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Luftwaffe fliegt jetzt „Global“

Köln-Wahn, 16.11.2011.
Der neue „Regierungsflieger“ Global 5000 setzt Maßstäbe. Das Mittel- und Fernstreckenflugzeug kann Delegationen bis 12 Personen befördern und ersetzt schrittweise die in die Jahre gekommene Challenger CL 601. Kommandant Oberstleutnant René Wieland erklärt, was die Maschine besonders macht.

Der Kommandant im Cockpit

Der Kommandant im Cockpit (Quelle: Luftwaffe/Alexander Bräutigam)Größere Abbildung anzeigen

Zwei von insgesamt vier Flugzeugen vom Typ Global 5000 wurden der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung bereits ausgeliefert und sind vor allem im politisch - parlamentarischen Flugbetrieb im Einsatz. Die restlichen Maschinen folgen bis zum Ende des Jahres. In der behindertengerechten Kabine des Flugzeuges finden bis zu 12 Reisende Platz.

„Mit einer maximalen Reichweite von 9000 Kilometern können wir non-Stop von Berlin nach Washington fliegen“,erläutert Oberstleutnant René Wieland. Als Flugzeugführer und Kommandant der Global 5000 ist er, zusammen mit seiner zweiköpfigen Crew, für den Flug und die Sicherheit an Bord verantwortlich. Zur technischen Ausstattung gehören unter anderem ein elektronisches Freund-Feind-Kennungsgerät sowie eine gesicherte Kommunikationseinrichtung über Satellit. Wie alle „Regierungsflieger“ kann auch die Global 5000 zum Transport von Verwundeten, Unfallverletzten oder Kranken (Medical Evacuation = MedEvac) umgerüstet werden. Dazu wird innerhalb kurzer Zeit eine entsprechende Patientenstation zur intensivmedizinischen Betreuung eingerüstet.

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Die Global 5000 im offiziellen Regierungsanstrich

Die Global 5000 im offiziellen Regierungsanstrich (Quelle: Luftwaffe/Markus Schulze)Größere Abbildung anzeigen

Weil's gut ankommt

Die neuen Maschinen ersetzen sukzessive die in die Jahre gekommenen Challenger CL 601. Beide Flugzeugmuster sind vom kanadischen Hersteller Bombardier gebaut und dadurch im Grundaufbau ähnlich. „Es sind jedoch 20 Jahre in der Entwicklung zwischen diesen beiden Luftfahrzeugen vergangen, so dass es bei der Global 5000 ein deutlich höheres Maß an Automatisierung im Cockpit gibt“, erklärt der Luftwaffenstabsoffizier. Das bringe letztendlich eine Arbeitserleichterung und Unterstützung für die Cockpitbesatzung mit sich. Doch nicht nur bei der Besatzung kommt das Flugzeug gut an: „In diesen Tagen fand der erste politisch/parlamentarische Flug mit Bundesaußenminister Westerwelle statt. Sein Feedback war äußerst positiv!“

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Letzte Checks vor dem Abflug

Letzte Checks vor dem Abflug (Quelle: Luftwaffe/Alexander Bräutigam)Größere Abbildung anzeigen

Flexibel und wirtschaftlich

Die Einführung der Global 5000 ist der abschließende Teil des Erneuerungsprogramms der Luftfahrzeugflotte der Flugbereitschaft. Neben den Bombardier Maschinen wurden bereits zwei Airbus A319 CJ (Corporate Jetliner), sowie zwei Airbus A340-300 der Flugbereitschaft BMVg, und somit der Luftwaffe, übergeben. „Je nach Größe der Delegation wird letztlich darüber entschieden welches Flugzeug eingesetzt wird“, erklärt Flugzeugkommandant Wieland. Da der größere Airbus A319 CJ und die Global 5000 ähnliche Reichweiten und Einsatzspektren haben, ist die Regierungsflotte noch flexibler und wirtschaftlicher geworden. Aufgrund der maximal möglichen Flughöhe verringert sich auch der Kerosinverbrauch des VIP-Flugzeuges. Umweltgedanke inklusive.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Timo Braam


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