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Professor Dr. Bernhard Vogel hält Vortrag an der Offizierschule der Luftwaffe

Fürstenfeldbruck, 09.02.2012.
Im Rahmen der an der Offizierschule der Luftwaffe quartalsweise stattfindenden Vorträge zur politisch-historischen Aus- und Weiterbildung trat am 9. Februar 2012 ein besonderer Gast auf: Professor Dr. Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident der beiden Bundesländer Rheinland-Pfalz und Thüringen.

Pensionierter Vollblutpolitiker: Professor Dr. Bernhard Vogel.

Pensionierter Vollblutpolitiker: Professor Dr. Bernhard Vogel. (Quelle: Luftwaffe/Michael Kistler)Größere Abbildung anzeigen

Bereits diese Ämterdoppelung weist darauf hin, dass der vortragende Rat, mittlerweile „nur noch“ Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, als politische Ausnahmegestalt der deutschen Politik angesehen werden darf und auf das Auditorium auch als solche wirkte: Der inzwischen pensionierte Vollblutpolitiker, tief verwurzelt im Geist der christlichen Soziallehre, im „Unruhestand“!

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Professor Dr. Bernhard Vogel bei der abschließenden Diskussionsrunde.

Professor Dr. Bernhard Vogel bei der abschließenden Diskussionsrunde. (Quelle: Luftwaffe/Michael Kistler)Größere Abbildung anzeigen

„Herausforderungen für die freiheitliche Demokratie in Deutschland“

Sein Thema war aufgrund der innen- wie außenpolitischen Ereignisse, gerade der letzten Monate, mit gesteigerter Brisanz versehen. Es ging um die „Herausforderungen für die freiheitliche Demokratie in Deutschland“, auf das diese als Staatsform nicht scheitert. Bernhard Vogel wirkt als Brückenbauer, gerade auch zwischen den Generationen und als reflektierender sowie intellektuell versierter Politiker aus Leidenschaft zugleich. In seinem 45-Minütigen Vortrag schlug er den Bogen von den materiell, aber auch ideell schwierigen Startbedingungen der Bundesrepublik Deutschland bis hin zu den gegenwärtigen „Haarrissen“, wie geringer Wahlbeteiligung, schwindendes Vertrauen in die politischen Entscheidungsträger gekoppelt mit der Infragestellung des Primats der Politik. Sein Vortrag bildete nicht minder das Plädoyer des überzeugten Europäers. Dem Stammpersonal und den Lehrgangsteilnehmern der OSLw verhehlte er nicht die zunehmende Unübersichtlichkeit der Politik sowie die Schwierigkeit politischer Entscheidungsfindung auf Grund des Spannungsfeldes von Werten und Interessen. Er schloss mit der Mahnung, nicht in Bequemlichkeit zu verfallen und – da sprach die Alterweisheit gerade seiner Politikerpersönlichkeit – zu erkennen, dass die Geschichte dynamisch weitergehe.

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Diskussionsrunde

Das gespannt lauschende Auditorium nahm den Ball auf: In der „zweiten Halbzeit“ der Veranstaltung, der Fragerunde, kam der Mut zur Mündigkeit und der Wille, auch brenzlige Themen wie „Griechenland und die Eurokrise“ oder auch die „Causa Christian Wulff“ anzusprechen, gut zum Ausdruck. Differenziert und unaufgeregt ging Bernhard Vogel auf Wortmeldungen der jungen Offizieranwärter ein. Langanhaltender Beifall beschloss als Zeichen der Wertschätzung des Referenten ein Event jenseits der Effekthascherei.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Dr. Peter Popp


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