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Dank TACAN-Anlage landet Wittmunder Phantom sicher in Riga

Riga/Lettland, 21.12.2009.
Die Sicht auf dem Flugplatz Siauliai wird immer schlechter. Zwei Phantom F-4F befinden sich auf dem Rückflug von ihrem Übungsflug über dem Baltikum. Nach dem der erste Anflug, aufgrund zu geringer Sicht, abgebrochen werden musste, entscheiden sich die Piloten den Ausweichflugplatz in Riga/Lettland anzufliegen. Damit der Anflug dort problemlos klappt, ist dort eine mobile Tactical Air Navigation (TACAN) Anlage aufgestellt worden. Diese wird von zwei Bundeswehrsoldaten betrieben und gewartet.

Hauptfeldwebel Worms kalibriert in seinem Container die Anlage
Hauptfeldwebel Worms kalibriert in seinem Container die Anlage (Quelle: Luftwaffe/Bernd Berns)Größere Abbildung anzeigen

Hauptfeldwebel Norbert Worms von der Einsatzunterstützungsgruppe aus Trollenhagen und Stabsunteroffizier Peter Kabelski vom Jagdbombergeschwader 32 in Lechfeld sind seit Mitte November dem „Air Policing Baltikum“ unterstellt. Ihren Dienst verrichten sie nicht wie die fast 90 Soldaten aus dem Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ auf dem Militär Flugplatz von Siauliai, sondern auf dem 100 km entfernten zivilen Flugplatz von Riga. Dort steht die TACAN-Bodenstation am Ende der Landebahn und sendet eine Kennung auf einer bestimmten Frequenz mittels einer sich drehenden Antenne aus, erklärt der Flugsicherungsradarmechanikerfeldwebel Worms und erläutert das Funktionsprinzip: „Die Antenne ist als Nierencharakteristik ausgebildet, das heißt jedes Flugzeug im Umkreis wird von ihr wie von einem Leuchtturm einmal pro um Umdrehung mit einem Radarstrahl "angeleuchtet". Um nun einen Koordinatenbezug herzustellen, sendet die TACAN-Station beim Durchgang der Antenne durch den geografischen Nordpol eine Kennung aus. Damit kann jedes Flugzeug die Himmelsrichtung zum Sender ermitteln.“ „Mit dieser Navigationshilfe werden die Rahmenbedingungen gerade in der Schlechtwetterzeit bei Flügen unter Instrumentenflugbedingungen verbessert“, ergänzt Funkelektroniker Kabelski.

Detailblick auf die Transmitter Einheit
Detailblick auf die Transmitter Einheit (Quelle: Luftwaffe/Bernd Berns)Größere Abbildung anzeigen

Bis zur Rückverlegung, im Januar 2010, sind die beiden Soldaten in einem Hotel in der Innenstadt der lettischen Hauptstadt untergebracht worden. Hier stehen sie ständig in Kontakt mit der deutschen Botschaft, insbesondere mit dem militärischen Attachestab, der die beiden Soldaten betreut. Wenn der Flugbetrieb am Wochenende in Siauliai ruht und nur die Alarmrotte in Bereitschaft ist, wird der Sonnabend regelmäßig genutzt um die Navigationsanlage zu warten. „Wir arbeiten hier, anders als im Heimatverband, selbstständig und das stärkt die Eigenverantwortung“, betont Worms. Es ist den beiden enorm wichtig, dass die TACAN-Station zu jeder Tages- und Nachtzeit, für eine Ausweichlandung in Riga, ständig Einsatzbereit ist.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: Bernd Berns


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