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Starfighter-Skelett und deutscher Stealth-Fighter

Niederaltreich, 24.01.2012.
Im Gerhard-Neumann-Museum in Niederaltreich beeindruckt die private Flugzeugsammlung des ehemaligen Luftwaffensoldaten Josef Voggenreiter.

Gruppenfoto vor dem Museum

Gruppenfoto vor dem Museum (Quelle: Luftwaffe/Andreas Bauer)Größere Abbildung anzeigen

Neben dem bekannten Benediktinerkloster hat die Gemeinde Niederaltreich im Landkreis Deggendorf eine weitere, überregionale Sehenswürdigkeit zu bieten: Das “Bernhard-Neumann-Museum zur Geschichte der Luftfahrt von 1960 bis zur Gegenwart”. Seine Liebe zum Starfighter führte den ehemaligen Luftfahrzeugwart des Jagdgeschwaders 74 nach seinem Ausscheiden aus der Bundeswehr dazu, sich einen ausgemusterten, demilitarisierten Starfighter zu beschaffen und in einer alten, leeren Halle seines elterlichen Betriebs aufzustellen. Damit nahm eine ungewöhnliche Sammlung ihren Lauf…

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Ein entplankter Starfighter

Ein entplankter Starfighter (Quelle: Luftwaffe/Andreas Bauer)Größere Abbildung anzeigen

„Nackter“ Starfighter bildet das Highlight der Ausstellungsstücke

Über viele Verbindungen zu Luftfahrtbegeisterten und Vertretern der Luftfahrtindustrie bekam er immer wieder Angebote für weitere Exponate seiner sich entwickelnden Sammlung. Die Halle wurde erweitert und modernisiert, die Sammlung wuchs. Als der zweite Starfighter zur Verfügung stand, stellte sich Voggenreiter die Frage, wie er diesen am interessantesten präsentieren könnte. Als Techniker kam er auf die Idee, die Beplankung zu entfernen, um den Besuchern einen tiefen Einblick in die komplexe Technik dieses Kampfflugzeuges zu ermöglichen.
Mittlerweile können weitere exklusive Exponate besichtigt werden: Ein komplettes J79-Triebwerk, zerlegbar in 4 Sektionen, um auch einem Laien die Funktion eines Jet-Triebwerkes anschaulich erklären zu können.
Eine MIG 21 der ungarischen Luftwaffe, das Rumpfmittel des ersten Eurofighter-Vor-Prototypen und als Glanzstück der einzige Vor-Prototyp eines Jagdflugzeugs mit Stealth-Eigenschaften von der Firma MBB aus den frühen 1980er Jahren, der Lampyridae (deutsch: Glühwürmchen). Und auch das Cockpit des Phantom-Simulators aus Neuburg fand seinen Weg ins Niederbayerische. Als größtes Ausstellungsstück beeindruckt eine HFB 320 Hansa Jet.

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Der Stealth-Fighter Vampyridae

Der Stealth-Fighter Vampyridae (Quelle: Luftwaffe/Andreas Bauer)Größere Abbildung anzeigen

Widmung an einen Pionier der Luftfahrttechnik

Über die Verbindung zum Triebwerksbauer MTU stieß Josef Voggenreiter auf den Namen Gerhard Neumann, Leiter der Triebwerksentwicklung des J79 Strahltriebwerks beim amerikanische Konzern General Electric. Die abenteuerliche Geschichte und die Lebensleistung dieses Mannes faszinierte Voggenreiter so sehr, dass er in den 1990er Jahren Kontakt mit Neumann aufnahm. Aus dieser Freundschaft erwuchs die Idee, das kleine Museum in Niederalteich diesem Pionier der Luftfahrttechnik zu widmen. Nach dem Tod Neumanns im Jahre 1997 fanden viele persönliche Stücke, darunter zahlreiche Auszeichnungen, den Weg ins Museum. In seiner jetzigen Form besteht das Museum seit 2005, neben persönlichen Führungen finden im Auditorium vielfältige Veranstaltungen statt. Im zweijährigen Rhythmus trifft sich die “Süd-Gruppe” der Cactus-Starfighter-Staffel, eine Verbindung ehemaliger Starfighter-Piloten, in Voggenreiters Museum.´

Das Museum hat keine festen Öffnungszeiten, sondern öffnet nur nach Terminabsprache. Doch nicht nur Luftfahrt-Begeisterte sind Josef Voggenreiter herzlichst willkommen, er würde sich auch sehr freuen, wenn sich ehemalige Kameraden aus seiner Zeit im Jagdgeschwader 74 bei ihm melden würden. Weitere Informationen zum Museum und Gerhard Neumann sind unter der Internetadresse www.f-104.de zu finden. Hierüber kann auch Kontakt zu Josef Voggenreiter aufgenommen werden.

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Stand vom: 26.11.13 | Autor: Andreas Bauer


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