Die ersten Wahlen seit 20 Jahren
Sudan, 30.11.2009.
Der Sudan steht vor großen Herausforderungen. Im Jahr 2010 finden erstmals seit zwei Jahrzehnten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Eine Volksabstimmung soll 2011 über die Unabhängigkeit des Südsudans entscheiden.
Die Vorbereitungen zur ersten freien Wahl werden mit der Registrierung der Wähler eingeleitet. Nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg ist diese Parlaments- und Präsidentschaftswahl für viele Sudanesen die erste freie Wahl auf allen staatlichen Ebenen in ihrem Leben. UNMIS Soldaten und Beamte werden die Mitarbeiter der Wahlkommission in entlegene Regionen des Landes begleiten, damit Wahlhelfer ausgebildet werden können.

Erschwerte Rahmenbedingungen
Die Vorbereitung und die Durchführung der Wahlen werden aber nicht nur durch technische Probleme erschwert. Schon das Flächenmaß des Landes mit 2,505 Millionen Quadratkilometern stellt die Logistik vor sehr große Herausforderungen. Zusätzlich ist das Wahlverfahren überaus kompliziert. Die sudanesische Bevölkerung hat die Wahl zwischen 68 zugelassenen Parteien. Gewählt werden nicht nur der Präsident und die nationale Volksvertretung, sondern auch die Parlamente und Gouverneure der Bundesstaaten sowie im eigenständigen Süden die Regionalregierung und das Regionalparlament.

UNMIS - Mission
Am 24. März 2005 beschlossen die Vereinten Nationen (VN) mit der Resolution 1590 die Gründung der UNMIS (United Nations Mission in the Sudan) zur Überwachung des Friedensabkommens zwischen der muslimischen Regierung und der überwiegend christlichen Rebellenarmee im Südsudan. Die Mission leistet humanitäre Hilfe, prüft die Einhaltung der Menschenrechte und unterstützt bei der Neuordnung der Sicherheitskräfte, dem Justizaufbau und der Restrukturierung der Polizeikräfte.


