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Hilfe für den kleinen Noel

Alamogordo, New Mexico, 22.02.2012.
Seit Anfang Februar unterstützten Angehörige des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (FlgAusbZLw) sowie Bürgerinnen und Bürger der Patenstadt Alamogordo die lebenswichtige Suche nach einem Stammzellenspender und Knochenmarkspender für den siebenjährigen Noel aus Deutschland.

Spende für den guten Zweck
Spende für den guten Zweck (Quelle: Luftwaffe/Torsten Meynle)Größere Abbildung anzeigen

Noel ist ein fröhlicher kleiner Junge und spielt wie viele in seinem Alter gerne mit Lego-Bausteinen. Doch seine kindliche Unbekümmertheit wurde seit Dezember auf eine mehr als harte Probe gestellt. Zwei Tage vor Weihnachten diagnostizierten Ärzte bei ihm eine besonders aggressive Form von Leukämie (Blutkrebs). Noel benötigt dringend einen Knochenmarkspender. Dieser lebensnotwendige „genetische Zwilling“ konnte aber bisher nicht gefunden werden und so rief eine Aktionsgruppe, bestehend aus Angehörigen des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (FlgAusbZLw) und deren Familien, zu einer Typisierungsaktion in Alamogordo/New Mexico auf.

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Viele freiwillige Helfer unterstützten den Aktionstag.
Viele freiwillige Helfer unterstützten den Aktionstag. (Quelle: Luftwaffe/Torsten Meynle)Größere Abbildung anzeigen

Unterstützung durch „Be The Match“

Der Aufruf zur Typisierung erreichte viele Menschen in Alamogordo. Die freiwilligen Helfer hatten die Vorbereitungen im evangelischen Gemeindehaus am Morgen abgeschlossen und waren vorab durch die Mitarbeiter von „Be The Match“ auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe an den einzelnen Stationen vorbereitet worden. „Be The Match“ ist die amerikanische Dachorganisation im Bereich der Bereitstellung von Knochenmark- und Nabelschnurblut-Transplantaten und führt in Amerika die Datenbank von potentiellen Spendern. In Deutschland wäre diese gemeinnützige Organisation vergleichbar mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH (DKMS).

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Eine Bürgerin aus Alamogordo machte die 500 voll: Grund genug für den Kommandeur der Ausbildungsgruppe, Oberstleutnant Jörn Apelt, sich persönlich bei ihr zu bedanken
Eine Bürgerin aus Alamogordo machte die 500 voll: Grund genug für den Kommandeur der Ausbildungsgruppe, Oberstleutnant Jörn Apelt, sich persönlich bei ihr zu bedanken (Quelle: Luftwaffe/Torsten Meynle)Größere Abbildung anzeigen

Einfache Registrierung kann Leben retten

Der Aufwand für die Registrierung ist dabei eher gering. Das Ausfüllen des Typisierungsformulars und eine Speichelprobe genügten, um vielleicht in naher Zukunft einem Leukämie-Kranken - wie dem kleinen Noel - eine zweite Chance zu geben. Die Freiwilligen durchliefen dabei drei Stationen und ein Durchgang dauerte nicht einmal eine halbe Stunde. Bereits zur Mittagszeit ließen sich mehr als 200 freiwillige Spender typisieren. Die Aufnahme in die Spenderdatei wurde zum Abschluss jeweils mit einem Glockenläuten kundgetan und durch alle Anwesenden im Raum mit einem Applaus bedacht. Einen Sonderbeifall erhielt eine Bürgerin aus Alamogordo, als mit ihrer Registrierung die unglaubliche Zahl von 500 Typisierungen erreicht wurde: „Ich bin beeindruckt von der Solidarität und Hilfsbereitschaft, die Noel und seiner Familie, aber auch uns Deutschen hier in Alamogordo zuteil wurde. Über 500 Menschen haben sich hier typisieren lassen. Mit so einer hohen Beteiligung haben wir im Vorfeld nicht gerechnet“, erklärte Oberleutnant Thomas Lerf, der gemeinsam mit vielen freiwilligen Helfern bereits im Vorfeld und am Veranstaltungstag für einen erfolgreichen und reibungslosen Ablauf sorgte. Am Ende der ganztägigen Typisierung folgten genau 503 Spendenwillige dem Aufruf, sich registrieren zu lassen und in die Spenderdatei aufgenommen zu werden.

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Das Typisierungsformular wird ausgefüllt.
Das Typisierungsformular wird ausgefüllt. (Quelle: Luftwaffe/Torsten Meynle)Größere Abbildung anzeigen

Gewebemerkmale müssen übereinstimmen

Ob sich nun ein geeigneter Spender unter den vielen Neuregistrierten befindet, wird die abschließende Bestimmung der Speichelproben in einem Labor ergeben. Nach Aussagen der Mitarbeiter von „Be The Match“ kann dieses bis zu acht Wochen dauern. Für eine erfolgreiche Stammzellentransplantation müssen die Gewebemerkmale des Stammzellenspenders nahezu vollständig mit denen von Noel oder einem anderen Leukämieerkrankten übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Übereinstimmung liegt zwischen eins zu 20.000 und eins zu mehreren Millionen. Mitunter ist es also die berühmte Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen, die allerdings umso einfacher erscheint, je mehr Menschen in einer Knochenmarkspenderdatei registriert sind.

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Über 500 Spendenwillige ließen sich registrieren – Ramona Hauke, Mutter von Noel, im Beratungsgespräch mit einem US-Bürger
Über 500 Spendenwillige ließen sich registrieren – Ramona Hauke, Mutter von Noel, im Beratungsgespräch mit einem US-Bürger (Quelle: Luftwaffe/Torsten Meynle)Größere Abbildung anzeigen

Finanzielle Unterstützung ist erforderlich

Doch die Hilfe und Unterstützung für Noel wurde nicht nur auf die Suche nach einem potentiellen Stammzellenspender beschränkt, sondern darüber hinaus auch finanzielle Unterstützung geleistet - kostet doch jede Registrierung und Typisierung eines Spenders rund 65 US-Dollar. Nicht nur die aufgestellten Spendenboxen rund um das Gelände des Gemeindehauses haben dazu beigetragen, dass die Aktion überhaupt finanziell ins Rollen kommt: Zahlreiche Spender haben hier ihr Herz als Mitmensch gezeigt.

Übergabe des Spendenschecks
Übergabe des Spendenschecks (Quelle: Luftwaffe/Torsten Meynle)Größere Abbildung anzeigen

Auch der Verkauf von selbstgebackenen „German Kuchen“, gebrannten Mandeln und Bratwurst vom Grill trug eine mehr als beachtliche Spendensumme zusammen. Am Ende konnte die Aktionsgruppe im Beisein von Noels Mutter, Ramona Hauke, der Vertreterin von „Be The Match“, Aubrie Vargas, einen Spendenscheck in Höhe von sagenhaften 13.776,70 US-Dollar überreichen.

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Genesungswünsche für Noel
Genesungswünsche für Noel (Quelle: Luftwaffe/Torsten Meynle)Größere Abbildung anzeigen

Unterstützung durch das Team Luftwaffe

Seit mehr als zwei Jahren lebt Noel mit seiner Familie in der Kleinstadt Alamogordo im US-Bundesstaat New-Mexico. Sein Vater, Hauptmann Andreas Hauke, ist Offizier bei der deutschen Luftwaffe und bildet auf dem nahegelegenen US-Luftwaffenstützpunkt, der Holloman Air Force Base, junge Flugschüler an dem fliegenden Waffensystem PA-200 Tornado aus. Der schwere Schicksalsschlag der Familie beschäftigt seither nicht nur die Soldatinnen und Soldaten des FlgAusbZLw. Noel wird seit der schweren Diagnose in einem Krankenhaus im 150 Kilometer entfernten texanischen El Paso behandelt.

Hier finden Sie mehr Informationen zu Noel und zur Möglichkeit der Typisierung:

Hilfe für Noel

www.jede-hilfe-zaehlt.de

Noel auf Facebook.de

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Stand vom: 27.02.12 | Autor: Torsten Meynle


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