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Fragen, Fotos, Flugzeuge – Praktikum bei der Luftwaffe

Köln-Wahn, 08.09.2008.
Ein Praktikum im Presse- und Infozentrum (PrInfoZLw) der Luftwaffe in Köln-Wahn bedeutet nicht Kaffee kochen, Zettel kopieren und einheften. Hier heißt es Texte redigieren, Fotos machen, Interviews vorbereiten und führen und natürlich schreiben, schreiben, schreiben.

Die Praktikantin Ina Schmale an ihrem Arbeitsplatz
Die Praktikantin Ina Schmale an ihrem Arbeitsplatz (Quelle: Luftwaffe/Almir Hrnic)Größere Abbildung anzeigen

Der Alltag

An einem normalen Tag werden Texte gelesen und korrigiert – kurz: redigiert. Dabei ist wichtig, dass keine Fremd- oder Fachwörter verwendet werden und die Berichte für den Leser gut verständlich sind. Generell werden diese Texte dann ins Internet oder ins Intranet gestellt. Manche werden auch an Bundeswehr-Zeitungen geschickt und dort veröffentlicht.

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Keine Scheu vor Politikern und Kameras

Natürlich habe ich nicht nur in der Redaktion vor dem Computer gesessen und Texte korrigiert. Highlights waren Termine wie der Besuch des Staatssekretärs, der zur Luftwaffen-Kindertagesstätte (KiTa) kam und journalistisch begleitet werden musste. Als Vorbereitung darauf bekam ich schon vorab die Pressemappe und das Programm für den Tag, sodass ich mir Fragen für das Interview überlegen konnte. Nach einem Rundgang durch die KiTa ging es dann über zum Pressegespräch, wo auch Journalisten von Tageszeitungen anwesend waren. Anschließend bat mich der Kameramann vom Bundeswehr-Fernsehen bw.tv, dem Politiker doch vor der Kamera noch ein paar Fragen zu stellen. Er bräuchte noch O-Töne. Gesagt, getan. Wie sich später rausstellte war das nur der Anfang. Denn eine Stunde später reiste ein Kamera-Team vom WDR an und brauchte noch jemanden, der den Staatssekretär interviewt, da sie ohne Redakteur unterwegs waren. Also interviewte ich den Politiker ein zweites Mal vor der Kamera.

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Beim Interview mit dem Komiker und Fernsehmoderator Guido Cantz
Beim Interview mit dem Komiker und Fernsehmoderator Guido Cantz (Quelle: Luftwaffe/Christian Wolff)Größere Abbildung anzeigen

Luftwaffe erleben

In der zweiten Woche meines Praktikums stand das Ämterschießen auf dem Programm. Ein Kollege und ich bewaffneten uns mit Fotoapparat, Zetteln und Stiften und machten uns auf zum Schießplatz. Bundeswehr live: Pistolen, Gewehre und Maschinengewehre aus nächster Nähe. Nach einem spannenden Tag am Schießplatz setzten wir uns dann am nächsten Tag zusammen, schrieben gemeinsam den Artikel für das Internet und suchten die besten Fotos aus. Um auch einmal zu sehen, was denn die Luftwaffe ist, fuhr ich gemeinsam mit zwei Kollegen zum Fliegerhorst Nörvenich. Dort konnten wir Tornados aus nächster Nähe sehen und auf dem Pilotensitz eines Kampfflugzeuges klettern.

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Texte schreiben statt Kaffee kochen

Die „typischen Praktikantenarbeiten“ wie Kaffee kochen, Zettel kopieren und einheften gab es im PrInfoZLw nicht. An meinem letzten Tag habe ich festgestellt, dass ich sehr viel hier gelernt habe, aber dass ich nicht weiß, wie die Kaffeemaschine funktioniert. Auch den Kopierer kenne ich bis heute nicht. Dafür habe ich viel über die Luftwaffe und speziell über das Texten fürs Internet gelernt. Scheu vor Politikern und Kameras habe ich auch nicht mehr. Das sind, wie ich finde, wichtigere Erfahrungen als Kaffee kochen und kopieren.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Ina Schmale


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