Neue Führung beim Jagdbombergeschwader 33
Büchel, 03.08.2011.
Am vergangenen Freitag übertrug der Kommandeur der 2. Luftwaffendivision, Generalmajor Bernhard Fürst, bei einem feierlichen Appell das Kommando über den Luftwaffenverband von Oberst Dr. Jan Kuebart an Oberstleutnant Andreas Korb. Oberstleutnant (OTL) Korb ist der 19. Kommodore des traditionsreichen Geschwaders in der Eifel.

Typisches Eifelwetter, das leider keinen Formationsüberflug erlaubte, begleitete am 29. Juli den Kommandowechsel auf dem Fliegerhorst in Büchel. Rund 150 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft nahmen an der Geschwaderübergabe teil.

General Fürst nutzte die Gelegenheit, sich bei seiner Ansprache zur Kommandoübergabe auch bei allen Angehörigen des Verbandes für die hervorragenden Leistungen der letzten Jahre zu bedanken. „Das Jagdbombergeschwader 33 genießt aufgrund vorbildlicher Leistungen, guter Moral und hoher Motivation in der Luftwaffe und bündnisweit einen herausragenden Ruf.“ so der Divisionskommandeur. Das Jagdbombergeschwader 33 ist momentan der einzige Verband, der noch vollständig auf Tornados in der Jagdbomberrolle baut. Daher sind „die Büchelaner“ prädestiniert für sämtliche Hochwertübungen, - Green Flag West oder Consolidated Skills, um nur einige zu nennen - die den bewährten Kampfjet in seiner Mehrzweckrolle fordern und bei welchen auch neue Techniken zur Einsatzerprobung kommen, Stichwort Air Surface Integration. Die Jagdbomber Tornado IDS (Interdiction/Strike) bleiben Rückgrat des Luftangriffs solange, bis sie durch den Eurofighter in der gleichen Rolle ersetzt werden.

General Fürst stellte hierbei auch die besondere Rolle heraus, die das Geschwader mit seinen Tornados für die Bundesrepublik im Zuge der Umrüstungsphase auf den Eurofighter zu übernehmen hat: „Das Jagdbombergeschwader 33 wird für etliche Jahre der Einsatzverband der Luftwaffe sein, bei dem die Kernfähigkeit zur Bekämpfung von Bodenzielen aus der Luft und insbesondere die Luftnahunterstützung konzentriert sein wird.“ Vor diesem Hintergrund beglückwünschte der Divisionskommandeur den neuen Kommodore zu seiner jetzigen Herausforderung.

Oberstleutnant Korb bedankte sich für das in seine Person gesetzte Vertrauen und drückte seine Freude darüber aus, zusammen mit allen Geschwaderangehörigen ein weiteres Kapitel der traditionsreichen Geschichte des Jagdbombergeschwaders 33 schreiben zu dürfen. „Wohl kaum ein anderer Verband der Luftwaffe ist dermaßen eng mit den umliegenden Städten, Dörfern und Gemeinden verbunden", so der neue Kommodore. Zusammenhalt fordert er jedoch nicht nur nach außen, sondern auch innerhalb des Geschwaders ein: In Zeiten des Wandels und gravierender Veränderungen gelte es, "Flexibilität und Beweglichkeit zu beweisen, ohne jedoch Bewährtes gleich über Bord zu werfen. Dazu werde ich Sie alle brauchen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Luftwaffe, aber auch die Eifel auch künftig mit Stolz und Anerkennung auf „ihr“ und „unser“ Jagdbombergeschwader 33 blicken können.“
Der Übergabe des Kommandos über das Geschwader war erst wenige Tage vorher ein weiterer Führungswechsel vorangegangen: Am 22. Juli wurde das Kommando der Fliegerhorstgruppe von Oberstleutnant Torsten Schulze an Oberstleutnant Thomas Waterholter übergeben.
