Im Zeichen des Taurus
Südafrika, 26.10.2011.
In der Zeit vom 26. Oktober. - 29. November 2011 führt die Luftwaffe mit der Übung „Taurus 2011“ das Qualitätssicherungs- und Systemschießen (QSS) mit dem Luft-Boden-Flugkörper Taurus auf der Overberg Test Range in Südafrika durch.

„Retro 81, you are cleared to land on Runway 28.” Der erste der drei Tornados des Jagdbombergeschwaders 33 aus Büchel kurvt ein zur Landung auf der Testbasis Overberg, rund 160 Kilometer südöstlich von Kapstadt. Kurz darauf haben es auch die anderen beiden Tornados geschafft und sind am südlichen Ende des afrikanischen Kontinents gelandet. Nach dem Start in der Eifel erreichte man mit zwei Zwischenlandungen in Gando auf Grand Canaria und Ascension Island im Südatlantik in drei Tagen das Ziel der Verlegung. Mit Hilfe eines KC-10 Tankerflugzeug der US Air Force, das ausreichend Kraftstoff zum Nachtanken in der Luft zur Verfügung stellte, war es möglich, die Strecke von über 10000 Kilometern entlang der Westküste Afrikas zu überwinden.

Vorbereitung
Bereits am 18. Oktober war ein 12 Mann starkes Vorauskommando nach Südafrika gestartet, um alles für die Ankunft von Material und Personal auf der Denel Overberg Test Range vorzubereiten. Am Tag darauf folgte eine Antonov An-124 mit den Taurus-Flugkörpern und insgesamt 60 Tonnen Material. Hinzu kamen noch 15 weitere Container, die Wochen vorher auf dem Seeweg von Bremerhaven nach Kapstadt verschifft worden waren und ebenfalls zeitgerecht eintrafen. Alles in allem eine logistische Meisterleistung ein Packet zu schnüren, das vom Triebwerk bis zur kleinsten Schraube alles enthält, um einen reibungslosen Übungsflugbetrieb zu garantieren - nicht zu reden von der Erstellung von Transportpapieren für die Zollformalitäten bei der Einfuhr in Südafrika. Mit dem Hauptkommando trafen dann am 24. Oktober 2011 weitere 68 Soldaten und Zivilbedienstete in Overberg ein. Ein Airbus A310 der Flugbereitschaft BMVg hatte sie von Köln-Wahn mit einer Zwischenlandung in Accra/Ghana nach Südafrika geflogen.

Der Projektverband
Seit Ende 2005 ist das Jagdbombergeschwader 33 aus Büchel in der Eifel mit dem Luft-Boden Flugkörper vom Typ Taurus ausgerüstet. Nach Auslieferung der letzten Flugkörper an die Luftwaffe im vergangenen Jahr soll der Taurus seine Fähigkeiten jetzt unter einsatznahen Bedingungen beweisen. Mit Unterstützung des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB), dem Waffensystemkommando der Luftwaffe, den Wehrtechnischen Dienststellen 61 und 91 sowie der Herstellerfirma Taurus Systems GmbH (TSG) aus Schrobenhausen wird nach mehreren Erprobungsschießen mit Prototypen des Flugkörpers jetzt erstmals mit dem Verschuß von Serienflugkörpern unter taktischen Bedingungen begonnen. Darüber hinaus sind auch einige Einsätze zusammen mit JAS-39 Gripen der South African Air Force geplant, welche die Overberg Test basis in der zweiten Novemberhälfte besuchen.
Lesen Sie nächste Woche mehr über den Luft-Boden Flugkörper Taurus.
Bilder
Die Besatzungen nach dem Überführungsflug (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenBegrüßung der Besatzungen in Overberg (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenEingang zur Overberg Test Range (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenTornados treffen nach sechs Stunden Flug ein (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenMessflugkörper mit Telemetrieausrüstung (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenDas Hauptkommando während der Zwischenlandung (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
Größere Abbildung anzeigenContainer bis unter die Decke gestapelt (Quelle: Luftwaffe/Milkowski)
Größere Abbildung anzeigenContainer werden ausgeladen (Quelle: Luftwaffe/Milkowski)
Größere Abbildung anzeigenContainer werden ausgeladen (Quelle: Luftwaffe/Milkowski)
Größere Abbildung anzeigenContainer werden aus der AN-124 ausgeladen (Quelle: Luftwaffe/Udo Milkowski)
Größere Abbildung anzeigenKommandoteilnehmer beim Briefing (Quelle: Luftwaffe/Ulrich Metternich)
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