Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Team Luftwaffe im Einsatz > 24 Stunden Luftwaffe im Einsatz – ein langer Tag

24 Stunden Luftwaffe im Einsatz – ein langer Tag

Mazar-e Sharif/Jagel, 04.12.2011.
Wenn man an Luftwaffe denkt, assoziiert man dies vor allem mit Waffensystemen wie Abfangjägern oder Jagdbombern. Abgesehen von diesen attraktiven und hochmodernen Aushängeschildern hat sich die Luftwaffe aber auch zu einem Teilstreitkraft-übergreifenden wie multinational agierenden Dienstleister entwickelt, der quer über den Globus agiert - wie die nachfolgende Geschichte zeigt: 24 Stunden Luftwaffe am Stück.

Eine Transall setzt in Termez zur Landung an

Eine Transall setzt in Termez zur Landung an (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Während sich die ersten 24 Stunden Luftwaffe im Einsatz auf einen nächtlichen MedEvac-Einsatz fokussierten, wird der Faden der Geschichte nun über den gesamten Erdball gespannt und zunächst dort wieder aufgenommen, wo die Luftwaffe eine zentrale Rolle im Einsatz wahrnimmt: Am Airport von Mazar-e Sharif.

nach oben

Tagesbeginn im Tower von Mazar-e Sharif

Tagesbeginn im Tower von Mazar-e Sharif (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Mazar-e Sharif, 07.30 Ortszeit

Die Flugsicherung des Airports Mazar-e Sharif - aufgebaut und geführt vor allem durch die Luftwaffe - erspäht auf ihren Monitoren einen gern gesehenen Gast: Eine Antonov AN-124 steuert den Flughafen an.
Der Gigant ist ein wichtiger Bestandteil der Versorgung der Bundeswehr wie auch der gesamten NATO, die „den Riesen“ besonders bei außerordentlich großen Frachten in Anspruch nimmt.
Der Flughafen Mazar-e Sharif selbst hat sich mit über 50.000 Flugbewegungen jährlich erheblich vergrößert und bewegt sich hinsichtlich des Transportumschlages auf einer Höhe mit nationalen Flugplätzen in Deutschland. Der „Airport MeS“ ist längst eine permanente militärische wie zivile Stütze für die Sicherheit Afghanistans. Außerdem wird durch den Flughafen, der maßgeblich mit Luftwaffenkräften gestaltet und unterstützt wird, ein infrastrukturell wichtiges Tor nach Afghanistan aufgestoßen, das durch den enormen Zuwachs an Frachtkapazität auch zusätzliche operative Möglichkeiten eröffnet.

Die riesige Antonv im Landeanflug

Die riesige Antonv im Landeanflug (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Die Luftwaffe trägt gleichzeitig dafür Sorge, dass der Airport als Drehscheibe des Luftverkehrs über Nordafghanistan die Wirtschaft weiter ankurbelt. Seit 2006 übt sie zusammen mit US Streitkräften die Flugsicherung am Platz aus, während sie zeitgleich die ersten afghanischen Fluglotsen ausbilden lässt. Nicht nur der militärische Teil, sondern auch der zivile Teil des Airports wurden und werden umfangreich ausgebaut. Insgesamt rund 50 Millionen Dollar wurden in den Ausbau der zivilen Seite für Passagier- und Cargoterminals, Verwaltungs- Feuerwehr- und Sicherheitsgebäude investiert. Dazu kommt der Bau neuer Abstellflächen, Rollwege und Straßen sowie eines neuen Towers: Arbeitsplätze für die Region. Im Jahr 2013 soll das Gesamtprojekt abgeschlossen sein.

nach oben

Abends zuvor: Die Antonow wird entladen

Abends zuvor: Eine Antonow wird entladen (Quelle: LLUG Unifil/PIZ Marine)Größere Abbildung anzeigen

Paphos auf Zypern, 6:00 Uhr Ortszeit

Obwohl tausende Kilometer entfernt, liegen zwischen Zypern und Afghanistan nur 90 Minuten Zeitunterschied. Hier sind es also gerade erst sechs Uhr morgens und es ist noch dementsprechend dunkel. Auf dem zypriotischen Flugplatz von Paphos wurde erst gestern nachmittag von drei Luftwaffensoldaten eine Antonov entladen, die Ersatzteile für das deutsche Kontingent UNIFIL an Bord hatte. Die Soldaten bilden das Luftumschlagelement des Deutschen Kontingents UNIFIL und müssen flexibel reagieren, wann immer ein Transport „reinkommt“, denn die deutschen Schiffe und Boote, die den knapp 50 Kilometer entfernten Hafens Limassols anlaufen, haben ein enges Zeitfenster am Kai.

Eine Fregatte wird beladen

Eine Fregatte wird beladen (Quelle: LLUG Unifil/PIZ Marine)Größere Abbildung anzeigen

Wenn dann noch so viel Fracht wie in diesem Ausnahmefall umgeschlagen werden muß - der Normallfall wäre hier eher das Frachtaufkommen einer Transall – dann kann die schwimmende Einheit ohne die angeforderten Güter längst wieder auf See sein. Damit genau das nicht passiert, stellen sich die Soldaten um Feldwebel R. darauf ein, zu jeder Zeit ausreichend Kraftfahrzeuge und Personal zum Transport von Waren und Ersatzteilen vorzuhalten. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass noch während der Nacht ein Kran zum Einsatz kommt, um die - nur heute noch im Hafen befindliche - Fregatte zu beladen: Abfertigung just in time.

nach oben

Hauptgefreiter Patrick S. lädt eine Palette Wasser ab

Hauptgefreiter Patrick S. lädt eine Palette Wasser ab (Quelle: DVUG/PIZ Marine)Größere Abbildung anzeigen

Djibouti 7:00 Uhr Ortszeit

In der gleichen Zeitzone eine Stunde später, aber mehrere tausend Kilometer südlich, macht gerade ein Luftumschlagszug der Luftwaffe eine ähnliche „Übung“. Zusammen mit einem zweiten Mannschaftskameraden und unter Führung eines gestandenen Portepeefeldwebels bringt Hauptgefreiter Patrick S. die bereits von der Luftwaffe eingeflogenen Güter ins Lager. Der Hauptgefreite ist einer der wenigen Luftwaffenuniformträger im Rahmen des Deutschen Kontingents ATALANTA. Außer ihm gibt es hier in der Deutschen Verbindungs- und Unterstützungsgruppe (DVUG) in Djibouti normalerweise kein Luftwaffenpersonal.

Einsätze der Bundeswehr

Einsätze der Bundeswehr (Quelle: Einsatzführungskommando der Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Doch je nachdem, wie die anderen Teilstreitkräfte Personalersatz leisten können, kann dies von Kontingent zu Kontingent auch verschieden sein. So kann auch mal ein Sanitäter der Luftwaffe in Djibouti tätig sein, ein Kraftfahrer oder aber Spezialpioniere, die vielleicht gerade die von der DVUG genutzten Arbeitscontainer mit Klimageräten versorgen, respektive, wieder in Gang setzen. Jeder Wohncontainer in einem Bundeswehr-Feldlager beziehungsweise einer Einsatzliegenschaft, ist mit einer Klima-Anlage ausgestattet: Durch die extreme Hitze, Staub und der Verschleiß im Dauerbetrieb werden die Klima-Anlagen stark belastet, so dass sie beizeiten repariert werden müssen. Die Spezialpioniere erledigen dies übrigens auch in sämtlichen anderen Einsatzgebieten. Sie entstammen als Luftwaffenuniformträger einem Spezialpionierbataillon der Streitkräftebasis und sind im Grundbetrieb am Standort Speyer tätig.

nach oben

Hptm S. bildet afghanische Soldaten aus

Hptm S. bildet afghanische Soldaten aus (Quelle: Luftwaffe/Bernd Berns)Größere Abbildung anzeigen

Kunduz, 9:00 Uhr Ortszeit

Hptm S., Ausbilder beim Operational Mentoring and Liaison Team (OMLT) des Garrison Kandak, im Grundbetrieb FlaRak-Einsatzoffizier in einem Flugabwehrraketengeschwader der Luftwaffe, führt die tägliche Lagebesprechung mit seinen afghanischen „Schülern“ aus – und zwar in einer Art Schützengraben. Die Ausbildungseinheit OMLT, die den Aufbau der afghanischen Streitkräfte vorantreibt, ist seit ihrer Aufstellung ständig mit außergewöhnlichen Herausforderungen konfrontiert, seien es Bauarbeiten an der Infrastruktur, die täglich schwankenden Stärken und Verfügbarkeiten der afghanischen Soldaten oder die üblichen Übersetzungsschwierigkeiten bei der Umsetzung deutscher Ausbildungstheorie in afghanische Ausbildungspraxis.

nach oben

Kleine Kinder sind am stärksten von Hunger und Armut betroffen

Kleine Kinder sind am stärksten von Hunger und Armut betroffen (Quelle: Team Juba)Größere Abbildung anzeigen

Sudan, 10:10 Uhr Ortszeit

Im südsudanesischen Dorf Embedo hält Luftwaffenmajor Marco S. mit seiner dreiköpfigen UNMISS-Patrouille an, um eine lang ersehnte Medikamentenspende in der ortsansässigen Krankenstation abzuliefern. Die UN-Inspektion in einem typisch sudanesischen Dorf zeigt in recht schroffen Zügen auf, woran es den Menschen im Südsudan mangelt und wie die Mitarbeiter der UNMISS versuchen, das Leben für die Betroffenen ein wenig erträglicher zu machen. Hier in der Nähe der Teamsite Juba, der fast 40.000 Quadratkilometer „Area of Responsibility (AOR)“, sind sie nicht nur extremen klimatischen Bedingungen und einem hohen Infektionsrisiko, sondern auch einer Bedrohung durch marodierende Rebellen ausgesetzt. Der Staat Südsudan ist als 193zigster in der Weltgemeinschaft angekommen, aber deswegen noch lange nicht stabil, was er in dem unsicheren Umfeld viel größerer Staaten auch kaum sein kann. Major S., der regulär im Luftwaffenamt in Köln-Wahn eingesetzt ist, hat sich freiwillig für den Einsatz als unbewaffneter Militärbeobachter gemeldet. Er hat selbst fünf Kinder und muss täglich damit umgehen lernen, dass ihm hier immer wieder unterernährte Kinder über den Weg laufen…

nach oben

Die Umbettung der Verletzten beginnt

Die Umbettung der Verletzten beginnt (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Termez, 12:30 Uhr Ortszeit

Der MedEvac-Airbus der Flugbereitschaft hebt in Termez gen Köln ab. Die Maschine war gegen 8 Uhr morgens Ortszeit in Usbekistan gelandet. Vor einer knappen Stunde landete dann außerdem eine MedEvac-Transall in Termez, an Bord zwei schwer verletzte deutsche Soldaten, die schnellstmöglich zurück in die Heimat sollen. Als die verwundeten Soldaten in den MedEvac-Airbus umgebettet werden, packen alle verfügbaren Helfer mit an, um die Betroffenen so schnell wie möglich zurück in die Heimat zu bringen, wo man sich bereits organisatorisch auf die Ankunft des MedEvac eingestellt hat.

nach oben

Gedenken der gefallenen Soldaten

Gedenken der gefallenen Soldaten (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Feldlager Prizren und Hauptquartier Butmir, um die Mittagszeit

Oberstleutnant Kai G. ist als Luftwaffenstabsoffizier zum wiederholten Male dabei, als sich das deutsche Einsatzkontingent KFOR um den Gedenkstein im Feldlager Prizren versammelt: Gedenken an die 31 alliierten Toten, die im Kosovo seit Beginn des KFOR-Einsatzes ihr Leben verloren haben. Zwar ist der Kosovo offiziell befriedet, doch von Normalität zu reden, wäre eher eine Untertreibung: Der Sicherheitszug eines Flugabwehrraketengeschwaders der Luftwaffe ist ebenfalls im Einsatz, falls die Situation unerwartet eskaliert. Immerhin kommt diese Situation für die Luftwaffensoldaten nicht völlig unerwartet, zumal sie bereits in Form eines Lehrganges (EAKK) in Hammelburg auf derartige Szenarien vorbereitet wurden.

Der Sicherungszug KFOR nimmt Aufstellung

Der Sicherungszug KFOR nimmt Aufstellung (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

So lange die Bundeswehr damit rechnen muß, einer gewalttätigen Demonstration begegnen zu müssen, bleibt der Balkan ein Unruheherd, auch wenn im räumlich nahen Einsatzgebiet EUFORs eine vielversprechende Stabilisierung bereits gelungen ist: Mittlerweile arbeiten nur noch drei Luftwaffensoldaten im Hauptquartier der EUFOR in Butmir.

nach oben

Deutsche Ausbilder vor der somalischen Truppe

Deutsche Ausbilder vor der somalischen Truppe (Quelle: Ralf K.)Größere Abbildung anzeigen

Bihanga, 13:20 Uhr Ortszeit

Die EU-Mission ATALANTA verfügt weder über das Mandat noch über die Mittel, von See aus der Piraterie auf dem somalischen Festland wirkungsvoll begegnen zu können.
Weil Somalia zudem weder Trainingsmöglichkeiten, kaum Ausbildungskapazitäten noch zum Vorbild dienende Streitkräfte zur Wahrung seiner an sich schon schwachen Souveränität unterhalten kann, bildet die Europäische Union im Camp Bihanga somalische Soldaten aus - knapp 200 Kilometer westlich der ugandischen Hauptstadt Kampala in Uganda.
Die Ausbildung soll die Somalis zunächst auf einen Ausbildungsstand bringen, der sie dazu befähigt, ein Bataillon im Herzen Mogadischus, der Hauptstadt Somalias, selbst zu führen. Fernziel der multinationalen Truppe EUTM (European Training Mission Somalia,) der unter anderem auch Soldaten der Bundesluftwaffe angehören: Stabile Verhältnisse in Somalia und gut ausgebildete Sicherheitskräfte bekämpfen die Piraterie an der somalischen Küste von Land aus und schützen somit die internationalen Handelswege auch am Horn von Afrika.

Ein paar Hundert Insekten in der Dusche

Ein paar Hundert Insekten in der Dusche (Quelle: Ralf K.)Größere Abbildung anzeigen

Der Ausbildungsstand seiner ihm anvertrauten afrikanischen Schützlinge ist aber nicht das, was Oberstabsfeldwebel Walter K. - normalerweise tätig im Luftwaffenamt in Köln - förmlich „auf die Palme“ bringt. Doch wenn man so lange in der prallen Sonne gearbeitet hat, dann möchte man sich davon auch mal erholen – etwa in Form einer Dusche. Doch das wird so schnell nichts werden, denn die Dusche wurde gerade auch von ein paar tausend Insekten „entdeckt“. Auch das ist Afrika…

nach oben

Die Transall ist abgehoben

Die Transall ist abgehoben (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Kabul, 14:35 Uhr Ortszeit

Gerade hebt eine Transall auf dem Kabuler Flughafen KAIA (Kabul International Airport) ab. An Bord dieses besonders geschützten Transportflugzeuges C-160 ESS befinden sich Angehörige verbündeter Streitkräfte, die im Hauptquartier der ISAF eingesetzt waren. Sie werden nächsten Tag mit dem zwei- bis dreimal pro Woche verkehrenden Airbus der Luftwaffe von Strategischen Luftumschlagspunkt in Termez (Usbekistan) über Köln-Wahn ihre Heimreise antreten. Vier Soldaten der Luftwaffe am KAIA haben die mitgebrachte Fracht der Passagiere gesichtet, sortiert und auf die Transall verladen. Die Passagiere, sie kommen aus dem gesamten Bereich der NATO, werden später nur registrieren, dass ihr Gepäck vollzählig und zeitgleich mit ihnen in Termez angekommen ist, ausgeladen und bereitgestellt wurde für den Flug nach Köln-Wahn.

nach oben

Das tägliche Verkehrschaos in Kinshasa

Das tägliche Verkehrschaos in Kinshasa (Quelle: Luftwaffe/Matthias C.)Größere Abbildung anzeigen

Kinshasa, 15:40 Ortszeit

Der Staat Kongo ist so groß wie ganz Westeuropa. Obwohl einer der rohstoffreichsten Staaten Afrikas, ist er in Angelegenheiten wie beispielsweise Infrastruktur oder Verwaltung eher ein Schlusslicht. Hilfe zur Selbsthilfe ist die Devise der Entwicklungspolitik der EU: Im Rahmen der EU-Maßnahme EUSEC wird Luftwaffenoffizier Major Matthias C. als sogenannter Chef Equipe Mobil tätig – in einer Spanne von konkretem Ausbilder bis langfristig agierendem „Grundsatzarbeiter“, der die Struktur, Verfahren und Ausbildung der kongolesischen Streitkräfte verbessern soll. Nichts machen kann C., der im Grundbetrieb im Luftwaffenamt Köln-Wahns arbeitet, gegen das allgemeine Verkehrschaos auf Kinshasas Straßen, insbesondere zur abendlichen Rush-Hour. Er kann nur hoffen, gegen Sonnenuntergang in seiner Unterkunft zu sein, denn nach Sonnenuntergang in einer afrikanischen Großstadt allein unterwegs zu sein, ist nicht ungefährlich…

nach oben

Feuerlöschzüge und Transall in der Distanz

Feuerlöschzüge und Transall in der Distanz (Quelle: Pressestelle Mazar-e Sharif)Größere Abbildung anzeigen

Mazar-e Sharif, 16:45 Uhr

Seit Sonnenaufgang steht die Besatzung des Feuerlöschfahrzeuges TLF-8000 auf dem Flugplatz Mazar-e Sharif in Bereitschaft. Im Grundbetrieb sind die Brandschützer - in der Masse Zivilisten - bei der Flughafenfeuerwehr eines inländischen Fliegerhorstes der Luftwaffe eingesetzt. Von ihrem jetzigen Standort aus, nahe dem Aufsetzpunkt auf der Start- und Landebahn, wo gerade eine Transall Richtung Termez abheben will, beobachten sie die Ankunft einer Patrouille der Objektschutzgruppe des Einsatzgeschwaders Mazar-e Sharif, die außerhalb des Flugplatzes und des Camp Marmals den Anflugsektor sichert, um einen potentiellen feindlichen Beschuss landender Flugzeuge vom Boden aus zu verhindern.

nach oben

Hauptfeldwebel H. zurück auf der Fregatte - nach dem Boarding

Hauptfeldwebel H. zurück auf der Fregatte (Quelle: Luftwaffe/H.H.)Größere Abbildung anzeigen

Irgendwo im Indischen Ozean, ohne Zeitangabe

Die kleine Marine hat nicht immer ausreichend viele Dolmetscher mit arabischen Sprachfertigkeiten. Also ist man bei der Luftwaffe fündig geworden. In unserem Beispiel leistet Luftwaffenuniformträger Hauptfeldwebel H. für über fünf Monate - aus dem Personalamt Bundeswehr in Köln kommend - Dienst auf einer Fregatte. Als Sprachmittler ist er häufig auf der Brücke tätig, er geht aber auch selbst mit auf die zu untersuchenden Boote und Schiffe, wo ihm als arabisch sprechendem Bundeswehrangehörigen eine Schlüsselrolle zur anderen Sprache und Kultur zukommt - sicherlich eine Ausnahmeerscheinung und durchaus auch gefährlich. Aber gerade mit Hinblick darauf, dass in einer immer kleiner werdenden Welt Soldaten der Luftwaffe häufig notwendige Sprachkenntnisse mitbringen, ist die Luftwaffe beim teilstreitkraftübergreifenden „Joint“-Ansatz immer eine gern in Anspruch genommene Alternative bei der Personalauswahl für den Einsatz: ATALANTA, ISAF, wie auch immer…

nach oben

Der MedEvac ist angekommen

Der MedEvac ist angekommen (Quelle: Luftwaffe/Sylvia Wiemers)Größere Abbildung anzeigen

Köln: 19.50 Ortszeit

Der MedEvac Airbus ist - aus Termez kommend - auf dem militärischen Anteil des Köln-Bonner Flughafens gelandet. Für die beiden verwundeten Soldaten beginnt nun die letzte Etappe einer langen Reise: Der Transport nach Koblenz und die Aufnahme ins dortige Bundeswehrzentralkrankenhaus. In der Zwischenzeit wurden auch Verwandten- und Bekanntenkreis sowie die Staffel der verwundeten Luftwaffensoldaten informiert.

nach oben

Unser Protagonist macht eine zufriedene Miene

Unser Protagonist macht eine zufriedene Miene (Quelle: Luftwaffe/Norbert Thomas)Größere Abbildung anzeigen

Köln: 20.30 Ortszeit

Von ihrem Büro nahe der Parkfläche für die Luftfahrzeuge der Flugbereitschaft BMVg hat Oberfeldwebel G. die Landung des Airbus mitverfolgt. Keine 24 Stunden ist es her, seit sie für dieses Flugzeug den Flugplan aufgestellt hat. Und nun ist der Flieger nach Usbekistan und wieder zurück. Einerseits kann sie mit ihrer Arbeit zufrieden sein, doch viel Zeit hat sie nicht, darüber zu sinnieren, wie klein die Luftwaffe in der Einsatzwelt der Bundeswehr geworden ist: Denn schon arbeitet die Flugberatung am nächsten Flugplan.

Der A340 im Sonnenuntergang

Der A340 im Sonnenuntergang (Quelle: Luftwaffe/Norbert Thomas)Größere Abbildung anzeigen

Eine Regierungsdelegation forderte den neuen Airbus A340 der Flugbereitschaft BMVg für den morgigen Tag an. Oberfeldwebel G. wirft noch mal einen Blick auf die Maschine, die - ein wenig majestätisch wirkend - keine hundert Meter von ihrem Büro entfernt, abgestellt ist. Die Sonne geht schon unter und die Maschine verschwindet immer mehr von der Bildfläche, während G. wieder Flugpläne schmiedet und Flugberatungen erteilt. Dann greift sie wieder zum Hörer und bindet andere Soldaten des Teams Luftwaffe in ihr Vorhaben mit ein. Die Geschichte beginnt von vorne … in einer Teilstreitkraft, in der man rund um die Uhr und rund um den Globus im Einsatz ist.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 26.11.13 | Autor: Norbert Thomas


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw.team.eins&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7C8KF9RS284DIBR