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Großes Internationales Interesse auch künftig sicher

Heuberg, 01.07.2010.
„ELITE 2010 stößt auf ein unvermindert großes internationales Interesse“, zieht Übungsleiter Oberst Achim Rützel nach elf Tagen Flugbetrieb und rund 700 Flügen zum Truppenübungsplatz Heuberg auf der Schwäbischen Alb im Interview Bilanz. Die Änderungen zur Übung ELITE 2008 haben sich „sehr bewährt“, versichert er.

Luftwaffe.de: Was ist unter dem Strich herausgekommen bei ELITE 2010, Herr Oberst?

Rützel: Wir hatten hervorragende Übungsmöglichkeiten auch dank des guten Wetters. Die Tiefflugkontingente sind voll genutzt worden und trotzdem gab es nur vereinzelt Lärmbeschwerden. Die Übung ist zum Glück unfallfrei abgelaufen und sie trifft auf ein unvermindert großes internationales Interesse. Es gab einen freundschaftlichen und sehr intensiven fachlichen Gedankenaustausch unter den beteiligten 15 Nationen. Taktische Verfahren konnten schon in ausgiebigen Nachbesprechungen bewertet werden. Die technische Auswertung von ELITE 2010 wird hingegen noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Luftwaffe.de: Was war denn 2010 anders als bisher bei ELITE?

Rützel: Die Änderungen gegenüber ELITE 2008 haben sich sehr bewährt. So wurden zum Beispiel die Möglichkeiten der bodengebundenen Flugabwehrsysteme zeitweise begrenzt. Es gab für sie eingeschränkte Modi in der Operationsführung, um nicht nur unter perfekten Rahmenbedingungen zu üben. Von den Daten der technischen Auswertung der Übung versprechen wir uns jetzt Verbesserungen in der Ausstattung der Systeme zum Stören und zum Schutz vor Störung. Die Auswertezelle (JAT), die den Übungsteilnehmern zeitnah den Ablauf der Operationen dokumentiert, an denen sie beteiligt waren, ist mit der Luftraumüberwachungsstelle (CRC) an einen gemeinsamen Ort gelegt worden. Das war sinnvoll.

Luftwaffe.de: Wie sehen die Konsequenzen aus den Erfahrungen aus?

Rützel: Wir planen für ELITE 2012. Dabei sind wir schwerpunktmäßig auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten, um kostengünstiger zu werden. Ein großer Block dabei ist sicher die Informationstechnologie. Ein anderer ist die Infrastruktur. Die verstärkte Nutzung des Bunkers der Luftraumüberwachungsstelle hat sich bewährt. Die Firmenunterstützung bei der Auswertung im bisherigen Umfang muss genauso überdacht werden wie die insgesamt sehr hohen Kosten für die Büro-Container.

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Stand vom: 20.06.11 | Autor: Andreas Emmerich


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