Mehrwegpfand unterstützt Menschen
Holzdorf, 31.01.2012.
Die Kunst des Schenkens liegt darin, einem Menschen etwas zu geben, was er sich nicht kaufen kann. Können leere Cola- oder Fantaflaschen glücklich machen? Auf den ersten Blick erscheint das eher unwahrscheinlich. Doch wenn man davon reichlich sammelt ist das Glücksgefühl groß.

Um zu verhindern, dass die eine oder andere Pfandflasche im Abfallcontainer landet, hatte Oberfeldwebel Sebastian Flögel, Soldat in der Einsatzführungskompanie 33 aus Holzdorf eine geniale Idee. Im Büro- und Unterkunftsbereich der Dienststelle stellte er entsprechende Behälter auf, um Leergut, welches die Soldaten über mehrere Wochen und Monate sammelten, in Geld umzumünzen und den Erlös für einen guten Zweck zu spenden. „Unsere Soldaten sammelten in den Büros und in ihren Stuben jede anfallende Pfandflasche, um Gutes zu tun“, antwortete Flögel stolz, und überreichte am 19. Januar 2012 im Offizierheim Holzdorf die Spendensumme von 200 Euro an das Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V.

Eine trauriges Ereignis
Maier erinnerte in seinen Dankesworten an die Wurzeln des Soldatenhilfswerkes, das aufgrund des sogenannten „Iller-Unglückes“ gegründet wurde. Das Unglück ereignete sich am 3.Juni 1957 während einer Übung bei Hirschdorf im Allgäu bei dem Versuch, die 50 Meter breite Iller zu überqueren, ertranken 15 Rekruten in dem Fluss. Seither hat sich der Verein die Kameradschaftshilfe „Soldaten für Soldaten“ zum Leitbild gemacht und leistet in diesem Sinne schnelle und unbürokratische Hilfe für Soldatinnen und Soldaten, die unverschuldet in Not geraten sind.

