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Das Spiel mit dem Feuer

Upjever und Mazar-e Sharif, 23.08.2011.
Wenn man den Feuerwehrmännern und -frauen bei ihrer Arbeit zusieht, erkennt man kaum, dass sie Soldaten sind. Die Soldaten gehören zur 9. Staffel des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ in Schortens, der einzigen militärischen Brandschutzstaffel der Luftwaffe in einem reinen Einsatzverband.

Brandschützer der Luftwaffe im Einsatz

Brandschützer der Luftwaffe im Einsatz (Quelle: Luftwaffe/Hendrik Niermann)Größere Abbildung anzeigen

Die Kernaufgabe der Staffel ist es, den Brandschutz auf dem Fliegerhorst Upjever, aber auch im Feldlager und Umgebung Mazar-e Sharifs in Afghanistan zu gewährleisten. Für diesen Auftrag sind ständig 13 Brandschutzfeldwebel der Einheit mit ihren Löschfahrzeugen im Einsatz.

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Body-Body-Check

Body-Body-Check (Quelle: Luftwaffe/Hendrik Niermann)Größere Abbildung anzeigen

Nur gemeinsam geht’s

Ein Team sind sie wirklich: Dienstgrade spielen unter den Brandschützern kaum eine Rolle. Ob Unteroffizier oder Oberstabsfeldwebel, jeder muss sich auf jeden verlassen und jeder muss alles beherrschen. Deshalb werden nach Übungen die Aufgaben durchgetauscht, damit jeder in der Lage ist, beispielsweise als Zugführer wie auch als Kraftfahrer, im Einsatz zu agieren.

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Der Brand wird bekämpft

Der Brand wird bekämpft (Quelle: Luftwaffe/Hendrik Niermann)Größere Abbildung anzeigen

Immer einsatzbereit

Heute steht ein Brand in einer Instandsetzungshalle für Kampfflugzeuge vom Typ Tornado auf dem Ausbildungsplan. Die Männer stehen gerade noch mit Kaffee und Zigarette beisammen, da kommt schon der „Alarm“. Ein Techniker aus der Halle hat einen Notruf abgesetzt: In der Instandsetzungshalle brenne es und weitere Personen befinden sich noch in der Halle. In kürzester Zeit sind die Männer auf ihren Einsatzfahrzeugen und fahren mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort.

Die Feuerwehr naht

Die Feuerwehr naht (Quelle: Luftwaffe/Michael Bertram)Größere Abbildung anzeigen

Vor Ort springt der Zugführer aus dem Fahrzeug und erkundet die Lage. Weißer Rauch quillt aus allen Öffnungen der Hallentore, eine Person kommt durch die Hallentür und erklärt den Brandschützern, dass sich noch weitere Personen in der Halle aufhalten. Ohne viele Anweisungen wissen die Männer, was zu tun ist. Wasserschläuche werden ausgerollt, Atemschutzgeräte werden angelegt und immer zwei prüfen im „Body-Body-Check“, dass alles sitzt und auch funktioniert. Danach schickt der Zugführer zwei seiner Männer rein.

Die erste Person wird geborgen

Die erste Person wird geborgen (Quelle: Luftwaffe/Hendrik Niermann)Größere Abbildung anzeigen

In voller Montur, mit fast 30 Kilo Ausrüstung, verschwinden die beiden Soldaten langsam in dem dichten Rauch. Für Außenstehende vermag zu viel Zeit vergehen, bis die Brandschützer die Instandsetzungshalle betreten, aber: „Die Trupps sind kein Selbstmordkommando, sie sollen Leben retten!“, erklärt einer der Männer. Kurze Zeit später tragen sie eine Person aus dem Gefahrenbereich - und sofort geht der nächste Trupp rein. Nahezu ohne Sicht sucht der Trupp nach den übrigen Personen und dem Brandherd. Dieser wird dann auch sehr schnell lokalisiert: es ist ein Kampfflugzeug. Mit Hilfe eines Radschleppers wird es unverzüglich aus der Instandsetzungshalle gezogen und auf dem Hallenvorfeld gelöscht.
Am Ende der Übung befinden sich alle Beteiligten in Sicherheit.

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Brandschützer in Aktion

Brandschützer in Aktion (Quelle: Luftwaffe/Hendrik Niermann)Größere Abbildung anzeigen

Begehrte Stellen im Brandschutz

Der Weg zum Brandschutzfeldwebel bei der 9. Staffel ist ein forderndes Unterfangen. Voraussetzung ist zunächst eine entsprechende handwerklich-technische Berufsausbildung. Nach ihrer militärischen Feldwebelausbildung durchlaufen die Soldaten eine 18-monatige Brandschutzausbildung. Dafür müssen sie sich unter anderem auch einer Atemschutztauglichkeitsuntersuchung unterziehen. Hier wird der angehende Brandschutzsoldat – auf Herz und Nieren geprüft, um sicherzustellen, dass sie für die Belastungen im Einsatz tauglich sind. Mit Jacke, Hose, Helm, Stiefeln, Axt und Atemschutzgerät tragen die Brandschützer bis zu 30 Kilogramm Ausrüstung am Körper, retten Menschenleben und löschen Brände. „Wenn man alles geschafft hat, dann gehört man zu einem Team, das auf seine Art und Weise in der Luftwaffe einzigartig ist" so einer, der es wissen muss, denn er gehört dazu.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Michael Bertram


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