Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Zukunftsfelder der Luftwaffe > Unmanned Aircraft System > Unbemannte Luftfahrt der nächsten Generation: Der Euro Hawk auf der ILA

Unbemannte Luftfahrt der nächsten Generation: Der Euro Hawk auf der ILA

Berlin-Schönefeld, 10.06.2010.
Eine Spannweite von über 35 Metern, eine Länge über 13 Meter und und Gewicht von circa 12 Tonnen: Das Modell des Euro Hawk auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) stellt so manches bemannte Flugobjekt allein schon von seinen Ausmaßen in den Schatten – aber auch die Leistungdaten imponieren: Bei einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 600 Stundenkilometern fliegt der Euro Hawk meist in Höhen bis zu 20.000 Metern.

Ein Modell des Euro Hawk vor dem Northrop Grumman-Pavillon

Ein Modell des Euro Hawk vor dem Northrop Grumman-Pavillon (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Der Euro Hawk soll in Zukunft die Nachfolge der elektronischen Aufklärungsversion der BR 1150 Breguet Atlantic der Marine übernehmen. Bereits auf der letzten ILA wurde ein Memorandum zwischen den Verteidigungsministerien in Berlin und Washington unterzeichnet und noch im Juli diesen Jahres soll der Euro Hawk zum Erstflug in den USA starten. Die Übergabe ist für Dezember 2011 nach der Einrüstung der EADS Sensorik geplant.

Der Euro Hawk basiert auf der Plattform des Global Hawk, den der US-amerikanische Hersteller Northrop Grumman im Jahre 2000 an die US Air Force ausgeliefert hat. Der entscheidende Unterschied des Euro Hawk zum Global Hawk: EADS entwickelt und baut ein Signalaufklärungs-Missionssystem, das auf den Bedarf der Streitkräfte insgesamt ausgerichtet ist. Der Euro Hawk soll als ein hoch fliegendes Aufklärungssystem eine maximale Flugdauer von knapp über 30 Stunden besitzen. Herzstück des Euro Hawk ist das von EADS hergestellte SIGINT-Missionssystem. Per Ferndedektion werden Radarausstrahlungen (Elektronic Intelligence, ELINT) und Kommunikationssender (Communications Intelligence, COMINT) empfangen, über einen Daten-Link weitergeleitet und auch aufgezeichnet. Der Datentransfer kann sowohl per Link direkt oder über Satellit erfolgen. Das gilt auch für die Fernsteuerung. Die integrierte Systemlösung beinhaltet auch die Lieferung von Bodenstationen, sowohl für feste Standorte als auch für mobile Shelter-Versionen.

nach oben

Bilder


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 26.11.13 | Autor: Florian Busch-Janser


http://www.luftwaffe.de/portal/poc/luftwaffe?uri=ci%3Abw.lw.team.2020plus.uas&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB060000000001%7C86ALL6902INFO