Sardinien einmal anders
Italien, Decimomannu, 16.05.2008.
Wir, die Klasse 11c des Gymnasiums Leoninum Handrup, hatten das unbeschreibliche Glück, beim Bundeswehrpreisausschreiben 2007 die Reise nach Sardinien zum Stützpunkt Decimomannu zu gewinnen.
Am Dienstag, dem 08. April 2008, ging es dann endlich los. Um 14 Uhr wurden wir von unserem Begleiter, Hauptfeldwebel Mario Wagner, mit einem Bus der Bundeswehr aus Handrup abgeholt und nach Köln gebracht. Dort bezogen wir in einem netten Hotel unsere Zimmer, gingen essen und erkundeten die Stadt.

Transall statt Linienflieger
Am Mittwoch ging es morgens sofort zum Flughafen, von dem wir per Transall, mit einem kleinen Zwischenstopp in Landsberg beim Lufttransportkommando 61 (Bayern), nach Sardinien zum Taktischen Ausbildungskommando der Luftwaffe Italien in Decimomannu flogen. Auf Sardinien wurden wir von unserem zweiten Begleiter Stabsfeldwebel Bernd Globis und herrlich warmen Wetter begrüßt. Nachdem wir unsere Unterkunft (unseren „Block“) in Decimomannu bezogen hatten, ging es in das „Deutsche Haus“ zum gemeinsamen Abendessen.
Donnerstag fing das Programm an. Wir wurden morgens um halbacht von unserer Unterkunft abgeholt und nach Capo Frasca gebracht. Dort nahmen wir an einem „Überleben See“ - Lehrgang teil, bei dem vor allem der praktische Teil, nachdem wir in schicke orange Anzüge gesteckt wurden, große Begeisterung hervorrief. Nach dem Mittagessen fuhren wir zu einem Strand mit richtig schönen Wellen und großen Dünen. Unser gemeinsames Abendessen war ein sardisches Menü in einem Agriturismo.

„Die wohl leckerste Pizza unseres Lebens"
Freitags morgens erhielten wir in einem Vortrag Informationen zum Taktischen Ausbildungskommando der deutschen Luftwaffe auf Sardinien und dessen Aufgaben dort. Anschließend besichtigten wir einen Eurofighter der italienischen Luftwaffe und einen Tornado der deutschen Luftwaffe, zu denen wir jede Menge interessante Informationen und Antworten auf unsere Fragen erhielten. Nach dem zwischenzeitigen Mittagessen in der Truppenküche fuhren wir in den Süden der Insel, zur Hauptstadt Cagliari. Dort beinhaltete unser Programm eine Stadtführung und anschließend einen gemütlichen Abend in einem sardischen Restaurant, in dem wir die wohl leckerste Pizza unseres Lebens aßen.
Am Samstagmorgen wurden wir von der Truppenküche mit Lunch-Paketen ausgestattet, da nach einer Besichtigung der römischen Ausgrabungsstätte Nora bei Pula ein ganztägiger Strandtag angesagt war. Abends gab es noch ein sardisches 10-Gänge-Menü, bei dem uns vielfältige Spezialitäten der sardischen Küche, zu denen auch Tintenfisch und Seeschnecken gehörten, aufgetischt wurden (auf jeden Fall mal was anderes).

Sonne, Meer und Strand
Auch am Sonntag waren wir, nach einer kurvigen Fahrt durch die Berge und der Besichtigung einer faszinierenden Grotte, am Strand und genossen bei 27 Grad Celsius die Sonne am türkisblauen Meer. Natürlich durfte bei einer solchen Gelegenheit das Beachen mit der gesamten Klasse nicht fehlen.
Am Montag fuhren wir nach Barumini, um dort eine antike Nuraghenfestung zu besuchen, die uns von einem englischen Touristenführer sehr gut verständlich erklärt wurde. Anschließend sonnten wir uns am Stadtstrand von Cagliari und bekamen zusätzlich noch Zeit zum Shoppen. Am Abschlussabend unseres Sardinienaufenthalts aßen wir noch einmal gemeinsam im „Deutschen Haus“.

„Eine so geile Reise“
Uns allen gefiel die Insel so gut, dass wir gerne noch ein bis zwei Wochen länger dort geblieben wären, doch leider mussten wir uns am Dienstag von Sardinien verabschieden, wiederum in die Transall steigen und nach Deutschland zurückfliegen. Insgesamt blicken wir alle auf eine wunderschöne Reise mit einmaligen Erlebnissen zurück, bei denen von unseren Begleitern und der Bundeswehr keine Kosten und Mühen gescheut wurden, um uns eine unvergessliche Woche zu bereiten. An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal ganz herzlich bei unseren Begleitern, Hauptfeldwebel Mario Wagner und Stabsfeldwebel Bernd Globis und der gesamten Bundeswehr bedanken, denn eine so geile Reise mitten in der Schulzeit wird es wohl nie wieder geben!

