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Das 30.000. Luftbild beim Einsatzgeschwader

Mazar-e Sharif, 24.11.2009.
Am 17. November 2009 war es soweit: Gegen 10 Uhr Ortszeit setzt der Recce-Tornado mit der Seitennummer 44+69 auf der Runway des Flugplatzes Mazar-e Sharif auf und rollt zurück zu seiner Abstellposition. Dort wird die Besatzung bereits durch Soldaten der Recce Ground Station (RGS) erwartet. Sie haben gerade das 30.000. Bild im Rahmen des ISAF-Einsatzes aufgenommen. Ein Jubiläum, Anlass gibt, die Arbeit der Luftbildauswerter einmal näher zu betrachten.

Die Soldaten montieren am Recce Pod
Die Soldaten montieren am Recce Pod (Quelle: Luftwaffe/Pressestelle Mazar-e Sharif)Größere Abbildung anzeigen

Was hat sich für die Experten in der Auswertezelle geändert, seit das neue digitale System „Recce Lite“ den alten Nassfilm ersetzt hat? Bereits auf den ersten Blick wird deutlich: Die alten Leuchttische in der RGS sind verwaist, die Luftbildauswerter sitzen jetzt vor modernen Flachbildschirmen. „Die Qualität der Bilder ist im Gegensatz zum alten Nassfilmverfahren deutlich besser geworden“, erklärt Oberfeldwebel Robert M., einer der Luftbildauswertefeldwebel im Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif (EG MeS). Aber nach wie vor müssen die richtigen Schlüsse aus dem gezogen werden, was auf den Bildern zu sehen ist. Während der ungeübte Betrachter nur eine Brücke auf einem Bild sieht, erkennt der Luftbildauswerter auch kleinste Unregelmäßigkeiten. Veränderungen des Straßenbelages können zum Beispiel Hinweise auf vorbereitete Sprengladungen sein. „Die Luftbildauswertung mit den Recce-Tornados dient damit dem Schutz der eigenen Kräfte“, weiß Oberfeldwebel M.

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Oberfeldwebel Robert M. an seinem Arbeitsplatz in der Recce Ground Station
Oberfeldwebel Robert M. an seinem Arbeitsplatz in der Recce Ground Station (Quelle: Luftwaffe/Pressestelle Mazar-e Sharif)Größere Abbildung anzeigen

Neue Arbeitsweise

Auch die Arbeitsweise hat sich für die Auswerter geändert. „Früher haben wir immer im Team gearbeitet“, schildert M., „während der eine die zuvor entwickelten und geschnittenen Bilder ausgewertet hat, hat der andere gleichzeitig schon den Auswertebericht („RECCEXREP“) geschrieben.“ Diese Zwei-Mann-Teams gibt es heute nicht mehr, das Auswerten und die Erstellung des Auswerteberichts macht nun ein Auswerter. Möglich wird dies durch effizientere Software. Auf diese Weise können bei gleicher Personalstärke künftig mehr Arbeitsstationen besetzt werden. Auch wird die Auswertezeit erheblich verkürzt, weil eine Übertragung der Bilder vom Recce-Pod über den Taktischen Datenlink direkt zur Bodenstation möglich ist. „Das geschieht nahezu in Echtzeit“, erläutert Oberfeldwebel M., „dadurch sind wir mit der Auswertung oft schon fertig, ehe die Maschine gelandet ist.“

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Auswertung der Aufnahmen
Auswertung der Aufnahmen (Quelle: Luftwaffe/Pressestelle Mazar-e Sharif)Größere Abbildung anzeigen

Auch bei Nacht gestochen scharf

Mittlerweile liegen auch die ersten Erfahrungen mit Nachtflügen im Einsatzgebiet vor. Das auch dabei die Qualität der Bilder erheblich besser ist, bestätigte der erfahrene Luftbildauswertefeldwebel. Anfang des neuen Jahres werden zwei weitere Recce-Pods und vier Auswertestationen im Einsatzgebiet erwartet. Bis zum nächsten Jubiläumsbild wird es nicht mehr so lange dauern.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Presse Informations Zentrum Mazar -e Sharif


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