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Waffensysteme über dem Baltikum

Siauliai, Litauen, 02.09.2009.
Im Rahmen der Übernahme des Air Policing Baltikums fand am Sonntag, den 30. August 2009, auf persönliche Einladung des tschechischen Kontingentführers, Major Jaroslav Mika, ein Informationsaustausch zwischen den Piloten beider Nationen statt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen aber nicht nur die persönlichen Erfahrungen der Piloten, es bestand auch ein reges Interesse an den doch sehr unterschiedlichen Flugzeugmustern beider Nationen.

Oberstleutnant Grüne erläutert das Eurofightercockpit
Oberstleutnant Grüne erläutert das Eurofightercockpit (Quelle: Luftwaffe/Uwe Cremer)Größere Abbildung anzeigen

Der Eurofighter nimmt im Vergleich neuer Kampfflugzeuge eine Spitzenstellung ein. Bei seiner Entwicklung stand die Überlegenheit im modernen Luftkampf im Mittelpunkt. Er ist als ein einsitziges, zweistrahliges Kampfflugzeug der vierten Generation für die Rolle eines Jagdflugzeuges optimiert, aber auch gegen Bodenziele hochwirksam einsetzbar. Während seiner Entwicklung wurde auf vielen Gebieten technologisches Neuland betreten. Besonderes Augenmerk wurde auf die Schnittstelle „Mensch-Maschine“ (Human-Machine-Interface, HMI) gelegt. Mit dieser Entwicklung konnte die Effektivität des Flugzeuges in den Bereichen der Treffergenauigkeit, Überlebensfähigkeit und die Flexibilität des gesamten Waffensystems enorm gesteigert werden. Leistungsstarke Triebwerke, große Reichweite und modernste Avionik bieten neue operationelle Möglichkeiten im Rahmen der Teilnahme an gemeinsamen Einsatzmissionen mit anderen NATO-Verbündeten.

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Eurofighter kurz vor dem Start
Eurofighter kurz vor dem Start (Quelle: Luftwaffe/Johann Ostholthoff)Größere Abbildung anzeigen

Das Rückgrat der Luftwaffe

Der Eurofighter ist ein zweistrahliger Tiefdecker mit Deltatragflächen und einem Canard - Höhenleitwerk. Diese Kombination ermöglicht höchste Agilität. Ein weiterer Grund seiner deutlichen technischen Überlegenheit ist die aerodynamische und die strukturelle Auslegung des Flugzeuges. Der Eurofighter ist durch seine Bauart leicht, weil er aus modernsten Kohlefaser-Verbundwerkstoffe und leichten Aluminiumlegierungen besteht. Seine Deltaflügelkonstruktionen sind ideal für den Hochgeschwindigkeitsflug ausgerichtet. Sie ermöglichen eine optimale Flügelflächenbelastung. Nicht nur der geringe Luftwiderstand durch die klaren Konstruktionslinien sondern auch das optimale Schub-Gewichts-Verhältnis erlauben den Überschallflug ohne Nachbrenner.

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Saab Gripen während des Landeanfluges
Saab Gripen während des Landeanfluges (Quelle: Luftwaffe/Johann Ostholthoff)Größere Abbildung anzeigen

Tschechische Gripen über dem Baltikum

Vom 1. Mai bis zum 31. August 2009 übernahmen die tschechischen Luftstreitkräfte die Luftraumüberwachung über dem Baltikum. Die Saab JAS 39 Gripen sind im normalen Dienstbetrieb auf der Caslav Air Force Basis beheimatet und gehören zur 211. Luftstaffel. Für die tschechische Luftwaffe war dies der erste Auslandseinsatz.Die Saab JAS 39 Gripen (der Greif) ist ein Mehrzweckkampfflugzeug. Die tschechische Luftwaffe hat insgesamt 14 Maschinen, darunter 12 vom Typ JAS 39 C und zwei vom TYP JAS 39 D, bis zum Jahr 2017 geleast. Die verwendete Bezeichnung JAS steht für Jakt, Attack och Spaning (Jagd/Erdkampf/Aufklärung).

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Piloten unter sich
Piloten unter sich (Quelle: Luftwaffe/Uwe Cremer)Größere Abbildung anzeigen

Technische Beschreibung

Der „Gripen“ ist ein schwedisches Mehrzweckkampfflugzeug, das als Ein- und Doppelsitzer verfügbar ist. Es wurde konstruiert für den Wintereinsatz und kann auf Behelfspisten, Autobahnen sowie auf unbefestigten Straßen starten und landen. Zudem erfüllt sie die Anforderungen nach hoher Zuverlässigkeit, einfacher Wartung und universellem Einsatz. Es handelt sich bei diesem Flugzeug um einen Mitteldecker mit Deltaflügeln und beweglichen Canards an den seitlich angebrachten Lufteinlässen. Die Canards dienen nicht nur der Manövrierfähigkeit, sondern können auch zur Verkürzung der Landestrecke genutzt werden. Im hinteren Teil des Rumpfes sind zusätzlich zwei Bremsklappen angebracht. Im Cockpit stehen verschiedene Multifunktionsbildschirme zur Verfügung. Das Flugzeug besteht zu etwa dreißig Prozent aus Verbundwerkstoffen. Für den Rumpf wurde eine Aluminiumlegierung und für die Tragflächenanschlüsse Titan verwendet.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: 


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