die Attraktionen des Familien- und Freundestag. Die Station der Flugplatzfeuerwehr findet Sohn Thade Bot besonders interessant. Die Feuerwehr ermöglicht heute den Jugendlichen mit Hilfe einer Kübelspritze Feuer zu bekämpfen. Thade, 7 Jahre, berichtet aufgeregt:" Gerade habe ich versucht die Flammen mit Hilfe eines Feuerwehrschlauchs zu löschen." Sein Vater erzählt: "Für jung und alt ist hier gesorgt. Die unzähligen Attraktionen sprechen mich sehr an. Die Kinder bekommen neue Eindrücke von Flugzeugen und Hubschraubern oder wie vorhin von der Feuerwehr. Für uns ist der Tag jetzt schon ein voller Erfolg."

Tornado Flugsimulator
Im Tornado-Flugsimulator hat sich der 12-Jährige Oliver Maxias einen Platz gesichert. Er versucht den Jet auf Kurs zu halten. Als wir ihn ansprachen sagt er," ich sitze in einem Flugzeug und versuche mit Hilfe des Flugnavigators den richtigen Kurs zu halten. Es ist nicht leicht aber mit ein wenig Übung bekomme ich das schon hin." Nach einiger Zeit flog Oliver fast wie ein richtiger Pilot die Maschine und hatte dabei einen Riesenspaß.

Papa ich habe Angst vorm Fliegen
Vater Stephan und Sohn Till-Harm Raap sind heute auf dem NATO-Flugplatz Hohn um die interessanten Ausstellungsstationen zu bestaunen. Herr Raap berichtet: „Mein Sohn und ich standen vor wenigen Minuten vor dem Hubschrauber Typ Puma und mein Kleiner traute sich nicht ins Cockpit, weil er befürchtete, dass der Hubschrauber plötzlich startet “ Der dreieinhalb Jahre alte Till-Harm sagte dazu, „ich bin noch nie geflogen. Und Angst habe ich sowieso keine."

Respekt und Ehre
Luftwaffe.de hat den ehemaligen Soldaten Rainer Hartwig aus Sankt Peter Ording auf dem Jubiläum des LTG 63 getroffen. Er sagte: „Ich respektiere und ehre die Bundeswehr, vor allem die Leistung der Soldaten am heutigen Tag ist beeindruckend. Ich war selber Soldat und mir ist bewusst, was sie für unser Land leisten. Zum Abschluss gratuliere ich dem LTG 63 herzlich zum 50-Jährigen Jubiläum und dem erfolgreichen Tag."

Stabsfeldwebel Behrendt informiert interressierte Besucher über "IED"s (Improvised Explosive Device). Hierbei handelt es sich um improvisierte Sprengfallen, die häufig in Afghanistan vorkommen. Sie stellen die größte Gefahr für Soldaten im Einsatz dar. Behrendt hat als Kampfmittelbeseitigungsfeldwebel schon sehr viele Einsätze hinter sich. Mit ausfühlichem Bildmaterial stellt er sich heute den Fragen der Besucher und bringt ihnen die schwierige Situation der Soldaten im Einsatz näher.

Der Jubiläumstag des Lufttransportgeschwaders 63 Hohn geht zu Ende. Besucher, Flugzeuge, Lastkraftwagen und Hubschrauber verlassen den NATO-Flugplatz. Annährend 15.000 Gäste erkundeten den Verband, bestaunten Exponate und erlebten das "Team Luftwaffe" hautnah.





