4.000 Stunden im Tornado Cockpit
Kropp, 16.02.2012.
Anfang Februar 2012 war es soweit, Major Ralf Potthoff Waffensystemoffizier (WSO) aus dem Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“, erreichte als erster Soldat der Luftwaffe 4.000 Flugstunden auf dem Waffensystem Tornado.

„Ich bin schon stolz auf diese Zahl. Da kommt wahrscheinlich keiner mehr ran. Heutzutage wird ja deutlich weniger geflogen als früher“, so Major Potthoff. Begonnen hat er seine Fliegerkarriere bei der Marine. Seit 1993 fliegt er beim Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“. In den 20 Jahren als Waffensystemoffizier, in denen er zuständig für das Überwachen von Navigations- und Kommunikationsanlagen sowie für das Unterstützen des Luftfahrzeugführers im taktischen Einsatz der Bordelektronik im Tornado war, hat Major Potthoff einiges erlebt.
„Der Vorteil an dem Fliegerleben ist natürlich, dass man viel sieht von der Welt. Von Spitzbergen bis Südafrika und von Alaska bis Afghanistan habe ich alles überflogen. Spektakuläre Landschaften gab es zu Genüge zu bewundern“, sagt er. Er war dabei, als die Luftwaffe 1995 erste Einsätze im Rahmen der KFOR/SFOR Missionen über dem damaligen Jugoslawien und auch von 1999 bis 2001 im Kosovo flog. Bei der Entsendung der Tornado von 2007 und 2010 in Afghanistan war Major Potthoff mehrfach am Hindukusch.

Die erbrachte Leistung
Am geplanten Jubiläumstag, dem 16. Februar 2012 war leider das Wetter so schlecht, das der Flugbetrieb eingestellt werden musste. Der Waffensystemoffizier, oder auch englisch „Backseater“, hatte das wohl geahnt. Bereits einige Tage vorher erflog der Luftwaffenoffizier die 4.000 Flugstunden. Um diese bemerkenswerte Zahl trotzdem feiern zu können, wurde eine Rückkehr simuliert, wo ihm von zahlreichen Weggefährten und ehemaligen Soldaten am Flugzeug noch einmal die Hand geschüttelt wurde. „Ich fühle mich gut. Schön, dass so viele Gäste und meine Familie mich heute in dieser Stunde begleiten“, so der Jubilar sichtbar stolz auf seine Leistung.
Es wurde Geschichte geschrieben
Kommodore Oberst Hans-Jürgen Knittlmeier war der erste Gratulant und übergab dem Rekordflieger eine Urkunde für dieses bemerkenswerte Jubiläum auf dem Tornado. „Major Potthoff schreibt hier und heute Geschichte, eine wirklich außergewöhnlich Leistung, die viel Respekt und Anerkennung verdient“, so der Kommodore über seinen Festtags-WSO.


