Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Standorte in Deutschland > Mecklenburg-Vorpommern > Flugabwehrraketengeschwader 2 verabschiedet OMLT in den Einsatz

Flugabwehrraketengeschwader 2 verabschiedet OMLT in den Einsatz

Sanitz, 07.06.2011.
Der Appell in der Sanitzer Siebenbuche-Kaserne der Flugabwehrraketengruppe 21 war ein besonderer Anlass. Das Flugabwehrraketengeschwader 2 „Mecklenburg-Vorpommern“ (FlaRakG 2 „M-V“) verabschiedete sein bereits zweites Operational Mentoring an Liaison Team (OMLT) in den Auslandseinsatz nach Afghanistan

Heimat zum Mitnehmen: Die Ortseingangsschilder aus den Händen der Bürgermeister

Ortseingangsschilder aus den Händen der Bürgermeister (Quelle: Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

In Anwesenheit der Bundestagsabgeordneten (MdB) Karin Strenz und dem Kommandeur 2. Luftwaffendivision, Generalmajor Bernhard Fürst, waren Abordnungen des FlaRakG 2 „M-V“ sowie das zu verabschiedende OMLT angetreten - die Soldaten bereits im dreifarbigen Wüsten-Flecktarn.

nach oben

Einfühlsame wie deutliche Worte von Karin Strenz

Einfühlsame wie deutliche Worte von Karin Strenz (Quelle: Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Kein Einsatz ist ohne Risiko

Frau Strenz, setzte sich nicht zuletzt unter dem Eindruck der Geschehnisse der letzten drei Wochen in Afghanistan mit dem Risiko dieses Einsatzes auseinander und gab den Soldaten folgendes mit auf den Weg: „Es gibt etwas, das noch schlimmer ist als zu sterben: Sinnlos gestorben zu sein. Sie, liebe Soldatinnen und Soldaten, sind es, die den Gefallenen und deren verzweifelten Familien den Sinn zurückgeben, Ihnen die Kraft und den Mut zum Weiterleben geben, weil Sie zu Ende führen, was Ihre gefallenen Kameraden nicht mehr tun können.“

Sie fand auch deutliche Worte, die die Rezeption der Auslandseinsätze durch die Öffentlichkeit „Ich hätte sich noch mehr gefreut, wenn wir Sie auf einem Marktplatz verabschiedet hätten und Ihnen im Grunde auch fremde Menschen zum Dank für Ihren Einsatz Respekt und Anerkennung erweisen würden.“

nach oben

Auch das Fernsehen war vor Ort

Auch das Fernsehen war vor Ort (Quelle: Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Gut vorbereitet nach Afghanistan

Im Anschluss sprach der Kommandeur der 2. Luftwaffendivision, General Fürst zu den angetretenen Soldaten: „Die OMLTs übernehmen eine Schlüsselrolle, indem Sie die Schnittstelle zwischen den deutschen und afghanischen Einheiten bilden. Das zur engen Zusammenarbeit notwendige Vertrauen erfordert naturgemäß eine besondere Nähe zu den afghanischen Partnern, die zugleich aber unsere Kräfte einem nicht zu unterschätzenden Risiko aussetzt. Die tragischen Ereignisse der letzten Woche sind dafür ein Beispiel.“ Der General bescheinigte dem OMLT bestmöglich vorbereitet und ausgebildet zu sein und lobte die Motivation der Soldaten: „Glauben Sie mir aber: Sie haben enorm viel gelernt, um die für den Einsatz notwendige Handlungssicherheit auch in überraschenden Lagen zu besitzen. Sie brauchen den Vergleich mit Angehörigen ähnlicher OMLTs des Heeres, Ihren Vorgänger der Luftwaffe oder anderer NATO-Partnernationen nicht zu scheuen. Haben Sie Selbstvertrauen!“

nach oben

General Fürst verabschiedet die Soldaten persönlich

General Fürst verabschiedet die Soldaten persönlich (Quelle: Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Entschlossen und konsequent handeln

General Fürst lag das Wohlergeben der OMLT-Soldaten am Herzen und gab dem offiziellen Auftrag eine persönliche Note: „Verhalten Sie sich dort umsichtig und besonnen, gehen Sie keine unnötigen Risiken ein, spielen Sie nicht den Helden. Sie sind als OMLT dort um auszubilden und zu unterstützen - und nicht in erster Linie um zu kämpfen. Gleichwohl, sollten Sie in eine schwierige Situation geraten, handeln Sie mit der nötigen Entschlossenheit und Konsequenz - und wenn es sein muss der erforderlichen Härte, um sich selbst und Ihre Kameraden erfolgreich zu verteidigen und aus einer solchen Situation zu befreien. Geben Sie aufeinander acht, gehen Sie respekt- und verantwortungsvoll miteinander um, stehen Sie für einander ein. Erkennen Sie, wenn es einem Kameraden schlecht geht und stützen Sie ihn. Jeder von Ihnen wird menschliche Höhen und Tiefen in diesem Einsatz erfahren. Diesen Belastungen hält nur stand, wer sich auf seine Ausbildung, Ausrüstung und vor allem aber auf seine Kameraden verlassen kann. Die kleine Kampfgemeinschaft ist der Garant für einen starken Zusammenhalt und die erfolgreiche Bewältigung der Herausforderungen im Einsatz.“

nach oben

Oberst Drexler bei der Ansprache: „Ich hoffe, dass wir Sie alle gesund wieder begrüssen können!“

Oberst Drexler bei der Ansprache (Quelle: Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Ein gewachsenes Team

Der Kommodore des Flugabwehrraketengeschwaders 2 „M-V“, Oberst Stefan Drexler, wandte sich im Anschluss an die angetretenen Soldaten: „Jeder Einzelne von Ihnen, der in den Einsatz geht, hinterlässt hier zu Hause eine Lücke. Sie fehlen als Führungspersönlichkeiten, als Spezialisten, als Kameraden in den Einheiten und Teileinheiten und natürlich fehlen Sie Ihren Familien, Angehörigen, Freunden.“

Um so beneidenswerter ist für mich, mit welcher hohen Motivation, Professionalität und Charakterstärke Sie diese besondere Aufgabe angenommen haben. Es war schon beruhigend aus dem Munde sehr Einsatz erfahrener Ausbilder des Heeres zu hören, wie Sie selbst in den besonders fordernden Ausbildungsabschnitten Ihre Klasse als Team nachweisen konnten.“

nach oben

Wirtschaftlicher Aufschwung in Afghanistan Tower des neuen Flughafens in Mazar-e Sharif

Wirtschaftlicher Aufschwung Tower des neuen Flughafens

Sicherheit, die sich sehen lassen kann

„Niemand sonst kann so unmittelbar am Aufbau einer selbsttragenden Sicherheit in diesem geschundenen Land beitragen wie die OMLTs.Afghanistan hat ein Wirtschaftswachstum im zweistelligen Bereich, es gab in den letzten Jahren über 19.000 Unternehmensgründungen, es gibt 4.000 Schulen mit 6 Millionen Schülern, Wasserversorgung und Infrastruktur werden laufend verbessert: Erfolge zu denen die Bundeswehr im Allgemeinen aber eben auch die FlaRak-Truppe im Besonderen beigetragen hat, indem Sie die Voraussetzungen für mehr Sicherheit schaffen.“

nach oben

Sichtbares Zeichen der Mission: Das OMLT-Patch

Sichtbares Zeichen der Mission: Das OMLT-Patch (Quelle: Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Ein Stück Heimat in der Ferne

„Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien und Lebenspartnern die nötige Geduld und Kraft, die lange Trennung von zu Hause und liebgewonnenen Gewohnheiten durchstehen zu können.“ Die in den Einsatz verabschiedeten Soldaten erhielten als sichtbare Zeichen ihrer Mission aus der Hand von General Fürst: das OMLT-Patch. Zum Abschluss dieses Appells und zur Melodie „Anchors away“, gespielt vom Heeresmusikkorps Neubrandenburg, marschierte das OMLT aus. Beim anschließenden Empfang verbanden die regionalen Bürgermeister ihre guten Wünsche für die OMLT-Soldaten mit einem Stück Heimat zum Mitnehmen: Ortseingangsschilder der Gemeinden, Sanitz, Tessin und Prangendorf.

 

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 26.11.13 | Autor: Philipp Hoffmann


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw.team.stan.meck&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7C8HL9RW940INFO